
Julie Friederike Henriette Clodius, geb. Stölzel, (* 20. August 1750 in Altenburg; † 3. März 1805 in Dresden) war eine deutsche Schriftstellerin.
Clodius wurde als Tochter des Botenmeister und Kommissionsrats Christian Friedrich Stölzel (1728–?), der ein Sohn des Komponisten Gottfried Heinrich Stölzel war, in Altenburg in Thüringen geboren. Sie erhielt von ihren Eltern eine „ausgezeichnete Erziehung“. Im Alter von 18 Jahren heiratete sie in Leipzig den Dichter und Philosophieprofessor Christian August Clodius. Der gemeinsame Sohn, der Dichter Christian August Heinrich Clodius, kam 1772 zur Welt.
Über ihren Ehemann kam Clodius in Kontakt mit bedeutenden Personen ihrer Zeit, so Adam Friedrich Oeser, und bildete sich weiter. Sie beherrschte neben der englischen Sprache auch Italienisch. Sie übersetzte Werke aus dem Englischen und begann, selbst zu schreiben. Ihre eigenen Werke blieben zu Lebzeiten ungedruckt und wurden erst 1806 von ihrem Sohn herausgegeben.
Clodius starb 1805 während eines Besuchs in Dresden.
Clodius verfasste mehrere Aufsätze in verschiedenen Periodika. Im Druck erschienen zudem:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Clodius, Julie |
| ALTERNATIVNAMEN | Clodius, Julie Friederike Henriette (vollständiger Name); Stölzel, Julie (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 20. August 1750 |
| GEBURTSORT | Altenburg |
| STERBEDATUM | 3. März 1805 |
| STERBEORT | Dresden |