| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 52° 19′ N, 9° 12′ O | |
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Schaumburg | |
| Höhe: | 72 m ü. NHN | |
| Fläche: | 60,27 km² | |
| Einwohner: | 22.556 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 374 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 31655 | |
| Vorwahl: | 05721 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SHG, RI | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 57 035 | |
| LOCODE: | DE STH | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathauspassage 1 31655 Stadthagen | |
| Website: | www.stadthagen.de | |
| Bürgermeister: | Lennart Conrad (SPD) | |
| Lage der Stadt Stadthagen im Landkreis Schaumburg | ||
Stadthagen ist die Kreisstadt des Landkreises Schaumburg in Niedersachsen und liegt zwischen Minden und Hannover. In ihrer Geschichte war sie Residenz- und kurze Zeit Universitätsstadt. Die Mittelstadt mit mehr als 23.000 Einwohnern ist das Zentrum eines dicht besiedelten ländlichen Verdichtungsraums von ca. 70.000 Einwohnern.
Die Stadt liegt etwa 20 km östlich von Minden und 37 km westlich von Hannover im Zentrum des Landkreises Schaumburg. Im Süden erhebt sich der Bückeberg, ein Ausläufer des Weserberglandes, im Nordwesten liegt der Schaumburger Wald.
Nachbarkommunen sind im Uhrzeigersinn die Gemeinden Lauenhagen, Lüdersfeld, Heuerßen, Beckedorf, Apelern und Auetal, die Stadt Obernkirchen sowie die Gemeinden Nienstädt, Helpsen, Hespe, Meerbeck, Nordsehl und Niedernwöhren.
Stadthagen gliedert sich in die Ortsteile:


Da, wo sich heute Stadthagen befindet, war im 11. Jahrhundert noch Wald, der Dülwald. Das damals schon von Minden aus gerodete und beackerte Altsiedelgelände des Bukkigaus war westlich vom heutigen Stadthagen durch die Meerbecker Schwelle, gleichzeitig eine Wasserscheide, entlang einer Linie Wiedensahl-Sülbeck begrenzt. Ab dem 12. Jahrhundert betrieb ein in Sülbeck ansässiger Adliger mit Namen Mirabilis Rodungen in Richtung Osten, die ab Anfang des 13. Jahrhunderts, nach der Ankunft der Schaumburger Grafen in Obernkirchen, fortgesetzt wurde.
Graf Adolf III. von Holstein-Schaumburg gründete um 1225 eine Siedlung, die 1230 mit dem Namen Updago comitis, „Hagen des Grafen“, 1272 mit dem Namen indago comitis Adolphi attestiert ist, womit die zentrale Bedeutung gegenüber den umliegenden Hagendörfern (Hagenburg, Au-, Lauen-, Poll-, Probst-, Sachsenhagen) hervorgehoben werden soll. Auf seine kommende Bedeutung weist der Name civitas et castrum (Stadt und Burg) hin, der 1244 urkundlich belegt ist. 1287 änderte die Stadt ihren Namen in Grevenalveshagen (Graf Adolfs Hagen). 1378 setzte sich der Name Stadthagen endgültig durch, als Zeichen für das dem Ort 1344 verliehene Stadtrecht. Um 1400 wurden die steinernen Befestigungsanlagen, von denen noch der Turm am Viehmarkt, ein kleinerer Turm am Schloss und etwas Stadtmauer übrig sind, errichtet. Im Jahre 1501 begann in Stadthagen der Steinkohleabbau, der bis 1961 betrieben wurde. 1559 führte der in Stadthagen residierende Graf Otto IV. zusammen mit seiner zweiten Frau Elisabeth Ursula von Braunschweig-Lüneburg, einer Tochter Ernsts des Bekenners, das lutherische Bekenntnis ein und berief Jakob Dammann nach Stadthagen. Sein Vorgänger Graf Adolf XI. ließ 1534 bis 1538 durch den Tübinger Schlossbaumeister Jörg Unkair an der Stelle einer älteren Wasserburg das heutige Schloss errichten. Eine Gerichtslinde ist seit dem 14. oder 15. Jahrhundert nachweisbar. Dort tagte auf einem inzwischen verschwundenen Anger das gräfliche Landgericht, bis es im 16. Jahrhundert in eine Gerichtsstube verlegt wurde. Die Amtspforte wurde 1553 am damaligen Oberntor gebaut, von dort aus wurde das gesamte Gebiet der Hagendörfer verwaltet.
