Seggebruch

Wappen Deutschlandkarte
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Seggebruch
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Seggebruch hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 52° 18′ N, 9° 6′ OKoordinaten: 52° 18′ N, 9° 6′ O
Bundesland:Niedersachsen
Landkreis: Schaumburg
Samtgemeinde: Nienstädt
Höhe: 59 m ü. NHN
Fläche: 7,49 km²
Einwohner: 1674 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 223 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31691
Vorwahlen: 05724 05722
Kfz-Kennzeichen: SHG, RI
Gemeindeschlüssel: 03 2 57 034
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstr. 7
31691 Helpsen
Website: www.gemeinde-seggebruch.de
Bürgermeister: Jörn Wittkugel (SPD)
Lage der Gemeinde Seggebruch im Landkreis Schaumburg
KarteNordrhein-WestfalenLandkreis Hameln-PyrmontLandkreis Nienburg/WeserRegion HannoverAhnsenApelernAuetalAuhagenBad EilsenBad NenndorfBeckedorfBückeburgBuchholz (bei Stadthagen)HagenburgHasteHeeßenHelpsenHespeHeuerßenHohnhorstHülsedeLauenauLauenhagenLindhorstLüdersfeldLuhdenMeerbeckMessenkampNiedernwöhrenNienstädtNordsehlObernkirchenPohlePollhagenRintelnRodenbergSachsenhagenSeggebruchStadthagenSuthfeldWiedensahlWölpinghausen
Karte
Kirche in Seggebruch
Seggebruch von oben

Seggebruch ist eine Gemeinde im Landkreis Schaumburg und Teil der Samtgemeinde Nienstädt.

Geografie

Die Gemeinde liegt zwischen Minden und Stadthagen an der Bahnstrecke Hannover–Minden. Südlich schließt sich der Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln an.

Nachbarorte sind im Uhrzeigersinn Hespe, Helpsen, Obernkirchen und Bückeburg.

Die Ortsteile der Kommune sind Alt- und Neu-Seggebruch, Tallensen, Echtorf, Schierneichen, Deinsen und die Siedlung Baum. Außerdem gehört noch der Wohnplatz Brummershop zur Gemeinde.

Geschichte

Um 1300 besaß die Mindener Kirche in Secbroke ein Haus, das sie einem Reinbert Steen zum Lehen gab. Im Mittelalter unterhielt die Grund- und Zinsherrschaft die Grafen von Holstein-Schaumburg. 1766 wurde die Schreibweise des Ortsnamens in Seggebroock angeglichen, was sich der heutigen Form näherte. Im Jahr 1871 gehörte Seggebruch zur Landgemeinde Deinsen. Bei der Gründung der Kreise im Jahr 1899 wurde der Kreis Bückeburg zuständig. Von April 1948 bis Juli 1977 gehörte die Gemeinde dem Landkreis Schaumburg-Lippe an. Am 1. März 1974 wurde Seggebruch Teil der Samtgemeinde Nienstädt.

Echtorf wurde nach dem Westfälischen Urkundenbuch erstmals im Jahr 1188 als Ectorpe erwähnt. Die Hofbesitzer von Schierneichen wurden 1565 noch unter Deinsen aufgeführt, erstmals jedoch 1597 als Bewohner von Schiren Eichen genannt. Tallensen erschien erstmals 1286 in einer Urkunde, als der Edle Bernhard von Lo dem Stift Obernkirchen einen Hof übertrug. Deinsen wurde um 1300 als Deyghenhusen genannt, und der Ort gehörte dem Bischof von Minden. Der Bischof hatte das Gebiet dem Reinbert Steen zum Lehen gegeben.

Die Siedlung Baum wurde 1304 als des Hoves thon Walbomen, dhe leget an dem dorphe tho Hydessen bezeichnet. Der Edelvogt Gerhard von dem Berge überließ sein Eigentum dem Grafen Gerhard von Hoya. Noch im Jahr 1964 war die Siedlung ein Wohnplatz im gemeindefreien Gebiet Baum. Brummershop wurde 1566 als Hof zum Sael von Claus von Münchhausen gegründet.

