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Christoph Buggert verbrachte seine Kindheit und Jugend in Stargard/Hinterpommern, Halle (Saale) und Bremen. Er studierte in Freiburg/Breisgau und München. 1967 promovierte er bei Walter Müller-Seidel über Erzähltechniken im Roman des 19. Jahrhunderts.
Ab 1972 war er Hörspieldramaturg am Bayerischen Rundfunk (BR), 1976 wechselte er zum Hessischen Rundfunk (HR). Seine Spezialität waren die 16-stündigen, monothematisch orientierten hr2-Radiotage – wie zum Beispiel Der Krieg geht zu Ende von Walter Kempowski und Walter Adler, Space Day zum Start der Internationalen Raumstation ISS oder die nur aus Geräuschen bestehende 16-stündige Dokumentation Ein Tag in Europa von Helmut Kopetzky.
Ab 1959 verfasste er über zwanzig Hörspiele, die von verschiedenen deutschsprachigen Sendern produziert und in neunzehn Sprachen übersetzt wurden. Sein erster Roman Das Pfarrhaus erschien 1988. 1990 nahm Buggert am Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt teil. Bis 2022 folgten acht weitere Romane.
1981 Mein Sommernachtstraum, Regie: Walter Alder (WDR/SFB)
1987 Nullmord. Trilogie des bürgerlichen Wahnsinns 2, Regie: Walter Adler (WDR/BR/SWF)
1989 Blauer Adler - Roter Hahn. Trilogie des bürgerlichen Wahnsinns 3, Regie: Walter Adler (WDR/BR/SWF)
1990 Deutschlandbesuch. Deutsche Trilogie 1, Regie: Norbert Schaeffer (WDR/SWF) ausgezeichnet mit dem Morishige Award der Television and Radio Writers‘ Association of Japan
1997 Kulturprogramm. Deutsche Trilogie 2, Regie: Norbert Schaeffer (WDR/SWF)
1998 Tag der deutschen Einheit. Deutsche Trilogie 3, Regie: Norbert Schaeffer (MDR)
1999 Obsession, Regie: Norbert Schaffer (WDR), ARD-Einreichung zum Prix Europa
2015 Die ganze Wahrheit über meinen Vater. Hörspiel-Komödie, Regie: Stefan Kanis (MDR)
2016 Schachabend. Kriminaloper, Komposition und Regie: Helga Pogatschar (BR)
2018 Ein Nachmittag im Museum der unvergessenen Geräusche. Saarbrücker Trilogie 1, Komposition und Regie: Liquid Penguin Ensemble (SR/MDR), ARD-Einreichung zum Prix Europa und zum Deutschen Hörspielpreis der ARD
2020 Einsteins Zunge – Aus dem Nachlass meines Bruders. Saarbrücker Trilogie 2, Komposition und Regie: Liquid Penguin Ensemble (SR/MDR), ausgezeichnet mit dem Deutschen Hörspielpreis der ARD
2024 Im Busch. Saarbrücker Trilogie 3, Komposition und Regie: Liquid Penguin Ensemble (SR)
Oleanderplatz, Suburbia. Roman. Nachttischbuch-Verlag, Hamburg 2021, ISBN 978-3-937550-28-2.
Die Nacht auf den 32. Juli. Roman. Nachttischbuch-Verlag, Berlin 2022, ISBN 978-3-937550-39-8.
Essays
Geisel Hörspiel? Verteidigung eines Medien-Biotops. In: ARD-Jahrbuch 1985, Hamburg Hans Bredow Institut, S. 99 ff
Verkabelte Literatur? Die Chancen des Hörspiels in der Medienzukunft. In: Irmela Schneider/Christian Thomsen (Hrsg.) Grundzüge der Geschichte des europäischen Hörspiels, Darmstadt 1985, S. 207 ff
Muss das Hörspiel populärer werden? In: Schriften der Dramaturgischen Gesellschaft, Band 20, Berlin 1986, S. 65 ff
Medienkultur – Kultivierung der Medien. In: Sprache im technischen Zeitalter, Hrsg. Walter Höllerer/Norbert Miller, Heft 117, Berlin 1991, S. 76 ff.
Quo vadis, Radio? In: Agenda, Zeitschrift für Medien, Bildung, Kultur, 15. Jahrgang, Redaktion: Adolf Grimme Institut, Bonn 1992, S. 23. ff
Delirium Radio – Anmerkungen eines Medienfossils. In: Augenblick – Marburger Hefte zur Medienwissenschaft, Heft 26, Dezember 1997, S. 30 ff.
Das Gemurmel im Kopf. Ein Zwischenruf zur Entwicklung und zum Stand des Hörspiels. In: Medienkorrespondenz, Juni 2019.
Was das Radio kann. Subjektive Anmerkungen zum 100jährigen Radio-Jubiläum. In: epd-medien Nr. 43, Oktober 2023.
↑Hans Jürgen Krug: Kleine Geschichte des Hörspiels. Halem, Köln 2020, dritte erw. Auflage, passim/S. 208 f.
↑Annette Meyhöfer: Brutstätte der Sünde – Christoph Buggerts erster Roman. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 24. März 1988, S. 28. Bernhard Kessel: Die Apfeldörfer und ihre Liebeseskapaden. In: Welt am Sonntag vom 17. April 1988, S. 50. Martin Gregor-Dellin: Reise durch die Eingeweide. In: Der Tagesspiegel vom 3. Juli 1988, S. XI
↑Seismographie des Hörspiels. 40 Jahre Hörspiel des Monats, 30 Jahre Hörspiel des Jahres. Herausgegeben von Christoph Buggert im Auftrag der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. belleville, München 2017.
↑Schriftsteller und Hörspiel, Reden zum Hörspielpreis der Kriegsblinden, Hrsg. Klaus Schöning, Athenäum Königstein, S. 110 ff - HörWelten, 50 Jahre Hörspielpreis der Kriegsblinden, Hrsg. Hans Ulrich Wagner/Uwe Kammann, Aufbau Verlag Berlin 2002, S. 142 f/189 ff
↑Deutscher Hörspielpreis der ARD für „Einsteins Zunge“ von Christoph Buggert www.ard.de, 07.11.2020
↑Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis zur Gegenwart, Hrsg. Wilfried Barner, C.H.Beck München 2006, zweite erw. Auflage, S. 667
↑Jan Sinning: Geräusch – Geräuscherleben und Erinnerung in Christoph Buggerts Hörspiel ‚Ein Nachmittag im Museum der unvergessenen Geräusche‘. In: Gehörte Geschichten – Phänomene des Auditiven. Hrsg. Nils Lehnert/Ina Schenker/Andreas Wicke, De Gruyter Berlin/Boston 2022, S. 105 ff.
↑Stefan Fischer: „Im Busch“, Süddeutsche Zeitung 10./11.02.2024, S. 38 - Jochen Meißner: Christoph Buggerts Hörspiel ‚Im Busch‘ – Aus dem Lorbeerbusch der Verdrängung, KNA Mediendienst 15.02.2024