Claudia Kurtze

Claudia Kurtze (* 1984 in Meißen) ist eine deutsche Juristin. Seit 2026 ist sie Richterin am Bundesgerichtshof.

Leben und Wirken

Nach dem Abschluss ihrer juristischen Ausbildung trat Kurtze 2011 in den Höheren Justizdienst des Landes Rheinland-Pfalz ein, wo sie zunächst am Landgericht Landau in der Pfalz eingesetzt wurde. Dort wurde sie im Oktober zur Richterin am Landgericht (auf Lebenszeit) ernannt. Von November 2018 bis Mai 2019 war sie an das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken abgeordnet und von Oktober 2019 bis September 2022 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Bundesgerichtshof. In dieser Zeit wurde sie im Mai 2020 zur Richterin am Oberlandesgericht bei dem Pfälzischen Oberlandesgericht Zweibrücken ernannt. Nach dem Ende ihrer Abordnung gehörte sie dort ab Oktober 2022 einem Strafsenat an. Im Mai 2023 wurde sie zur Vorsitzenden Richterin am Landgericht ernannt und übernahm am Landgericht Landau in der Pfalz den Vorsitz einer Schwurgerichts- und einer Strafvollstreckungskammer.

Im Dezember 2025 wurde Kurtze vom Richterwahlausschuss zur Richterin am Bundesgerichtshof gewählt. Ihre Stellung trat sie am 5. März 2026 an; sie wurde dem 3. Strafsenat zugewiesen, der neben allgemeinen Revisionen aus den Oberlandesgerichtsbezirken Düsseldorf, Oldenburg und Koblenz insbesondere für Revisionen und Beschwerden in Staatsschutz- und Völkerstrafsachen zuständig ist. Die Ernennung erfolgte erst zum 5. März und nicht wie üblich zum Monatsbeginn, da Kurtze am Landgericht Landau in der Pfalz noch eine Hauptverhandlung zu Ende führen musste.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Landau: Claudia Kurtze zur Vorsitzenden Richterin am Landgericht ernannt, abgerufen am 8. März 2026.
  2. ↑ Dr. Britta Wiegand und Claudia Kurtze zu Bundesrichterinnen gewählt, abgerufen am 8. März 2026.
  3. ↑ Landgericht Landau in der Pfalz: Vorsitzende aus Landau wird Bundesrichterin, abgerufen am 8. März 2026
Personendaten
NAME Kurtze, Claudia
KURZBESCHREIBUNG deutsche Richterin
GEBURTSDATUM 1984
GEBURTSORT Meißen