
Christian Jambet (* 23. April 1949 in Algier) ist ein französischer Philosoph. Er wurde am 8. Februar 2024 in die Académie française gewählt.
Der Sohn eines Widerstandskämpfers war 1966 Gewinner des dritten Preises des Concours général in Philosophie
In seiner Jugend vom Maoismus angezogen, reiste er 1969 als einer der Anführer der Gauche prolétarienne mit einer Delegation in das China Maos. Dort begegnete er Henry Corbin, einem Spezialisten für den Iran und die Schia, mit dem er sich über persische Philosophie und Poesie auseinandersetzte. Nach seiner Agrégation in Philosophie lernte er die Persische und die Arabische Sprache.
Anschließend lehrte er in Auxerre und später in Paris und setzte gleichzeitig seine Arbeiten zur islamischen und iranischen Philosophie fort. Viele Jahre lang war er Professor für Philosophie im zweiten Jahr der Vorbereitungsklassen für die Grandes Écoles am Lycée Jules-Ferry in Paris. Er hielt Vorlesungen über den Islam an der ESCP Business School und über islamische Philosophie am Institut für Iranistik (Universität Paris III-Sorbonne Nouvelle).
Im Jahr 2011 erhielt er den Lehrstuhl für Islamische Philosophie an der École pratique des hautes études, den zuvor Henry Corbin innehatte. Er ist Mitglied des Laboratoire d’études sur les monothéismes.
Er hat sich der Erforschung der Entwicklung der griechischen Philosophie bei arabischen und persischen Autoren verschrieben und legt dabei den wesentlichen Beitrag der verschiedenen Denkansätze des Islam zur Philosophie dar. Er begründete die Reihe Islam spirituel bei Éditions Verdier und hat zahlreiche Texte übersetzt.
Im Jahr 2023 kandidierte er für die Académie française. Am 8. Februar 2024 wurde er für den Sitz des 2020 verstorbenen Marc Fumaroli (Fauteuil 6) gewählt und am 6. Februar 2025 durch Jean-Luc Marion offiziell in die Akademie eingeführt.
| Personendaten | |
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| NAME | Jambet, Christian |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Philosoph |
| GEBURTSDATUM | 23. April 1949 |
| GEBURTSORT | Algier |