Christoph Wagener (* 4. Oktober 1947 in Eckenhagen) ist ein deutscher Laboratoriumsmediziner mit dem Schwerpunkt Onkologie.
Christoph Wagener studierte Medizin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und wurde 1974 mit der Arbeit Die Änderung des klinischen Bildes der Lungentuberkulose bei unbehandelten Erstaufnahmen zwischen 1946 und 1970 promoviert (retrospektive Krankenakten-Analyse). 1980 habilitierte er sich mit dem Thema Lokalisation und Konzentration des carcinoembryonales Antigen (CEA) im Gewebe, Tumorausbreitung und Tumorhistologie (radioimmunologische und immunhistochemische Analyse). 1988 wurde er zum C4-Professor der Universität Hamburg berufen. 2013 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Wagener war von 1989 bis 2013 Direktor des Instituts für Klinische Chemie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Er befasste sich insbesondere mit der klinisch-chemischen und molekularen Tumordiagnostik.
Im Februar 2000 war er als Institutsleiter beteiligt an dem Nachweis, dass das Protein CEACAM1 (Carcinoembryonales Antigen verwandtes Zelladhäsionsmolekül; carcinoembryonic antigen-related cell adhesion molecule 1; CD66a) neue Blutgefäße wachsen lässt. Das Protein CEACAM1 stellt auch einen Schwerpunkt seiner Forschungen dar. Als Vorstandsmitglied des Sonderforschungsbereichs (SFB) 470 („Glycostrukturen in Biosystemen“) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) untersuchte Wagener die Rolle von Kohlenhydratstrukturen auf Zelloberflächen.
Wagener war von 1995 bis 1998 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und von 2001 bis 2003 Dekan der medizinischen Fakultät der Universität Hamburg. Von 2005 bis 2007 war er Ärztlicher Leiter des Zentrums für Klinische Pathologie und von 2007 bis 2009 stellvertretender Ärztlicher Leiter des Diagnostikzentrums. Er war im Beirat der Universitäts-Gesellschaft Hamburg.
| Personendaten | |
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| NAME | Wagener, Christoph |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Krebsforscher |
| GEBURTSDATUM | 4. Oktober 1947 |
| GEBURTSORT | Eckenhagen |