Chenjerai Hove

Chenjerai Hove, 2007

Chenjerai Hove (* 9. Februar 1956 in Mazvihwa, Südrhodesien; † 12. Juli 2015 in Stavanger, Norwegen) war ein simbabwischer Schriftsteller.

Lebenslauf

Nach Besuch katholischer Schulen in Kutama und Dete studierte Hove Literatur und Englisch. 1981 wurde er Lektor beim Verlagshaus Mambo Press, 1985 Cheflektor beim Verlag Zimbabwe Publishing House. Von 1984 bis 1992 war Hove Vorsitzender des simbabwischen Schriftstellerverbandes. Nachdem er die Politik Robert Mugabes kritisiert hatte, war er im Jahr 2001 gezwungen, seine Heimat zu verlassen. Er ging zunächst nach Frankreich, später in die USA und anschließend nach Norwegen ins Exil. Er starb 2015 an Leberversagen.

Werke

Hove schrieb sowohl auf Englisch als auch auf Shona, der Sprache der größten Ethnie des Landes. Seine Gedichte erschienen zunächst in verschiedenen Zeitschriften. Die Anthologie And Now the Poets Speak, die 1980 anlässlich der Unabhängigkeit Simbabwes erschien, beinhaltet 14 Gedichte Hoves. 1982 erschien sein erster eigener Lyrikband Up in Arms, 1985 der Gedichtband Red Hills of Home. Beide Gedichtbände erhielten von der Kommission des Noma-Preises für afrikanische Literatur eine lobende Erwähnung, den Noma-Preis selbst gewann Hove 1989 für sein englischsprachiges Romandebüt Bones. Neben weiteren Auszeichnungen bekam er 2001 den Deutschen Afrika-Preis der Deutschen Afrika Stiftung.

In Hoves Romanen steht jeweils eine Protagonistin im Mittelpunkt. Bones schildert die Bemühungen einer Mutter, ihren Sohn zu finden, der in den Wirren des Befreiungskampfes verschwunden ist. In dem Roman Shadows (1991) begeht die Hauptfigur Johana aus Liebeskummer Suizid, Ancestors (1996) handelt von dem Leben einer jungen, taubstummen Frau. Diese drei Romane bilden eine Trilogie, mit der Hove eine Art Chronik seines Landes verfasst hat.

Bibliografie

Gedichtbände

Romane

Essays

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Stephen Chan: Chenjerai Hove obituary. In: theguardian.com. 18. August 2015, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  2. ↑ Chenjerai Hove Dies in Exile. In: newsdzezimbabwe.co.uk. 13. Juli 2015, archiviert vom Original am 3. März 2016; abgerufen am 30. Dezember 2016.
  3. ↑ Liste der Gewinner des Noma Award (Memento vom 8. Dezember 2015 im Internet Archive), abgerufen am 1. Dezember 2015
Personendaten
NAME Hove, Chenjerai
KURZBESCHREIBUNG simbabwischer Schriftsteller
GEBURTSDATUM 9. Februar 1956
GEBURTSORT Mazvihwa, Südrhodesien
STERBEDATUM 12. Juli 2015
STERBEORT Stavanger, Norwegen