Chlorfluazuron

Strukturformel
Strukturformel von Chlorfluazuron
Allgemeines
Name Chlorfluazuron
Andere Namen

N-[(3,5-Dichlor-4-{[3-chlor-5-(trifluormethyl)-2-pyridinyl]oxy}phenyl)carbamoyl]-2,6-difluorbenzamid

Summenformel C20H9Cl3F5N3O3
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 71422-67-8
EG-Nummer (Listennummer) 615-292-0
ECHA-InfoCard 100.124.329
PubChem 91708
ChemSpider 82810
Wikidata Q22807265
Eigenschaften
Molare Masse 540,66 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

226,5 °C (Zersetzung)

Löslichkeit

gering löslich in Wasser

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319​‐​410
P: 264​‐​273​‐​280​‐​305+351+338​‐​337+313​‐​391
Toxikologische Daten

> 8.500 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Chlorfluazuron ist ein Insektizid aus der Gruppe der Benzoylharnstoffe, das vor allem zur Bekämpfung von beißenden Schadinsekten, insbesondere Lepidopteren (Schmetterlingslarven), eingesetzt wird.

Eigenschaften

Aufgrund einiger Resistenzentwicklungen, wurde in einer Studie die Wirkung von Chlorfluazuron und Flufenoxuron auf einige Entwicklungs- und Fortpflanzungsparameter der Ypsiloneule untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass Chlorfluazuron und Flufenoxuron die Vitellogenese (Dotterbildung während der Eizellenentwicklung) der Ypsiloneule beeinträchtigen können.

Zulassung

In der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit Chlorfluazuron als Wirkstoff zugelassen.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 Datenblatt Chlorfluazuron bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 5. Juni 2025 (PDF).
  2. ↑ Eintrag zu Chlorfluazuron in der Pesticide Properties DataBase (PPDB) der University of Hertfordshire, abgerufen am 5. Juni 2025.
  3. ↑ El-Sayed H. Shaurub, Nawal Z. Zohdy, Aziza E. Abdel-Aal, Said A. Emara: Effect of chlorfluazuron and flufenoxuron on development and reproductive performance of the black cutworm, Agrotis ipsilon (Hufnagel) (Lepidoptera: Noctuidae). In: Invertebrate Reproduction & Development. Band 62, Nr. 1, 2018, S. 27–34, doi:10.1080/07924259.2017.1384407.
  4. ↑ Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Chlorfluazuron in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag im nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnis der Schweiz, abgerufen am 5. Juni 2025.