
Christiane Druml (* 4. Mai 1955 in Wien) ist eine österreichische Juristin und Bioethikerin.
Seit 2007 ist sie Vorsitzende der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt der Republik Österreich (Austrian Bioethics Commission). Von 1. Oktober 2011 bis 30. September 2015 war sie außerdem Vizerektorin für Klinische Angelegenheiten der Medizinischen Universität Wien. Seit 27. Februar 2015 ist sie Geschäftsführerin von Josephinum – Medizinische Sammlungen GmbH. Im Jänner 2016 wurde sie mit der Leitung des UNESCO-Lehrstuhls für Bioethik der Medizinischen Universität Wien betraut.
Nach ihrer Schulausbildung am Akademischen Gymnasium Wien studierte Christiane Druml an der Universität Wien Rechtswissenschaften. Während ihres Studiums war sie Studienassistentin am Institut für Zivilrecht bei Rudolf Welser. Nach ihrer Promotion im Jahr 1978 und dem Gerichtsjahr arbeitete sie als Universitätsassistentin am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht bei Felix Ermacora. In der Folge war sie am Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche für das „Österreichisch-Französischen Zentrums für Begegnungen aus Europäischen Ländern mit verschiedenen wirtschaftlichen und sozialen Systemen“ verantwortlich. Ab 1981 war Christiane Druml in der Generaldirektion der Creditanstalt-Bankverein mit den Sachgebieten Gesellschaftsrecht der Konzernbeteiligungen sowie dem Kunstbudget betraut. Von 1989 bis 1992 war sie Geschäftsführerin von Parexel Austria, der früheren AFB-Arzneimittelforschung, einem internationalen medizinischen Auftragsforschungsinstitut. 1992 wurde Christiane Druml die Geschäftsführung der Ethik-Kommission an der damaligen Medizinischen Fakultät der Universität Wien, der heutigen Medizinischen Universität Wien, übertragen, welche sie bis 1. Oktober 2011 ausgeübt hat. Von 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2015 war sie außerdem Vizerektorin für klinische Angelegenheiten der Medizinischen Universität Wien.
Seit Februar 2015 ist Christiane Druml Geschäftsführerin von Josephinum – Medizinische Sammlungen GmbH sowie Leiterin des Instituts Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizin an der Medizinischen Universität Wien. Seit Jänner 2016 ist sie Lehrstuhlinhaberin des UNESCO Lehrstuhls für Bioethik an der Medizinischen Universität Wien.
Im April 2016 wurde das Ludwig Boltzmann Institute for Rare and Undiagnosed Diseases gegründet, an dem Christiane Druml die Arbeitsgruppe Ethik leitet.
Im Zuge der COVID-19-Pandemie wurde sie nach dem Ausscheiden von Martin Sprenger in den Beraterstab der Coronavirus-Taskforce im Gesundheitsministerium berufen.
Im Jahr 2007 war Christiane Druml vom damaligen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer zur Vorsitzenden der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt der Republik Österreich, der nationalen Bioethikkommission Österreichs, bestellt worden. Diese Funktion wurde 2009, 2011, 2014 und 2017 für je eine weitere Amtsperiode bestätigt. Als Vorsitzende der Bioethikkommission propagierte sie für Österreich im Jänner 2022 über eine Covid-19-Impfpflicht hinaus weitere Impfpflichten gegen Masern, Keuchhusten und Influenza.
| Personendaten | |
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| NAME | Druml, Christiane |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Juristin und Bioethikerin |
| GEBURTSDATUM | 4. Mai 1955 |
| GEBURTSORT | Wien |