Chromrot

Strukturformel
BleikationChromatanion.svgPunktXKlammer aufBleikationSauerstoffanionKlammerZu
Allgemeines
Name Chromrot
Andere Namen
Summenformel PbCrO4 · x PbO bzw. PbCrO4·Pb(OH)x
Kurzbeschreibung

roter, amorpher oder kristalliner Feststoff

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 18454-12-1
EG-Nummer 242-339-9
ECHA-InfoCard 100.038.476
Wikidata Q131920104
Eigenschaften
Molare Masse 546,4 g/mol (x = 1)
Aggregatzustand

fest

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP), ggf. erweitert
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-SĂ€tze H: 350​‐​360Df​‐​373​‐​410
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Chromrot, PbCrO4â€ŻÂ·â€Żđ‘„â€ŻPbO, ist ein basisches Bleisalz der ChromsĂ€ure bzw. dessen Hydrate (PbCrO4 · Pb(OH)đ‘„). Dieses hat eine leuchtend rote Farbe und wird auch TĂŒrkischrot, Wiener Rot, Chromzinnober und als Mineral Phönikochroit genannt, ist aber gesundheitsschĂ€dlich. Ein Ă€hnlich aufgebautes Pigment ist Chromorange.

In seinen Eigenschaften Àhnelt es stark dem Blei(II)-chromat PbCrO4 (Chromgelb).

Herstellung

Verwendet man zur FĂ€llung einer Bleisalzlösung (Blei(II)-acetat) – wie zur Herstellung von Chromgelb – nicht saure, sondern neutrale oder schwach alkalische Chromatlösungen, oder behandelt Bleichromat direkt mit einer alkalischen Lösung (z. B. Natronlauge), so entsteht ein rotes basisches Bleichromat mit der Zusammensetzung PbCrO4â€ŻÂ·â€Żđ‘„â€ŻPbO (bzw. seine Hydrate PbCrO4 · Pb(OH)đ‘„).

Orangefarbige Sorten, Chromorange genannt, enthalten Bleihydroxide Pb(OH)2, und werden bei der Herstellung speziell beschichtet, sodass sie weitgehend stabil werden.

Chromorange

Verwendung

Chromrot wurde seit Anfang des 19. Jahrhunderts in der Ölmalerei verwendet. Wie das verwandte Chromgelb ist es gesundheitsschĂ€dlich und darf heute nicht mehr verwendet werden.

Die stabileren Chromorangetöne werden vereinzelt noch verwendet.

Im Gegensatz zum Chromgelb sind Chromrot sowie die meisten Chromorangetöne kalkecht.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Dr. A. Eibner: Malmaterialienkunde als Grundlage der Maltechnik. FĂŒr Kunststudierende, KĂŒnstler, Maler, Lackierer, Fabrikanten und HĂ€ndler, 1909, Verlag Julius Springer, Berlin
  2. ↑ Richard J. Lewis Sr.: Hazardous chemicals desk reference. 6. Auflage. John Wiley & Sons, Hoboken, New Jersey, USA 2008, ISBN 978-0-470-18024-2, S. 825 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. ↑ Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fĂ€llt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter die GruppeneintrĂ€ge zu Chromium (VI) compounds, with the exception of barium chromate and of compounds specified elsewhere in this Annex und lead compounds with the exception of those specified elsewhere in this Annex in der Datenbank ECHA CHEM der EuropĂ€ischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 18. MĂ€rz 2017. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. ↑ Eintrag zu Bleichromatoxid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 23. Juli 2016. (JavaScript erforderlich)
  5. ↑ Karteikarte Chrompigmente im Materialarchiv.ch
  6. ↑ Beschreibung von Chromgelb (Memento vom 8. MĂ€rz 2017 im Internet Archive) bei Kremer Pigmente