Chroboly

Chroboly
Wappen von Chroboly
Chroboly (Tschechien)
Chroboly (Tschechien)
Basisdaten
Staat: Tschechien Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: Prachatice
Fläche: 3468 ha
Geographische Lage: 48° 57′ N, 14° 4′ OKoordinaten: 48° 57′ 8″ N, 14° 3′ 39″ O
Höhe: 758 m n.m.
Einwohner: 590 (1. Jan. 2023)
Postleitzahl: 383 01 – 384 04
Kfz-Kennzeichen: C
Verkehr
Straße: Prachatice – Brloh
Bahnanschluss: Číčenice–Haidmühle
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 7
Verwaltung
Bürgermeister: Oldřich Valouch (Stand: 2018)
Adresse: Chroboly 91
384 04 Chroboly
Gemeindenummer: 550264
Website: www.chroboly.cz
Lage von Chroboly im Bezirk Prachatice

Chroboly (deutsch Chrobold) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt acht Kilometer südöstlich von Prachatice und gehört zum Okres Prachatice.

Geographie

Lage

Dorfplatz

Chroboly befindet sich südöstlich des Libín (1095 m) im Vorland des Böhmerwaldes. Im Westen erhebt sich der Rohanovský vrch (1010 m). Das Dorf liegt auf einem Pass im Quellgebiet des Živný potok und des Chrobolský potok. Östlich liegt das Tal des Zlatý potok. Am westlichen Ortsrand verläuft die um den Libín führende Trasse der Eisenbahn zwischen Volary und Prachatice, an der Chroboly eine Bahnstation besitzt.

Nachbarorte sind Jelemek und Frantoly im Norden, Klenovice, Mičovice und Jáma im Nordosten, Příslop im Osten, Záhoří und Ktiš im Südosten, Miletínky und Ovesné im Süden, Koryto im Südwesten, Podlesí, Skříněřov und Sviňovice im Westen sowie Lučenice und Leptač im Nordwesten.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Chroboly besteht aus den Ortsteilen Chroboly (Chrobold), Leptač (Rohn), Lučenice (Luzerier), Ovesné (Harberles), Příslop (Proslop), Rohanov (Tonnetschlag) und Záhoří (Zaborsch). Zu Chroboly gehören außerdem die Wohnplätze Doubrava (Doberauer), Jelení Hora (Hirschenberg), Planská (Planskus) und Podlesí (Führnwald) sowie die Wüstung Lažíšťko (Schlag). Grundsiedlungseinheiten sind Chroboly, Lažíšťko, Leptač, Lučenice, Ovesné, Příslop, Rohanov und Záhoří.

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Chroboly, Lažíšťko, Leptač, Ovesné, Příslop, Rohanov u Prachatic und Záhoří u Chrobol.

Nachbargemeinden

Prachatice Nebahovy Mičovice
Zbytiny Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Lhenice
Křišťanov Ktiš

Geschichte

Chroboly wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts durch das Kloster Sancta Corona im Wald Strobole gegründet. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf im Jahre 1317. Nach der Zerstörung des Klosters im Jahre 1420 fiel Chroboly an die Rosenberger und wurde der Herrschaft Krumlov angeschlossen.

Am 31. Mai 1808 zerstörte ein Großbrand 14 Gehöfte. Das Pfarrhaus, die Schule und Kirche konnten noch vor dem Übergriff der Flammen bewahrt werden. 1946 fand eine Vertreibung der deutschböhmischen Bewohner Chrobolys statt.

Kirchliche Verhältnisse

Zur Gemeinde der im 14. Jh. erbauten Kirche Mariä Geburt von Chrobold/Chroboly gehörten bis 1945 u. a. folgende deutsch besiedelte Ortschaften: Luzerier/Lučenice, Haberles/Ovesné, Planskus/Planská, Zaborsch/Záhoří.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Commons: Chroboly – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Bilddokumente Chrobold

Einzelnachweise

  1. ↑ http://www.uir.cz/obec/550264/Chroboly
  2. ↑ Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2023 (PDF; 602 kB)
  3. ↑ http://www.uir.cz/casti-obce-obec/550264/Obec-Chroboly
  4. ↑ http://www.uir.cz/zsj-obec/550264/Obec-Chroboly
  5. ↑ http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/550264/Obec-Chroboly
  6. ↑ Nach Archiv Třebon/Wittingau