| Film | |
| Titel | Chopper |
|---|---|
| Produktionsland | Australien, Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2000 |
| Länge | 94 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Andrew Dominik |
| Drehbuch | Andrew Dominik |
| Produktion | Michele Bennett |
| Musik | Mick Harvey |
| Kamera | Geoffrey Hall Kevin Hayward |
| Schnitt | Ken Sallows |
| Besetzung | |
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Chopper ist ein australischer Gangsterfilm aus dem Jahr 2000. Es ist der Debütfilm des australischen Autorenfilmers Andrew Dominik und handelt vom Leben des australischen Gangsters Mark Brandon “Chopper” Read, welcher im Film von Eric Bana gespielt wird, in der Rolle, welche ihm zum internationalen Durchbruch verhalf.
Mark Brandon „Chopper“ Read ist seit seinem 16. Lebensjahr ständig im Gefängnis. Weil er einen Richter entführte, um seinen Freund Jimmy Loughnan freizupressen, verbüßt er 1978 erneut eine sechzehneinhalbjährige Haftstrafe im Hochsicherheitstrakt des Pentridge Gefängnisses in Melbourne, wo er durch sein großes Maul und seine Respektlosigkeit direkt aneckt.
Eines Tages sticht Chopper im Gefängnishof seinen Mithäftling Keithy George, welcher zur verfeindeten Painters & Dockers Bande gehört und über den Chopper sich am Vortag noch lustig gemacht hat, ohne erkennbaren Grund, mit mehreren Stichen nieder, woraufhin dieser am Tag darauf stirbt. Die Painters & Dockers setzen daraufhin ein Kopfgeld in Höhe von 10.000 Dollar auf Chopper aus.
Chopper will daraufhin die Painters & Dockers auf eigene Faust ausschalten, indem er plant mit seinen Mithäftlingen Jimmy Loughnan und Bluey Barnes einen Aufstand anzuzetteln. Loughnan, welcher sofort erkennt das Choppers Plan Selbstmord ist, und zudem kurz vor seiner Berufungsverhandlung steht, hintergeht Chopper daraufhin und sticht mehrfach auf ihn ein, um später behaupten zu können, Chopper habe ihn angegriffen und er habe in Notwehr gehandelt.
Chopper überlebt jedoch wie durch ein Wunder und Loughnan zieht gegen ihn vor Gericht, um vom Victims of Crime Compensation Board Kompensation für Choppers angeblichen Angriff zu kassieren. Bei dem öffentlichkeitswirksamen Prozess gelingt es Chopper jedoch durch sein Charisma und seine Schlagfertigkeit, Loughnan in den Schatten zu stellen und er beginnt sich in der Presse einen Namen zu machen.
Da Chopper nun ohne Loughnan und Barnes komplett alleine gegen die Painters & Dockers dasteht, bittet er vor der Gefängnisdirektion in Sicherheitsgewahrsam verlegt zu werden, was jedoch abgelehnt wird. Also lässt Chopper sich von einem Mithäftling Teile seiner Ohren abschneiden, um als geistig unzurechnungsfähig eingestuft zu werden. Der Plan geht auf, und Chopper verbüßt den Rest seiner Haft in Sicherheit im psychiatrischen Trakt.
Nach seiner Entlassung ist Chopper zerfressen von Paranoia.
Als er mit seiner Freundin Tanya eines Nachts den Bojangles Nachtclub in Melbourne besucht, trifft er dort auf Neville Bartos, welchem Chopper vor seiner Inhaftierung die Kniescheibe zerschossen hatte und der mittlerweile zu einem hohen Tier in der Drogenszene aufgestiegen ist. Wenngleich Bartos Chopper mehrfach versichert, dass zwischen den beiden alles in Ordnung sei, ist Chopper überzeugt davon, dass Bartos Rache will, und macht eine Szene, indem er mit seiner Handfeuerwaffe mehrere Schüsse im Club abfeuert.
Kurz darauf bietet Chopper Tanya, dass sie gemeinsam abhauen könnten, doch Tanya lehnt lachend ab und sagt, dass sie lieber weiter im Bordell arbeitet. Wütend über diese Ablehnung folgt Chopper Tanya in ihr Haus und erwischt sie am Telefon mit Bartos, woraufhin er Tanya und ihre Mutter zusammenschlägt.
Im Anschluss geht Chopper zu Bartos Villa, wo ihm das volle Ausmaß von Bartos' Erfolg in der Drogenszene bewusst wird. Trotz der Szene im Club und ihrer Vergangenheit zeigt Bartos sich weiterhin freundlich. Doch Chopper bleibt misstrauisch, bevor er schließlich (unter dem Einfluss von Bartos' Speed), nachdem er Bartos wiederholt um Geld anpumpt, was Bartos ablehnt, ihm in den Bauch schießt und ihn beklaut. Bevor Bartos von seinen Männern ins Krankenhaus gefahren wird, schwört er Rache.
Chopper erfährt wenig später, dass Bartos es ernst meine und nun wirklich ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt habe.
Daraufhin besucht Chopper Loughnan, welcher mittlerweile Frau und Kinder hat, wenngleich er und seine hochschwangere Frau schwer drogenabhängig sind. Nach etwas harmlosen Smalltalk holt Chopper schließlich seine Pistole raus und fragt Loughnan mit vorgehaltener Waffe, ob er etwas über Bartos Kopfgeld wisse, was dieser vehement verneint. Chopper blufft zudem, dass er einen Freifahrtschein bei der Polizei habe Verbrechen zu begehen, solange er mit der Polizei zusammenarbeitet. Schließlich glaubt Chopper Loughnan aber und verlässt dessen Wohnung wieder. In Wahrheit weiß Loughnan aber sehr wohl von dem Kopfgeld und plant es zu kassieren.
