Christian Boros

Christian Boros im Jahr 2013

Christian Boros (* 4. Dezember 1964 in Zabrze, Polen) ist ein deutscher Medienunternehmer und Kunstsammler.

Leben

Boros kam in den 1970er Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland. Er wuchs in Köln auf, studierte von 1984 bis 1990 Kommunikationsdesign bei Bazon Brock an der Bergischen Universität Wuppertal und gründete 1990 die Boros Agentur für Kommunikation. Unter anderem erfand er den Slogan „Viva liebt dich“.

2010 gründete Boros zusammen mit Uta Grosenick den Distanz Verlag, den er seit 2019 zusammen mit Matthias Kliefoth führt. Von 2017 bis zur Einstellung 2020 war Boros Herausgeber der Zeitschrift Die Dame.

Sammlung

Hochbunker in Berlin mit dem Privatmuseum für Gegenwartskunst von Christian Boros. Auf dem Dach ein Penthouse im Stile des Barcelona-Pavillons. (Foto: 2008)

Mit 18 Jahren begann Boros Kunst zu sammeln. 1990 entdeckte er in London den Fotografen Wolfgang Tillmans und erwarb von ihm verschiedene Arbeiten. Neben Werken von Tillmans sammelt er die Young British Artists Damien Hirst, Tracey Emin, Sarah Lucas sowie deutsche Künstler wie Thomas Scheibitz, die Amerikanerin Elizabeth Peyton sowie den Luxemburger Michel Majerus, den Spanier Santiago Sierra und die Dänen Ólafur Elíasson und Henrik Olesen. Die Sammlung Boros umfasst etwa 1.000 Bilder, Skulpturen und Installationen.

2003 kaufte Boros in Berlin-Mitte den ehemaligen Reichsbahnbunker Friedrichstraße an der Reinhardtstraße und gründete dort zusammen mit seiner Frau Karen Boros ein Privatmuseum. Seit 2008 ist die Sammlung nach Voranmeldung zugänglich.

Auszeichnungen

Commons: Christian Boros – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Zur Person: Christian Boros. In: morgenpost.de. FUNKE Mediengruppe, 23. September 2012, abgerufen am 19. September 2026.
  2. ↑ Die Zeit: Jeder baut sich sein Museum, Nr. 15 vom 3. April 2008. Abgerufen am 19. September 2016
  3. ↑ Berlin: Matthias Kliefoth wird Verlagsleiter bei Distanz / Mitgründerin Uta Grosenick scheidet aus. In: buchmarkt.de. 6. Juni 2019, abgerufen am 19. September 2026.
  4. ↑ Hanna Grabbe, Daniel Haas: Frauenzeitschriften: Von ihrer besten Seite. In: Die Zeit. 30. März 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 19. September 2026]).
  5. ↑ Die Dame. In: zdb-katalog.de. Abgerufen am 19. September 2026.
  6. ↑ Stephan Dreischer, Christoph Lundgreen, Sylka Scholz, Daniel Schulz (Hrsg.): Jenseits der Geltung. Konkurrierende Transzendenzbehauptungen von der Antike bis zur Gegenwart. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2013, ISBN 978-3-11-030300-1, S. 428 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. ↑ Carsten Fiedler: Interview mit Kunstsammler Christian Boros: „Köln ist merkwürdig und eigenartig“. 17. November 2019, abgerufen am 10. Februar 2020 (deutsch).
  8. ↑ Gabi Czöppan: „Täglicher Lustmarsch“. In: Focus. 9. Juni 2008, abgerufen am 26. Januar 2011.
  9. ↑ Helga Meister: Christian Boros: Wuppertaler baut Kunstbunker. In: Westdt. Ztg. 21. April 2008, abgerufen am 26. Januar 2011.
  10. ↑ Bericht über die Sammlung Boros im Hochbunker Berlin in den Musenblättern vom 27. April 2010
  11. ↑ Christian und Karen Boros erhalten Art-Cologne-Preis. In: monopol-magazin.de. Abgerufen am 19. September 2026.
  12. ↑ Laureates. In: Trebbia. Abgerufen am 19. September 2026 (tschechisch).