Christine Goetz

Christine Goetz (* 15. Mai 1952 in Frankfurt am Main; † 6. März 2020 in Berlin) war eine deutsche Kunsthistorikerin. Von 1995 bis 2017 war sie Kunstbeauftragte des Erzbistums Berlin.

Leben und Wirken

Christine Goetz wuchs in Bonn und Brüssel auf. Sie studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Kunstgeschichte, Germanistik und Archäologie. 1983 wurde sie in München bei Norbert Huse mit der Dissertation Studien zum Thema „Arbeit“ im Werk von Constantin Meunier und Vincent van Gogh promoviert. Anschließend war sie Mitarbeiterin des Diözesanmuseums Freising.

Ab 1995 war sie als Kunstbeauftragte des Erzbistums Berlin tätig, zunächst mit einem fünfjährigen Werkvertrag zur Inventarisierung kirchlicher Kunst in den Pfarreien des Erzbistums. Darüber hinaus war sie bis 2017 für Fragen der Denkmalpflege zuständig sowie mit von ihr konzipierten Kirchenführungen und Publikationen in der Erwachsenenbildung im Bereich der sakralen Kunst und Architektur tätig. „Meine Aufgabe war, das kulturelle Gedächtnis der Ortskirche zu erstellen“, beschrieb sie ihre Arbeit. Neben der Inventarisierung und der Präsentation kirchlicher Kunst durch Vorträge und Publikationen initiierte sie monatliche Kirchenführungen, die über ihren Tod hinaus fortgeführt werden.

Im Kontakt mit vielen Künstlern motivierte und vermittelte sie zahlreiche Aufträge für die Gestaltung sakraler Kunst und den Ankauf von Werken heutiger Künstler durch das Erzbistum Berlin. Anfang Dezember 2017 wurde sie in den Ruhestand verabschiedet. In der Kommission für sakrale Kunst und kirchliches Bauen des Erzbistums wirkte sie darüber hinaus bis zuletzt mit.

Schriften

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Manfred Kollig: Nachruf Dr. Christine Goetz. Erzbistum Berlin, archiviert vom Original am 29. September 2020; abgerufen am 11. März 2020.
  2. 1 2 Buchvorstellung: StadtLandKirchen. Sakralbauten im Erzbistum Berlin. In: Pressemeldung. Erzbistum Berlin, 29. November 2017, abgerufen am 19. August 2026.
  3. ↑ Christine Goetz hat ihr Buch über Kunst und Kirche im Erzbistum Berlin vorgestellt. Tag des Herrn, 17. Dezember 2015, archiviert vom Original am 22. Dezember 2017; abgerufen am 22. Dezember 2017.
  4. ↑ Judith Luig: Berlins verborgener Schatz. Berliner Morgenpost, 29. Januar 2016, abgerufen am 19. August 2026.