1607 verlegte Graf Ernst zu Schaumburg die Residenz von Stadthagen nach Bückeburg. Bereits im 14. Jahrhundert besaß Stadthagen eine Lateinschule, aber 1610 erhielt Stadthagen ein Gymnasium illustre, welches 1619 von Fürst Ernst zur Universität erhoben, jedoch schon 1621 nach Rinteln verlegt wurde. Das heutige Ratsgymnasium steht in der Tradition des damaligen Gymnasium illustre und ist damit eine der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum. Trotzdem wurde in Stadthagen ab 1620 noch das prächtige Mausoleum errichtet, an dessen Planung und Gestaltung der Bildhauer und kursächsische Hofbaumeister Giovanni Maria Nosseni (* Lugano 1544 - † Dresden 1620, seit 1607 mit der Planung beauftragt, aber bei Baubeginn verstorben), sowie der niederländische Bildhauer und Bronzegießer Adrian de Vries (* um 1545 oder 1556 in Den Haag - † vor 15. Dezember 1626 in Prag) beteiligt waren. Baumeister war Anton Boten.
Die Obern- und Niedernstraße erhielten 1825 die erste Kanalisation. 1847 begann der Bau der Bahnlinie Minden Hannover, zur gleichen Zeit entstand das heutige Bahnhofsgebäude. Im Jahre 1864 wurde die erste Straßenbeleuchtung, es waren Richtlaternen, installiert, der 1899 eine Gasbeleuchtung und 1955 eine elektrische folgte. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, die Wallanlagen in eine baumbestandene Parkanlage zu verwandeln. 1855 bis 1923 bestand die Glasfabrik Wendthöhe. Im Jahre 1917 kam die Firma P. A. Rentrop (heute Faurecia) nach Stadthagen. Der Freistaat Schaumburg-Lippe wurde nach dem Ende der Monarchie 1918 begründet.
In vielen deutschen Städten wurden am 9. November 1938 die Synagogen der jüdischen Gemeinden von Nationalsozialisten in Brand gesteckt, in Stadthagen geschah dies in der Nacht vom 11. auf den 12. November 1938. Der damalige Bürgermeister Fritz Hamelberg behauptete nach dem Zweiten Weltkrieg, er habe einen Angriff auf die Stadthagener Synagoge am 9. November 1938 nicht gewünscht. Daher sei die Synagoge erst zwei Tage später, als er verreist gewesen sei, angezündet worden. Ob für diese Tatsache tatsächlich eine Weigerung Hamelbergs oder aber andere Gründe ausschlaggebend gewesen sind, ist ungeklärt. Der Reichspogromnacht ging die Verdrängung der jüdischen Mitbürger aus dem öffentlichen und gesellschaftlichen Leben voraus. So wurde das jüdische Kaufhaus Elias Lion nach zahlreichen Boykottaktionen 1938 arisiert und vom Kaufmann Thomas übernommen.
Während des Zweiten Weltkrieges blieb die Stadt von gezielten Bombenangriffen verschont. Lediglich dreimal wurde die Stadt in jener Zeit von Fliegerbomben getroffen. Das Schloss, die Eisenbahnlinie Hannover – Minden, sowie der Bereich der heutigen Windmühlenstraße waren die Orte, an denen die Bomben fielen. Wie überall im Reichsgebiet gab es auch in Stadthagen und Umgebung Zwangsarbeiter, die aus den von Deutschland besetzten Ländern deportiert worden waren. Im November 1942 waren 102 Frauen und 142 Männer aus Polen und der Sowjetunion in neun Lagern untergebracht. Diese befanden sich teils auf dem Gelände von sieben Firmen (Fabriken, Bahnmeisterei), auf Grundstücken, die sich mehrere Firmen teilten, sowie auf zwei anderen Grundstücken an der Schul- und der Niedernstraße. Ende September 1944, gab es im Arbeitsamtsbezirk Stadthagen 5.237 Zwangsarbeiter, etwa zu gleichen Teilen Frauen und Männer, davon 2.551 sogenannte Ostarbeiter. Am 9. April 1945 wurde Stadthagen ohne Gegenwehr durch amerikanische Truppen eingenommen, wodurch der Stadt Kriegsschäden erspart blieben.
