
Franz Christian Schaumburg (geboren 27. April 1788 in Kassel; gestorben 18. Februar 1868 in Hannover) war ein deutscher Gartenkünstler und Landschaftsgärtner.
Die Jugendjahre von Christian Schaumburg sind bisher „nach teilweise unsicherer Familienüberlieferung“ geschildert: Er zeigt schon früh Talent zum Blumenzeichnen und besuchte in Wien die dortige Malerakademie. „Wahrscheinlich“ absolvierte Schaumburg eine Lehre als Gärtner in Wien-Schönbrunn. Anschließend widmete er sich in Kassel-Wilhelmshöhe bei Karl Steinhöfer der Gartenkunst.
Zwischen 1809 und 1810 kam Christian Schaumburg nach Herrenhausen, um hier für Kassel Blumen zu malen. In den 1820er Jahren war er als Gartenmeister in der Hofgärtnerei in Linden, dem Küchengarten, und für das Altensche Gut tätig.
1825 entwarf Schaumburg für den Minister Caspar Detlev von Schulte den Park zu der von Georg Ludwig Friedrich Laves erbauten Villa Bella Vista.
Im Folgejahr wurde Franz Christian Schaumburg am 16. Februar 1826 unter der Matrikelnummer 247 in die Freimaurerloge Zur Ceder aufgenommen, wo er von 1834 bis 1836 das Amt des stellvertretenden Sekretärs und Archivars innehatte, dann jeweils von 1836 bis 1840 und von 1848 bis 1850 das Amt des Zeremonienmeisters wahrnahm.
Innerhalb von wenigen Jahren hatte sich Schaumburg zu einem der gefragtesten Landschaftsgärtner im Königreich Hannover. Besonders in Norddeutschland und Dänemark schuf er – mehr als 40 Jahre seinen Stil des zonierten Landschaftsgarten bewahrend – Gartenanlagen für seine fürstlichen, adeligen, privaten und kommunalen Auftraggeber.
1827 unternahm Schaumburg – gefördert von Prinz Adolphe Friedrich von Cambridge und Reichsgraf Ernst zu Münster-Ledenburg – eine Studienreise nach England.
1829 wurde, auf Schaumburgs Anregung hin, der Gartenbau-Verein für das Königreich Hannover gegründet.
Das Hauptwerk von Schaumburg in Hannover ist die gemeinsam mit Heinrich Ludolph Wendland und Laves 1835 begonnene Umgestaltung und Erweiterung des Georgengartens zu einem großen Landschaftspark an der Herrenhäuser Allee. Der Schaumburg dort gestattete gestalterische Freiraum schwand jedoch vorübergehend ab 1837.
Nachdem Schaumburg schon seit 1838 den Plöner Schlosspark im Dienst des dänisch-norwegischen Königs Christian VIII. umgestaltet hatte, wurde er 1840 zum Hofgarteninspektor in Plön ernannt.
1847 kehrte Schaumburg nach Hannover zurück, wo er als Leiter des Georgengartens diesen bis 1860 bedeutend erweiterte. Zu den weiteren Arbeiten Schaumburgs in Hannover zählt unter anderem auch die Umgestaltung des Berggartens.

Christian Schaumburg wurde auf dem Herrenhäuser Friedhof begraben.
Franz Christian Schaumburg werden Werke bis nach Holstein, Mecklenburg und in Süddeutschland zugeschrieben. Belegt sind:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schaumburg, Christian |
| ALTERNATIVNAMEN | Schaumburg, Franz Christian (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Botaniker, Landschaftsgärtner und Gartenkünstler |
| GEBURTSDATUM | 27. April 1788 |
| GEBURTSORT | Kassel |
| STERBEDATUM | 18. Februar 1868 |
| STERBEORT | Hannover |