Als Chopper später wieder im Bojangles Nachtclub ist, trifft er dort auf Sammy „den Türken“, welcher ihm sehr aufdringlich Drinks ausgibt. Nach einer Weile nimmt der Türke Chopper raus auf den Parkplatz, wo er ihm etwas in seinem Auto zeigen will. Chopper ahnt jedoch, dass der Türke etwas im Schilde führt und holt seine abgesägte 410er Schrotflinte auf seinem Hosenbund, mit welcher er den Türken nach kurzem Wortgefecht erschießt.
Es stellt sich heraus, dass der Türke im Club von Loughnan angeheuert wurde, um Chopper auf den Parkplatz zu locken, wo Loughnan und seine Komplizen warteten und Chopper erschießen wollten. Doch der Türke hatte seinen Wagen auf dem falschen der beiden Parkplätze des Bojangles geparkt, wo er Chopper schutzlos ausgeliefert war.
Im darauffolgenden Mordprozess gelingt es Chopper zwar auf Notwehr zu plädieren, weswegen er in diesem Fall freigesprochen wird, jedoch wird er wegen gefährlicher Körperverletzung, bezüglich des Schusses auf Neville Bartos zu 8 Jahren Gefängnis verurteilt.
Im Gefängnis schreibt Chopper seine Autobiografie "Chopper: From the Inside", welche zum Bestseller wird, wenngleich Chopper nicht einmal richtig buchstabieren kann. In einem Fernsehinterview prahlt er mit seinen kriminellen Machenschaften und mit der ganzen Fanpost, die er bekommt.
Als ein Wärter ihn nach dem Interview fragt, ob alles was er da gesagt hat wirklich so passiert ist, antwortet Chopper nur “Never let the truth get in the way of a good yarn”. (dt. „Lass dir eine gute Geschichte niemals durch die Wahrheit versauen“)
Das schwierigste an der Produktion von Chopper war die Drehgenehmigung in dem Gefängnis HM Prison Pentridge in Coburg, Victoria zu erhalten. Das Gefängnis wurde zu dieser Zeit geschlossen und durch die Verhandlung für die Drehgenehmigung verzögerte sie die Finanzierung für den Film. Deshalb verschob sich der Drehbeginn.
Um die Sterilität des Gefängnisses und den Kontrast zur Welt außerhalb des Gefängnisses zu verdeutlichen, wurde der Film in zwei Teilen gedreht. Der erste Teil des Filmes, der im Gefängnis spielt, wurde so steril wie möglich gedreht. Im zweiten Teil wurde darauf geachtet, dass viele Farben verwendet werden. Regisseur Andrew Dominik nannte dies Visual Overload. Dies wurde erreicht durch Beleuchtung, Wahl des Filmmaterials und den Farben am Set. Ein Teil der Produktion lief vom 3. Mai bis zum 26. Mai und fortgesetzt wurde der Dreh mit dem zweiten Teil, der zwischen dem 28. Juni und dem 21. Juli aufgenommen wurde.
| Preis | Kategorie | Person | Resultat |
|---|---|---|---|
| AACTA Awards (2000 AFI Awards) |
AACTA Award Bester Film | Michele Bennett | Nominiert |
| AACTA Award Beste Regie | Andrew Dominik | Gewonnen | |
| AACTA Award bestes Drehbuch | Nominiert | ||
| AACTA Award bester Hauptdarsteller | Eric Bana | Gewonnen | |
| AACTA Award bester Nebendarsteller | Simon Lyndon | Gewonnen | |
| AACTA Award beste Kamera | Geoffrey Hall | Nominiert | |
| Kevin Hayward | Nominiert | ||
| AACTA Award bester Schnitt | Ken Sallows | Nominiert | |
| AACTA Award beste Musik | Mick Harvey | Nominiert | |
| AACTA Award bestes Produktionsdesign | Paddy Reardon | Nominiert | |
| BIFA Award | BIFA Award bester ausländischer Independentfilm | Andrew Dominik | Nominiert |
| Cognac Festival du Film Policier | Kritikerpreis | Gewonnen | |
| Grand Prix | Gewonnen | ||
| FCCA Awards | Bester Film | Michele Bennett | Gewonnen |
| Bester Regisseur | Andrew Dominik | Gewonnen | |
| Bestes Drehbuch | Nominiert | ||
| Bester Hauptdarsteller | Eric Bana | Gewonnen | |
| Bester Nebendarsteller | Simon Lyndon | Gewonnen | |
| Beste Nebendarstellerin | Kate Beahan | Nominiert | |
| Beste Kamera | Geoffrey Hall | Nominiert | |
| Kevin Hayward | Nominiert | ||
| Bester Schnitt | Ken Sallows | Nominiert | |
| Beste Filmmusik | Mick Harvey | Nominiert | |
| Inside Film Awards | Bester neuer Filmemacher (Independent) | Andrew Dominik | Gewonnen |
| Bester Hauptdarsteller | Eric Bana | Gewonnen | |
| Stockholm Film Festival | Bronzenes Pferd | Andrew Dominik | Nominiert |
| Bester Darsteller | Eric Bana | Gewonnen | |
Im August 2022 präsentierte Mick Harvey zusammen mit der australischen Band Springtime im Rahmen zweier ausverkaufter Shows in Sydney und Melbourne einen neuen Live-Soundtrack zum Film.