
José Claudio Aranzadi Martínez (* 9. Oktober 1946 in Bilbao, Provinz Bizkaia) ist ein spanischer Wirtschaftsingenieur, Wirtschaftswissenschaftler und Politiker des Partido Socialista Obrero Español (PSOE), der unter anderem von 1986 bis 1988 Präsident des Instituto Nacional de Industria (INI) sowie zwischen 1988 und 1991 Minister für Industrie und Energie beziehungsweise von 1991 bis 1993 Minister für Industrie, Handel und Tourismus war.
José Claudio Aranzadi Martínez absolvierte nach dem Schulbesuch ein Studium im Fach Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Hochschule für Wirtschaftsingenieurwesen (Escuela Técnica Superior de Ingeniería de Bilbao) sowie ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne und nahm 1978 eine Tätigkeit als Mitarbeiter der Studienabteilung der Banco de Vizcaya, die damals von Carlos Solchaga geleitet wurde. 1982 wurde er Assistent in der wirtschaftlichen Beratungsabteilung der Grupo Bancaja sowie Leiter des technischen Kabinetts im Ministerium für Industrie und Energie, ehe er 1984 Vizepräsident der staatlichen Holding INI (Instituto Nacional de Industria) wurde. Am 1. August 1986 löste er Luis Carlos Croissier als Präsident des INI ab und übte diese Funktion bis 1988, woraufhin Jordi Mercader seine Nachfolge antrat.
Als Nachfolger von Luis Carlos Croissier wurde Aranzadi am 7. Juli 1988 als im Kabinett González II zum Minister für Industrie und Energie (Ministro de Industria y Energía) ernannt und bekleidete dieses Amt vom 6. Dezember 1989 bis zum 14. März 1991 auch im Kabinett González III. Im Anschluss übernahm er am 14. März 1991 im dritten Kabinett González das umbenannte Amt als Minister für Industrie, Handel und Tourismus (Ministro de Industria, Comercio y Turismo) und übte dieses bis zum 14. Juli 1993 voraus. Nach dem Konkurs des zum Kuwait Investment Office (KIO) gehörenden und in Spanien tätigen Tochterunternehmens Torras erklärte er, die Regierung werde bei KIO mit Nachdruck auf eine Lösung des Torras-Problems drängen. Eine Lösung könne in der Zusammenarbeit eines Industriepartners liegen. Während seiner Amtszeit trieb er außerdem den tiefgreifenden und konfliktreichen Strukturwandel voran und weihte den Parador der staatlichen Hotelkette in Cuenca ein. Für seine politischen Verdienste wurde ihm 1993 das Großkreuz des Ordens Karls III. verliehen.
Navh seinem Ausscheiden aus der Regierung Claudio Aranzadi 1993 zum Leiter der Ständigen Delegation bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ernannt. Er war außerdem als Berater für internationale Industriebeteiligungen bei der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) tätig und fungierte als Präsident der zum italienischen Baustoffkonzern Italcementi gehörenden Bravo Solution España.
| Personendaten | |
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| NAME | Aranzadi, Claudio |
| ALTERNATIVNAMEN | Aranzadi Martínez, José Claudio (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | spanischer Wirtschaftsingenieur, Wirtschaftswissenschaftler und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 9. Oktober 1946 |
| GEBURTSORT | Bilbao, Provinz Bizkaia |