Loganair

Loganair
Saab 340B der Loganair
IATA-Code: LM
ICAO-Code: LOG
Rufzeichen: LOGAN
Gründung: 1962
Sitz: Paisley, Schottland Schottland
Heimatflughafen: Glasgow International
Unternehmensform: Limited
IATA-Prefixcode: 682
Flottenstärke: 35
Ziele: national und kontinental
Website: www.loganair.co.uk
Britten-Norman Islander G-AVKC der Loganair, 1967
Short 330 G-BGNA der Loganair, 1982
BAe ATP G-OLCC der Loganair, 1991

Loganair ist eine schottische Regionalfluggesellschaft mit Sitz und Hauptbasis in Paisley auf dem Flughafen Glasgow International.

Geschichte

Loganair wurde 1962 von Duncan Logan als Lufttaxiunternehmen, zum Transport der Arbeiter zu den Baustellen der Duncan Logan Construction Ltd., gegründet. Nach seinem Tod 1966 wurde das Unternehmen durch seine Nachfolger zu einer regulären Fluggesellschaft ausgebaut. Ziel war die Verbindung kleinerer schottischer Orte mit Glasgow: 1967 Orkney-Inseln, 1968 Innere Hebriden und 1969 Shetland-Inseln.

Im Jahr 1983 kaufte die British Midland Bank 75 Prozent der Anteile und übertrug die Leitung der British Midland Airways.

Im Jahr 1994 unterzeichneten Loganair und British Airways ein Codeshareabkommen. Seitdem werden Ziele in den Farben von BA angeflogen. Das Unternehmen wurde zwischenzeitlich von drei Managern zurückgekauft und ist wieder unabhängig. Im Oktober 2008 lief das Franchise-Abkommen mit British Airways aus, im Rahmen eines Codeshareabkommens wird aber weiterhin zusammengearbeitet. Anfang des Jahres 2008 wurde dann ein Franchise-Abkommen mit Flybe abgeschlossen. Loganair fliegt viele Verbindungen zwischen Schottland und England seither in deren Farben.

Im Juli 2011 wurde bekannt gegeben, dass Loganair die schottische Suckling Airways (ehemals: Scot Airways) aufgekauft hat.

Seit 2015 gehört Loganair der Airline Investment Holding der Brüder Peter und Stephen Bond, die auch Flybmi besitzt.

Ende 2016 wurde bekannt gegeben, dass das Franchise-Abkommen mit Flybe zum 31. August 2017 enden und Loganair ab 1. September 2017 wieder unter eigenen Namen fliegen werde.

Flugziele

Flugziele der Loganair sind schottische Flughäfen wie Edinburgh, Aberdeen und Inverness. Ein dichtes Netz gibt es auf den Orkney-Inseln, wo neben der Hauptstadt Kirkwall auch Gras- und Strandflugplätze angeflogen werden. Darüber hinaus werden die Shetlandinseln, die Inneren und die Äußeren Hebriden sowie Dublin, Derry, Donegal und die Isle of Man bedient. Im Laufe des Jahres 2008 wurden neue Verbindungen von Dundee nach Birmingham und Belfast und von den Shetlandinseln nach Bergen in Norwegen aufgenommen.

Die Flüge nach Düsseldorf und Hannover wurden 2019 beendet.

Loganair bietet den kürzesten planmäßigen Linienflug der Welt zwischen den beiden nordwestlichsten Inseln der Orkney an. Der Flug von Westray zur östlichen Insel Papa Westray (Papay) dauert für gut 1,5 Seemeilen (2,9 km) planmäßig zwei Minuten und wird zwischen den beiden Graspisten mehrmals täglich durchgeführt. Bei gutem Wind schaffte ein Pilot schon den Rekord von nur 56 Sekunden, aber bei den häufigen Orkanen kann die „Reise“ auch bis zu 12 Minuten dauern. Auf der seit 1967 betriebenen Strecke wurde am 31. Oktober 2016 der einmillionste Fluggast begrüßt.

