Christian August Clodius

Christian August Clodius, Gemälde von Benjamin Calau nach Anton Graff, 1770, Gleimhaus Halberstadt

Christian August Clodius (auch: Klöde; * 5. Januar 1737 in Annaberg; † 30. November 1784 in Leipzig) war ein deutscher Dichter und Philosoph.

Leben

Christian August war der Sohn des Christian Clodius (1694–1775) und der Eleonora Sophia (geb. Scheureck, 1713–1758). Er hatte von seinem Vater die erste Bildung erhalten und diese auf dem Ratsgymnasium in Cottbus erweitert. Im Jahr 1756 begann er das Studium der Philosophie an der Universität Leipzig. Wegen des Todes seiner Mutter kehrte er 1758 nach Cottbus zurück und machte dort Bekanntschaft mit Ewald Christian von Kleist. Dieser motivierte ihn, sich mehr mit der deutschen Literaturwissenschaft zu beschäftigen. Daher begab er sich wieder nach Leipzig, wo er angeregt von Christian Fürchtegott Gellert 1759 den akademischen Grad eines Magisters der philosophischen Wissenschaften erwarb und dann als Privatdozent tätig wurde.

Porträt von Christian August Clodius, Anton Graff, 1769

Im Jahr 1760 wurde er außerordentlicher Professor der Philosophie und 1764 ordentlicher Professor. Nachdem er 1771 als Kollegiat in das große Fürstenkollegium aufgenommen worden war, übertrug man ihm 1778 die Professur der Logik. Im Sommersemester 1781 war er Rektor der Alma Mater und konnte 1782 seine Wunschprofessur der Dichtkunst an der Leipziger Hochschule erhalten. Von der offiziellen Gründung 1774 bis zu seinem Tod war er Mitglied und Secretar der Societas Jablonoviana.

Im Jahr 1771 heiratete er die spätere Übersetzerin und Schriftstellerin Julie, geb. Stölzel (1750–1805). Sein Sohn, der Dichter und Philosoph Christian August Heinrich Clodius erlangte ebenfalls Bedeutung.

Werke (Auswahl)

Literatur

Wikisource: Christian August Clodius – Quellen und Volltexte