Im Jahre 1948 wurde Stadthagen Kreisstadt des neu gegründeten Landkreises Schaumburg-Lippe und 1977 des neuen Landkreises Schaumburg. Durch die Gemeindereform mit der Eingliederung der Umlandgemeinden 1974 erhöhte sich die Einwohnerzahl Stadthagens auf ca. 23.000. 1982 erfolgte der Neubau der Stadtverwaltung am Standort der alten städtischen Brauerei. In den Jahren 1980 bis 1990 wurden Teile der innerstädtischen Straßen und der Marktplatz zur Fußgängerzone umgebaut.

1501 begann in Stadthagen der Steinkohleabbau. Mit dem Bau und der Abteufung des Georgschachts bei Stadthagen, der 1902 von Fürst Georg zu Schaumburg-Lippe eingeweiht wurde, begann die Blütezeit des dortigen Bergbaus. Die mit damals modernster Technik betriebene Anlage umfasste den Förderturm, das Maschinenhaus mit Dampffördermaschine, die Kohlewäsche, das Elektrizitätswerk, das Zechenhaus mit Büros und Waschkaue, ferner den Wasserturm und verschiedene Werkstätten. 1925 wurde mit der Teufung eines zweiten Schachtes eine Tiefe von 353 m unter Tage erreicht. Etwa 2600 Kumpel fanden auf dem Georgschacht Arbeit, außerdem 64 Beamte und Angestellte.
Hoffnungen auf eine Ausdehnung des Abbaureviers auf Beckedorf, Auhagen, Düdinghausen und Blyinghausen in den 1950er Jahren erfüllten sich nicht, und so beschloss 1960 die Preussag die Stilllegung der Schachtanlagen, weil der Abbau nicht mehr wirtschaftlich war. Seitdem ist der Georgschacht eine Industrieruine. Der Kohlebunker der ehemaligen Kokerei wurde 2007 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Am 1. März 1974 wurden mit der Gebietsreform in Niedersachsen die Gemeinden Enzen, Habichhorst-Blyinghausen, Hobbensen, Hörkamp-Langenbruch, Krebshagen, Obernwöhren, Probsthagen, Reinsen und Wendthagen-Ehlen sowie Gebietsteile der Gemeinden Nordsehl (Brandenburg) und Nienstädt (Bruchhof) eingegliedert.
| Ortsteil | Einwohner (Stand 31. Mai 2025) |
|---|---|
| Stadthagen (Kernstadt) | 18.272 |
| Brandenburg | 588 |
| Bruchhof | 108 |
| Enzen | 977 |
| Habichhorst | 155 |
| Hobbensen | 96 |
| Hörkamp-Langenbruch | 466 |
| Krebshagen | 397 |
| Obernwöhren | 512 |
| Probsthagen | 368 |
| Reinsen I | 120 |
| Reinsen II | 408 |
| Wendthagen | 1.271 |
| insgesamt | 23.738 |
Der Demographiebericht der Bertelsmann Stiftung zählt die Kreisstadt zum „Demographietyp 8“ (stark alternde Kommunen). Ebenso wird Stadthagen ein Bevölkerungsrückgang von 8,1 % zwischen den Jahren 2012 und 2030 prognostiziert. Bis dato konnte sich die Entwicklung nicht bestätigen, da die Bevölkerung seit einigen Jahren wieder kontinuierlich ansteigt. Dieses Wachstum konnte allerdings nur durch vermehrte Zuzüge, insbesondere von Ausländern erzielt werden, da die Sterbefälle je 1000 Einwohner mit 14,5 weit über de Geburtenrate von 8,1 Kindern je 1000 Einwohner liegt.
Das Durchschnittsalter der Stadthäger Bevölkerung lag im Jahr 2016 bei 49,5 Jahren und damit deutlich über dem bundesweiten Mittel von 43,9 Jahren. Der Jugendquotient (unter 20-Jährige je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter) betrug 31,4 %, der Altenquotient (über 65-Jährige je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter) hingegen 63 %.