Flotte

Saab 2000 G-LGNP der Loganair, 2017
de Havilland Canada DHC-6-310 Twin Otter G-BHTK der Loganair, 1984

Aktuelle Flotte

Mit Stand Januar 2024 besteht die Flotte der Loganair aus 35 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren.

Loganair Flotte
Flugzeug Anzahl bestellt Sitzplätze Bemerkungen
Passagierflugzeuge
ATR 42-500 7 — 46
ATR 72-600 10 — 70 2 inaktiv
Britten-Norman Islander 2 — 8 Fliegen nur innerhalb der Orkney-Inseln
de Havilland Canada DHC-6-310 Twin Otter 1 — 19 inaktiv
Embraer ERJ 145 13 — 49 eine inaktiv
Viking Air DHC-6-400 Twin Otter 2 — 19
Gesamt 35

Aktuelle Sonderbemalungen

Bemalung Flugzeugtyp Luftfahrzeugkennzeichen Zeitraum Bild
Flag of Scotland Viking Air DHC-6-400 Twin Otter G-HIAL seit Mai 2015
G-SGTS seit Mai 2015
Pride Jet Embraer ERJ 145 G-SAJE seit Juni 2023
Fokker F-27 G-BMAP der Loganair, 1988
BAe Jetstream 41 G-LOGJ der Loganair, 2017

Ehemalige Flugzeugtypen

Zuvor setzte Loganair auch folgende Flugzeugtypen ein:

Zwischenfälle

Von 1962 bis Februar 2020 kam es bei Loganair zu 7 Totalschäden von Flugzeugen. Bei 4 davon kamen 6 Menschen ums Leben. Vollständige Liste:

Die 1986 in einen Hügel geflogene DHC-6 G-BGPC der Loganair
Die im Februar 2001 verunglückte Short 360 G-BNMT der Loganair

Siehe auch

Commons: Loganair – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ loganair.co.uk - Loganair acquires UK charter specialist Suckling Airways (Memento vom 11. Juli 2011 im Internet Archive) (englisch) 8. Juli 2011
  2. ↑ https://flyinginireland.com/2016/02/loganair-now-part-of-airline-investments-limited-ail-continues-to-innovate-in-a-niche-market-as-ceo-to-step-down/
  3. ↑ Stefan Eiselin: Schottische Airline wagt Alleingang. aerotelegraph.com, 2. Dezember 2016, abgerufen am 14. Juni 2017.
  4. ↑ The Gateway to County Donegal. Abgerufen am 17. August 2024 (britisches Englisch).
  5. ↑ Loganair shuns German cities. In: simpleflying.com. 17. Juni 2020, abgerufen am 24. Juni 2020 (englisch).
  6. ↑ World’s shortest flight celebrates its millionth passenger, in: The Guardian, 1. November 2016, abgerufen am 1. November 2016
  7. ↑ Loganair Fleet Details and History. In: planespotters.net. 26. Januar 2024, abgerufen am 27. Januar 2024 (englisch).
  8. ↑ Unternehmensmeldung: Loganair macht Embraer ERJ 145 zum Pride-Jet. In: aeroTELEGRAPH. 19. Juni 2023, abgerufen am 19. Juni 2023 (Schweizer Hochdeutsch).
  9. ↑ Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Zürich-Airport 1966–2007.
  10. ↑ Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Sutton, UK, 2008–2013.
  11. ↑ Daten über die Fluggesellschaft Loganair im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. März 2020.
  12. ↑ Unfallbericht BN-2 Trislander G-BCYC, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 9. März 2020.
  13. ↑ Unfallbericht BN-2 Islander G-BDVW, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 9. März 2020.
  14. ↑ Unfallbericht DHC-6 G-BGPC, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 9. März 2020.
  15. ↑ Unfallbericht BN-2 Islander G-BEDZ, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 9. März 2020.
  16. ↑ Unfallbericht Short 360 G-BNMT, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 9. März 2020.
  17. ↑ Unfallbericht BN-2 Islander G-BOMG, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 9. März 2020.
  18. ↑ Unfallbericht Saab 340 G-LGNL, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 9. März 2020.