British World Airlines

British World Airlines
IATA-Code: VF
ICAO-Code: BWL
Rufzeichen: BRITWORLD
Gründung: 1993 (1963 als British United Air Ferries (BUAF))
Betrieb eingestellt: 2001
Sitz: Southend-on-Sea, Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Drehkreuz: * Flughafen Aberdeen International
Heimatflughafen: Flughafen London-Southend
Unternehmensform: Limited
Flottenstärke: 16 (1997)
Ziele: Mitteleuropa, Irland
British World Airlines hat den Betrieb 2001 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes.

British World Airlines war eine britische Fluggesellschaft, die am 1. Januar 1963 unter dem Namen British United Air Ferries (BUAF) gegründet wurde.

Geschichte

Eine BAC 1-11 der British World Airlines

British United Air Ferries (BUAF) entstand aus einer Fusion der Gesellschaften Channel Air Bridge, gegründet 1959, und der Silver City Airways, die am 25. November 1946 gegründet worden war und von Lydd unter anderem nach Le Touquet flog. Im September 1967 erfolgte eine Umbenennung in British Air Ferries (BAF).

Dieser Name spiegelt das wider, wofür die Fluggesellschaft berühmt wurde. Sie bot mit Flugzeugen der Typen ATL-98 Carvair und Bristol 170 Fährdienste über den Ärmelkanal an. Die Autos wurden durch die große Fronttüre dieser Flugzeuge geladen. Strecken mit diesem Service gab es auf die Kanalinseln, nach Frankreich, Belgien, in die Niederlande und die Schweiz.

Im Jahr 1972 wurde die Gesellschaft von der Transmeridian Air Cargo erworben, wobei sie jedoch ihre Corporate Identity behalten durfte und relativ autonom ihre Geschäfte tätigen konnte. Anfang der 1980er-Jahre erwarb BAF die gesamte Flotte von Vickers Viscount der British Airways, wodurch sie zum größten Betreiber des Typs zu dieser Zeit wurde. Der weltweit letzte Passagierflug einer Viscount fand am 18. April 1996 statt.

Im Jahre 1988 erhielten die Flugzeuge eine neugestaltete Bemalung, welche aber nicht lange Bestand hatte.

Im Jahr 1992 erwarb BAF acht Flugzeuge des Typs BAC 1-11 aus Beständen der Konkurs gegangenen Dan-Air und firmierte ab April 1993 unter dem endgültigen Namen British World Airlines, den die Gesellschaft bis zu ihrem Konkurs und ihrer Betriebseinstellung am 13. Dezember 2001 behielt. Der Name wurde nach dem Konkurs von der Firma BWA Group plc. übernommen. Allerdings wurde die EU-weite Betriebserlaubnis am 21. März 2002 entzogen. Ehemalige Mitarbeiter der British World Airlines gründeten zeitgleich die Fluggesellschaft Astraeus.

Flotte

Eine Handley Page Herald der British Air Ferries
Eine BAe 146-300 der British World Airlines

Flotte, Stand: 1997

Zuvor eingesetzte Flugzeuge

Darüber hinaus betrieb die Gesellschaft u. a. folgende Flugzeugtypen:

Zwischenfälle

Zwischenfälle der Silver City Airways

Eine Bristol 170 der Silver City Airways, ähnlich der drei verunglückten Maschinen

Zwischenfälle der Channel Air Bridge

Zwischenfälle der British United Air Ferries (BUAF)

Eine Bristol 170 der British United Air Ferries, ähnlich der 1963 verunglückten Maschine

Zwischenfälle der British Air Ferries (BAF)

Eine ATL-98 Carvair der British Air Ferries, baugleich mit der 1971 verunglückten Maschine

Zwischenfälle der British World Airlines

Eine Vickers Viscount der British United Air Ferries, ähnlich der 1994 und 1996 verunglückten Maschinen

Siehe auch

Commons: British World Airlines – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Tony Merton Jones: British Independent Airlines since 1946, Vol. 4. Merseyside Aviation Society & LAAS International, Liverpool & Uxbridge 1977, ISBN 0-902420-10-0, S. 400.
  2. ↑ Tony Merton Jones: British Independent Airlines since 1946, Vol. 4. Merseyside Aviation Society & LAAS International, Liverpool & Uxbridge 1977, ISBN 0-902420-10-0, S. 390.
  3. ↑ Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international 2002/2003. Zürich-Airport 2002, S. 735.
  4. ↑ Publikationen Europäisches Recht: 2002/C 249/08 (PDF)
  5. ↑ jp airline fleets international
  6. ↑ Maurice J. Wickstead: Airlines of the British Isles since 1919. Air-Britain (Historians) Ltd., Staplefield, W Sussex 2014, ISBN 978-0-85130-456-4, S. 377.
  7. ↑ Unfallbericht Bristol 170 G-AICM, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 5. August 2019.
  8. ↑ Maurice J. Wickstead: Airlines of the British Isles since 1919. Air-Britain (Historians) Ltd., Staplefield, W Sussex 2014, ISBN 978-0-85130-456-4, S. 318.
  9. ↑ ICAO Aircraft Accident Digest No. 10, Circular 59-AN/54 (englisch), S. 83–92.
  10. ↑ Air-Britain Archive: Casualty compendium part 72 (englisch), März 1999, S. 99/28.
  11. ↑ Unfallbericht Bristol 170 G-AICS, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 4. August 2019.
  12. ↑ Maurice J. Wickstead: Airlines of the British Isles since 1919. Air-Britain (Historians) Ltd., Staplefield, W Sussex 2014, ISBN 978-0-85130-456-4, S. 377.
  13. ↑ Unfallbericht Bristol 170 G-AGVC, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 5. August 2019.
  14. ↑ Air-Britain Archive: Casualty compendium part 89 (englisch), Juni 2003, S. 2003/095.
  15. ↑ Unfallbericht ATL-98 G-ARSF, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 4. August 2019.
  16. ↑ Air-Britain Archive: Casualty compendium part 91 (englisch), Dezember 2003, S. 2003/192.
  17. ↑ Unfallbericht Bristol 170 G-AMWA, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 5. August 2019.
  18. ↑ Unfallbericht ATL-98 G-APNH, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 5. August 2019.
  19. ↑ Flugunfalldaten und -bericht Viscount 806 G-APIM im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. März 2021.
  20. ↑ Flugunfalldaten und -bericht Short 330 G-BHWT im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. März 2021.
  21. ↑ Unfallbericht Viscount 813 G-OHOT, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 5. August 2019.
  22. ↑ Flugunfalldaten und -bericht Viscount 808C G-OPFE im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. März 2021.