
Clara Asch (geboren 14. März 1881 in Kletzko im Deutschen Reich; gestorben 1942 im KZ Auschwitz) war eine Kauffrau in Stadthagen und ein Opfer des Nationalsozialismus.
Clara Asch war jüdischer Herkunft und betrieb seit 1914 in Stadthagen ein Geschäft für Kurzwaren und Schuhe, das ihr Vater gegründet hatte. Im Laden half ihre 10 Jahre jüngere, gehörlose Schwester Pauline als Schneiderin. Die Schwestern wohnten zuletzt über dem Laden in der Niedernstraße 31. Im Jahr 1933 lebten in Stadthagen 59 Juden und Jüdinnen. 1934 beschmierten SS- und SA-Männer aus Stadthagen die Schaufenster des Ladens mit Lackfarbe. Sie brachten die Parolen „Kauft nicht bei Juden“ und „Christschmuck den Christen“ auf. 1935 wurden die Schaufenster des Ladens zerschlagen. Im März 1938 löste sie durch Ausverkauf ihr Geschäft auf.
Auf Anweisung der Gestapo Bielefeld wurde Clara Asch im Zuge der Reichspogromnacht mit sieben weiteren jüdischen Mitbürgern am 10. November 1938 verhaftet. Von der Verhaftungsaktion gibt es vier Fotos, die selten sind, da das Fotografieren verboten war. Ein Foto zeigt sie, wie sie auf dem Weg zum Polizeigebäude mit zwei Koffern durch eine kleine Gasse schreitet. Dies ist die Rathauspassage in dem Bereich, wo Clara Asch neben dem Alten Rathaus auf den Marktplatz tritt. Die männlichen Verhafteten wurden in das KZ Buchenwald verschleppt. Da Frauen nicht verhaftet werden sollten, wurde Clara Asch am nächsten Tag aus dem Gefängnis entlassen. 1942 wurde Clara Asch mit ihrer Schwester Pauline über Bielefeld in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet.
| Foto von Clara Asch mit zwei Koffern, die aus einer Gasse auf den Marktplatz heraustritt |
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| 1938 |

2012 wurden vor dem früheren Laden von Clara Asch Stolpersteine für sie und ihre Schwester Pauline verlegt. (Siehe Liste der Stolpersteine in Stadthagen)
2026 wurde an der Ostseite der Synagoge Stadthagen ein Denkmal für Clara Asch eingeweiht. Es ist eine lebensgroße Skulptur, die sie mit zwei Koffern in den Händen darstellt. Als Vorlage diente dem Künstler Frieder Korff das Foto ihrer Verhaftung 1938, das zu einem Symbol für die Verfolgung der Stadthagener Juden wurde. Das Denkmal erinnert an das Schicksal der Juden mit Entrechtung, Vertreibung und Deportation in Vernichtungslager.
2026 beschloss der Stadtrat Stadthagen, am Alten Rathaus einen Gedenkort zu schaffen. Er soll an das Leid der jüdischen Bevölkerung in Stadthagen erinnern und den Namen „Clara-Asch-Platz“ tragen. Mit der Platzbenennung will die Stadt ein sichtbares Zeichen setzen, da das Schicksal von Clara Asch stellvertretend für viele jüdische Opfer in der Region steht. Die genaue Ausgestaltung des Platzes war bei dem Beschluss des Stadtrats noch nicht bekannt.
| Personendaten | |
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| NAME | Asch, Clara |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsches Opfer des Nationalsozialismus |
| GEBURTSDATUM | 14. März 1881 |
| GEBURTSORT | Kletzko |
| STERBEDATUM | 1942 |
| STERBEORT | KZ Auschwitz |