Im Jahr 2019 hatten insgesamt 3894 der damals 22.262 Stadthäger Bürger einen ausländischen Pass oder die doppelte Staatsangehörigkeit. Das entsprach einem Anteil von 17,5 %. In der Kernstadt, besonders im westlichen Stadtgebiet ist der Ausländeranteil wesentlich höher als in den Ortsteilen. Rund 28 % aller ausländischen Bürger Stadthagens leben hier. Insgesamt belief sich der Ausländeranteil in diesem Quartier im Jahr 2017 auf 48,3 %.

| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1961 | 20.097 |
| 1970 | 22.228 |
| 1987 | 22.109 |
| 1990 | 22.778 |
| 1995 | 23.556 |
| 2000 | 23.802 |
| 2005 | 23.181 |
| 2010 | 22.272 |
| 2013 | 21.594 |
| 2014 | 21.694 |
| 2015 | 21.814 |
| 2016 | 22.148 |
| 2017 | 22.158 |
| 2018 | 22.247 |
| 2019 | 22.262 |
| 2020 | 22.347 |
| 2021 | 22.210 |
| 2022 | 22.643 |
| 2023 | 23.620 |
| 2024 | 22.638 |
Evangelisch-lutherische Kirchengemeinden sind die St. Martinigemeinde Stadthagen, die Kirchengemeinde Wendthagen und die Kirchengemeinde Probsthagen.
Außerdem besteht die Kreuzgemeinde Stadthagen, die der Selbständigen Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) zugehörig ist, sowie die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde in der Klosterkirche.
Zu den Freikirchen in Stadthagen zählen die Bethel-Kapellengemeinde (Baptisten), die Ev. Freikirche Ecclesia und die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.
Die katholische Gemeinde findet sich in der St.-Joseph-Kirche.
Weitere christliche Gemeinden sind die Neuapostolische Kirche und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Neben christlichen Gotteshäusern befinden sich außerdem insgesamt drei Moscheen in Stadthagen.
Das Gemeindehaus (der Königreichssaal) der Zeugen Jehovas oder Jehovas Zeugen wurde in Stadthagen geschlossen und als modernes Gebäude nach Obernkirchen in den Ziegeleiweg verlegt.
Im Jahr 2011 gehörten 50,7 % der Stadthäger Bürger der Evangelischen Kirche und 9,6 % der Katholischen Kirche an. Die übrigen 39,7 % waren konfessionslos oder hatten einen anderen Glauben.
Der Rat der Stadt Stadthagen setzt sich aus 34 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 20.001 und 25.000 Einwohnern. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Zusätzliches Mitglied ist der direkt gewählte hauptamtliche Bürgermeister.
Nachfolgende Tabelle zeigt die Sitzverteilung im Rat nach der Kommunalwahl 2021; zum Vergleich sind auch die Zahlen für die Wahlen 2011 und 2016 genannt.
| Wahljahr | SPD | CDU | Grüne | FDP | Linke | AfD | WIR1 | BfS2 | Gesamt | Wahlbeteiligung |
| 2021 | 14 | 10 | 5 | 3 | 1 | 1 | – | – | 34 Sitze | 50,07 % |
| 2016 | 13 | 11 | 3 | 2 | 1 | – | 4 | – | 34 Sitze | 50,70 % |
| 2011 | 15 | 11 | 2 | 2 | 1 | – | 2 | – | 34 Sitze | 44,10 % |
1 Wählerinitiativen in der Region Schaumburg; 2 Bürger für Stadthagen
Folgende Gruppen wurden gebildet:

Bürgermeister ist der Lennart Conrad (SPD). Bei der Stichwahl zur Wahl des Bürgermeisters 2021 am 27. September 2021 erhielt er 61,76 % der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 43,66 %.

Das Wappen der Stadt Stadthagen besteht aus einem silbernen Schild, in welchem ein rotes Mauertor mit drei Türmen steht. In dem offenen Tor schwebt ein roter Schild mit silbernesselblattartigem Schildbeschlag. Über dem Stadtwappen ist eine dreitürmige graue (steinfarbene) Mauerkrone. Das im Mauertor befindliche kleine geschlossene Tor ist hellbraun, die drei Turmknäufe bis zum Dach sind vergoldet, während alle Fenster schwarz gehalten sind. Sämtliches Mauerwerk und die Turmdächer sind schwarz ausgefugt.
