Christian Meichelt (* 1776 in Nürnberg; † nach 1840 (1830?), genaue Daten unbekannt) war ein Kupferstecher und Miniaturmaler.
Leben
Über das Leben und Wirken Christian Meichelts ist wenig bekannt. Er wurde bei Ambrosius Gabler (1762–1834) in Nürnberg ausgebildet und arbeitete anschließend in der Offizin von Christian von Mechel in Basel. Ab 1798 war er als Zeichenlehrer in Lörrach am dortigen Pädagogium (heute Hebel-Gymnasium) tätig. Zu seinen Schülern gehörte hier sehr wahrscheinlich auch der spätere Historien- und Schlachtenmalers Friedrich Kaiser. Später kehrte er wieder nach Basel und nach Bern, wo er zwischen 1820 und 1829 für Johann Peter Lamy arbeitete, zurück. 1827 war Meichelt wieder in Lörrach ansässig. Georg Kaspar Nagler berichtet 1840 in seinem Eintrag zu Cristian Meichelt kein Sterbedatum. Die letzte bekannte Ansicht C. Meichelts, ein Motiv aus Heidelberg, wurde 1841 veröffentlicht. Wann er verstorben ist, wird in den Quellen nicht erwähnt.
Familie
Meichelt heiratete Katharina Schöpflin. Bekannt sind zwei Kinder:
Hans Joachim Bodenbach: Christian Meichelt, Kupferstecher und Maler in Basel, Lehrer in Lörrach – tätig auch für den Koblenzer Verlag Karl Bädeker (Baedeker). In: Badische Heimat, 4/2000, Freiburg i.Br. 2000, S. 700–713, 7 Abb., Herausgeber: Landesverein Badische Heimat e.V. Freiburg BLB Karlsruhe
Manfred H. Grieb (Hrsg.): Nürnberger Künstlerlexikon. Bildende Künstler, Kunsthandwerker, Gelehrte, Sammler, Kulturschaffende und Mäzene vom 12. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. K. G. Saur, München 2007, ISBN 3-598-11763-9, S. 995.
↑siehe hierzu die Memoiren von dessen Bruder Eduard Kaiser: Aus alten Tagen. Lebenserinnerungen eines Markgräflers (1815-1875), Lörrach 1981, S. 49; dieser beschreibt Meichelt wie folgt:„...ein gar lieber, dicker Bayer namens Meichelt, ein guter, wohlhabender Haushammel, der aber das Talent besaß, alle seine Schüler für die Kunst zu begeistern...“
↑Markus Lutz: Vollständige Beschreibung des Schweizerlandes: Oder geographisch-statistisches Hand-Lexikon über alle in gesammter Eidsgenossenschaft befindlichen Kantone, Bezirke, Kreise ..., H: R. Sauerländer, S. 310.
↑Hans Joachim Clewing: Friedrich Eisenlohr, der Zeichner und Baumeister. In: Badische Heimat, Band 36 (1956) S. 23–32 pdf (Mementodes Originals vom 22. März 2016 im Internet Archive)Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.badische-heimat.de
↑Gedruckt in Carl August Lembke: Die Erdmanns-Höhle bey Hasel in der zu dem Kurfürstenthum Baden gehörigen Landgrafschaft Sausenberg. Schoell et Comp, 1803. UB Freiburg