| Kristallstruktur | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| _ Cr2+ _ O2− | ||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||
| Name | Chrom(II)-oxid | |||||||||
| Andere Namen |
Chrommonoxid | |||||||||
| Verhältnisformel | CrO | |||||||||
| Kurzbeschreibung |
schwarzer Feststoff | |||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||
| ||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||
| Molare Masse | 68,00 g·mol−1 | |||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||
| ||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||
Chrom(II)-oxid (CrO) ist eine anorganische chemische Verbindung von Chrom und Sauerstoff (genauer ein Oxid von Chrom).
Chrom(II)-oxid-Moleküle wurden im Infrarotspektrum von V1309 Sco nachgewiesen, einer leuchtkräftigen Roten Nova, die wahrscheinlich durch Mergerburst zweier Sterne entstanden ist.
Chrom(II)-oxid konnte lange Zeit nicht als Reinstoff erhalten werden. So entsteht bei der Zersetzung von anderen Chrom(II)-verbindungen wie Chrom(II)-hydroxid oder Chrom(II)-oxalat Chrom(III)-oxid anstatt der zweiwertigen Verbindung. Auch über eine Oxidation von Chromamalgam wurde berichtet, jedoch ist das Produkt quecksilberhaltig und amorph. Bei der Zersetzung von Chromhexacarbonyl bei 250 bis 550 °C im Vakuum entsteht ein stark kohlenstoffhaltiges Produkt und kein Reinstoff.
Als dünne Schicht konnte Chrom(II)-oxid durch Molekularstrahlepitaxie oder Laserstrahlverdampfen auf einer Magnesiumoxid-Oberfläche, die das Chrom(II)-oxid stabilisierte, dargestellt werden.
Chrom(II)-oxid-Einkristalle konnten durch Reaktion von Chrom und nassem Stickstoff auf einer Polycarbosilan-Aluminiumnitrid-Keramik bei 1080 °C synthetisiert werden. Dabei bildete sich durch Oxidation des Chroms mit Wasser zunächst Chrom(III)-oxid, das sich zu gasförmigem Chrom(II)-oxid zersetzte. Dieses kristallisierte an Kristallisationskernen auf der Keramik aus.
Chrom(II)-oxid kristallisiert in einer kubischen Natriumchlorid-Struktur mit dem Gitterparameter a = 8,36 Å. Im Dünnschicht-Chrom(II)-oxid ist ein Drittel der Gitterpätze unbesetzt, die Verhältnisformel entspricht Cr0,67O. Durch die Leerstellen ändert sich die Kristallstruktur zu einer orthorhombischen Struktur mit den Gitterparametern a = 8,94 Å, b = 2,98 Å und c = 3,892 Å.
Dünnschicht-Chrom(II)-oxid besitzt eine sehr hohe Eindringhärte von 44 GPa, was es zu einem der härtesten bekannten Dünnschicht-Oxide macht.