Das älteste Stadtsiegel, aus dem das Stadtwappen hervorgeht, stammt aus dem Jahre 1324. Das Nesselblatt ist das Wappenemblem der Schaumburger Grafen. Es hat seinen Ursprung von der Schaumburg auf dem Nesselberg im Wesertal, dem Stammsitz des Adelsgeschlechts.
Partnerstädte sind

Stadthagen beheimatet regional bekannte Bands und Orchester, darunter etwa das Schulorchester des Ratsgymnasiums Stadthagen („Ratsband“) oder das Symphonische Blasorchester Schaumburg (SBO) sowie kirchliche Posaunenchöre. Die St.-Martini-Kirche unterhält eine Brassband nach englischem Vorbild, die „St. Martini-Brass Band Stadthagen“. Bekannt ist auch der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr.
Neben den Orchestern gibt es in Stadthagen auch zahlreiche Chöre. Dazu zählen die „Chorgemeinschaft Stadthagen“, der Chor „Kreuz & Quer“ sowie der Männerchor Enzen-Hobbensen.
In Stadthagen gibt es mehrere Objekte der hannoverschen Künstlergemeinschaft Schwerdtfeger und Heisig aus den 1980er und 1990er Jahren: die Skulpturengruppe Küppers Minna in der Obernstraße/Niedernstraße, den Figurenbrunnen auf dem Marktplatz, das Relief des Stadtgrundrisses und das Spielobjekt in der Rathauspassage sowie die Torobjekte in der Krummen Straße (Ecke Lauenhäger Straße).
Des Weiteren gibt es die Skulptur Durchbruch der Gene von Wolf E. Schultz am westlichen Stadtwall und das Objekt Zeitstrahl am Kreisverkehr Oberntorstraße / Habichhorster Straße.
Werktäglich erscheinen die Schaumburger Nachrichten, die in Stadthagen mit Redaktion und Verlag vertreten sind.
Über die Bundesstraße 65 werden Minden und Hannover erreicht. Die Bundesautobahn 2 ist in Richtung Hannover über die Anschlussstelle Bad Nenndorf erreichbar (bei Stau auf der B 65 ersatzweise über die Anschlussstelle Lauenau) und in Richtung Dortmund über die Anschlussstelle Bad Eilsen (jeweils 15 km von Stadthagen).

Stadthagen liegt an der Bahnstrecke Hannover–Minden, einer der wichtigsten deutschen Bahnverbindungen. Der Schienenpersonennahverkehr wird mit Regional-Express-Zügen der Westfalenbahn realisiert, die im Stundentakt zwischen Braunschweig, Hannover und Löhne verkehren und ab Löhne abwechselnd nach Bielefeld oder über Osnabrück nach Rheine weiterfahren. Im Stundentakt verkehrt außerdem die Linie S 1 der S-Bahn Hannover zwischen Minden und Hannover Hbf. Fernverkehrszüge passieren Stadthagen ohne Halt.
Das Empfangsgebäude des Bahnhofs stammt von Julius Eugen Ruhl und wurde im Jahr 1847 erbaut. Es blieb bis 1930 unverändert erhalten. Anschließend erfolgten kleinere bauliche Eingriffe.
Bis 1981 gab es Güterverkehr auf der Bahnstrecke Stadthagen–Stolzenau, Personenzüge fuhren hier letztmals etwa 20 Jahre zuvor.
Der Bahnhof Stadthagen West liegt an der Bahnstrecke Rinteln–Stadthagen, die von 1898 bis 1965 regelmäßigen Personenverkehr hatte und heute museal von der Dampfeisenbahn Weserbergland betrieben wird.
Vom 4. September 1897 bis zum 20. Juni 1930 fuhr die Straßenbahn Stadthagen als Pferdebahn zwischen Bahnhof und Stadt. Sie war damit die letzte in Deutschland regulär betriebene Pferdebahn. Ersetzt wurde sie durch Busse. Den Stadt- und Regionalverkehr mit Bussen führt die Schaumburger Verkehrsgesellschaft mbH durch.