
Christophe Ruer (* 3. Juli 1965 in Nantes; † 27. Juli 2007 in Port-Saint-Père) war ein französischer Moderner Fünfkämpfer, der bei Weltmeisterschaften eine Goldmedaille, zwei Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen gewann. Bei Europameisterschaften erkämpfte er einmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze.
Der 1,73 Meter große Ruer startete für die Union Sportive Métro 76. Er war französischer Meister in den Jahren 1989, 1990, 1992 und 2000.
Seine erste internationale Medaille gewann er bei den Weltmeisterschaften 1986 in Montecatini. In der Mannschaftswertung siegten die Italiener vor den Ungarn. Dahinter erkämpften Christophe Ruer, Didier Boubé und Joël Bouzou die Bronzemedaille. Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul belegte Ruer den fünften Platz in der Einzelwertung, wobei er in der Teildisziplin Schwimmen siegte. Zusammen mit dem achtplatzierten Bouzou und Bruno Génard auf Rang 37 erreichte Ruer den vierten Platz in der Mannschaftswertung, wobei die Franzosen nur acht Punkte hinter den drittplatzierten Briten lagen. Vier Jahre später bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona wurde Sébastien Deleigne 11. und Joël Bouzou 17. in der Einzelwertung, Ruer belegte den 41. Platz unter 66 Startern, nachdem er im Geländelauf Vorletzter geworden war. In der Addition der drei Punktzahlen erreichten die Franzosen damit den siebten Platz in der Mannschaftswertung.
1994 bei den Weltmeisterschaften in Sheffield erkämpfte Ruer die Silbermedaille in der Einzelwertung hinter dem Russen Dmitri Swatkowski. Die Mannschaft mit Ruer, Deleigne und Frédéric Frontier gewann den Titel vor den Briten. Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta gab es erstmals seit 1948 keine Mannschaftswertung. In der an einem einzigen Tag ausgetragenen Einzelwertung belegte Ruer den zwölften Platz. Bei den Weltmeisterschaften in Siena fand bei den Männern im Olympiajahr nur die Staffelentscheidung statt. Hinter den Polen erkämpften Frédéric Clercq, Deleigne und Ruer die Silbermedaille.
1997 bei den Europameisterschaften in Székesfehérvár gewann die französische Staffel mit Olivier Clergeau, Ruer und Deleigne die Silbermedaille hinter den Ungarn. Im Jahr darauf bei den Europameisterschaften in Uppsala gewannen die Franzosen mit Deleigne, Clercq und Ruer die Mannschaftswertung vor den Ungarn. Bei den Weltmeisterschaften 1998 in Mexiko-Stadt erkämpften Deleigne, Clercq und Ruer die Bronzemedaille in der Mannschaft hinter den Mexikanern und den Ungarn. In der Staffel traten Clergeau, Clercq und Deleigne an. Seine letzten internationalen Medaillen gewann Ruer bei den Europameisterschaften 2000 in Székesfehérvár. In der Mannschaftswertung siegten die Russen vor den Deutschen, dahinter erhielten Olivier Ibanès, Christophe Ruer und Raphaël Astier die Bronzemedaille. In der Staffel gewannen die Ungarn vor Clergeau, Ruer und Ibanès.
Ruer starb im Alter von 42 Jahren bei einem Motorradunfall.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ruer, Christophe |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Moderner Fünfkämpfer |
| GEBURTSDATUM | 3. Juli 1965 |
| GEBURTSORT | Nantes |
| STERBEDATUM | 27. Juli 2007 |
| STERBEORT | Port-Saint-Père |