Chris Zintzen-Bader

Chris Zintzen-Bader (* 12. Dezember 1966 in Moosburg an der Isar als Christiane Zintzen) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler, Journalist und Herausgeber.

Leben

Zintzen-Bader studierte Germanistik, Romanistik, Kunstgeschichte an den Universitäten Wien, Basel sowie am Whitman College, Wall Walla, Washington. Neben dem Studium absolvierte er mehrere Praktika in Forschung und Edition (Walter Hasenclever-Edition, Institut für Germanistik, RWTH Aachen, Georg-Büchner-Forschungsstelle, Universität Marburg/Lahn). Er wurde 1998 mit der Dissertation Von Pompeji nach Troja. Literatur, Öffentlichkeit und Archäologie im 19. Jahrhundert promoviert. Der Teil über Pompeji ist laut dem niederländischen Archäologen Eric M. Moormann der erste ernsthafte Versuch die Literatur über das Monument zu analysieren. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im FWF-Projekt Literarisches Leben in Österreich 1848-1890 am Institut für Germanistik beschäftigt, später als freier Lehrbeauftragter.

In freier Forschung (als Research Fellow des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften, Stipendiat des Jubiläumsfonds der Stadt Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) beschäftigte sich Zintzen-Bader mit Psychiatriegeschichte, fokussiert auf die Wiener Klinik „Am Steinhof“ (heute SMZ Otto-Wagner-Spital).

Seit Beginn des Studiums arbeitet Zintzen-Bader als freier Journalist für Radio (ORF Radio Wien, Radio Österreich 1), Independent-Medien (Fanzine „Vampyroteutes Infernalis“, Weblogs „inadaequat“, „acheronta movebo“)‚ tba. vienna pop cult chronicles und Zeitungen (Aachener Volkszeitung, Der Standard, NZZ). Von 2001 bis 2014 betreute er als freier Kurator, Regisseur und Moderator die Reihe „Literatur als Radiokunst“ im Rahmen der Ö1-Hörfunksendung Kunstradio – Radiokunst mit 56 Autoren-Auftragsproduktionen. Gemeinsam mit Hartmut Abendschein gibt er das Netzwerk „litblogs.net - Literarische Weblogs in deutscher Sprache“ heraus.

Auszeichnungen

Publikationen (Auswahl)

Siehe Online-Werkverzeichnis

Monografien
Herausgeberschaft

Einzelnachweise

  1. ↑ Eric Moormann: Pompeii’s Ashes. The Reception of the Cities Buried by Vesuvius in Literature, Music, and Drama. De Gruyter, Berlin 2015, ISBN 978-1-61451-885-3, S. 5.
  2. ↑ Klaus Amann et al.: Literarisches Leben in Österreich 1848-1890. Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2000, ISBN 978-3-205-99028-4, Autoren: S. 917.
  3. ↑ acheronta movebo. In: blogspot.co.at. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 8. Dezember 2023.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. ↑ [http:/tba66.blogspot.co.at/ „tba. vienna pop cult chronicles“]
  5. ↑ Perlentaucher Presseschau von 2001-2008
  6. ↑ Literatur als Radiokunst, kunstradio.at
  7. ↑ Literatur + Radio = Kunst. In: Der Standard. 25. März 2009, abgerufen am 8. Februar 2026.
  8. ↑ Literatur als Radiokunst: mehr als ein Hörbuch, Falter, 16. Februar 2011
  9. ↑ Kunstradio - Radiokunst, Ö1, 18. Mai 2014
  10. ↑ https://www.linztermine.at/event/712236
  11. ↑ Dr. Chris Zintzen. In: viennavant.at. Abgerufen am 29. Juli 2022.
Personendaten
NAME Zintzen-Bader, Chris
ALTERNATIVNAMEN Zintzen, Christiane
KURZBESCHREIBUNG deutscher Autor, Journalist, Rezensent und Blogger
GEBURTSDATUM 12. Dezember 1966
GEBURTSORT Moosburg an der Isar, Deutschland