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Schierneichen-Deinsen und Tallensen-Echtorf eingegliedert.

Religion

Politik

Bürgermeister/Verwaltung

Ehrenamtlicher Gemeindebürgermeister ist Jörn Wittkugel (SPD). Bestellter Gemeindedirektor ist Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz. Das Gemeindebüro befindet sich in der Cronsbruchstraße 20.

Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde besteht aus 11 Ratsfrauen und Ratsherren. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Bei der letzten Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • CDU – 2 Sitze
  • SPD – 6 Sitze
  • WGSN – 1 Sitz
  • Grüne – 2 Sitze
Gemeinderatswahl 2021
Wahlbeteiligung: 63,9 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,0 %
21,2 %
12,9 %
11,5 %
3,4 %
WGSN d
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d 
Wgem. Samtgemeinde Nienstädt f. Seggebruch

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Kirche in Seggebruch wurde am 27. August 1913 geweiht. Die Grundsteinlegung erfolgte am 27. März 1912. Die Jahreszahl 1913 ist oberhalb der Portaltür zu sehen. Das Gotteshaus ist im Stil der Neuromanik und des Jugendstils aus Obernkirchner Sandstein erbaut. Der entwerfende Architekt war der Hannoveraner August Kelpe. Die hohe rote Kirchturmspitze hat eine Höhe von 49,5 Meter. und gilt damit als Landmarke und ist ein Wahrzeichen Schaumburg-Lippes, das weit sichtbar ist. Im Inneren auffällig sind die sowohl im Lang- als auch im Querhaus überbauten Emporen. Die Buntverglasung geht auf die Firmen F. Wenzel und H. Mühlenbein, beide Glasereien stammen aus Hannover, zurück. Erwähnenswert sind des Weiteren der mächtige Altar mit der Kreuzigungsgruppe, die Kanzel und die Vierling-Orgel, die, wie die Empore auch, allesamt auch Naturholz bestehen. Drei große Radleuchter aus Altmessing hängen im Mittelschiff. Diese wurden eigens für diese Kirche hergestellt.

Kirche zu Seggebruch im Frühling

Wirtschaft und Infrastruktur

Öffentliche Einrichtungen

Für Sicherheit und Ordnung ist das Polizeikommissariat in Bückeburg zuständig. Der Brandschutz und die allgemeine Hilfe werden durch die Freiwilligen Feuerwehren in Seggebruch sowie den Feuerwehren in Schierneichen-Deinsen-Baum und Tallensen-Echtorf sichergestellt.

Bildung

Im Bereich der Bildung gibt es in Seggebruch eine integrative Kindertagesstätte, einen Kinderhort und eine Kinderkrippe im vorschulischen Bereich. Zudem unterhält die Grundschule Nienstädt in Seggebruch eine Außenstelle. Weiterführende Schulen befinden sich in Helpsen, Stadthagen und Bückeburg.

Verkehr

Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Bad Eilsen an der Bundesautobahn 2 Hannover-Dortmund, etwa 11 km entfernt. Südlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 65, die von Minden nach Hannover verläuft. Der nächste Bahnhof befindet sich in Kirchhorsten (Gemeinde Helpsen). Hier besteht eine stündliche Anbindung in Richtung Minden und Hannover mit der S-Bahn. Der ÖPNV wird von der Firma Rottmann und Spannuth bedient.

Commons: Seggebruch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Tabelle EVAS 12411, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2022, Stand 31. Dezember 2025 (Hilfe dazu).
  2. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 201.
  3. ↑ Ratsinfomanagement Samtgemeinde Nienstädt: Seggebruch: Personen
  4. ↑ Stiftung Landeskirchliche Baupflege der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe. Hameln 1995, S. 116
  5. ↑ https://www.landeskirche-schaumburg-lippe.de/kirche-und-leben/kirchengemeinden/bezirk-west/seggebruch
  6. ↑ Bentrup, Werner: Kirchen in Schaumburg. Stadthagen 1987, S. 168