Claudio Baiocchi (* 20. August 1940 in Gavignano; † 14. Dezember 2020) war ein italienischer Mathematiker. Er war Professor in Pavia und ab den 1990er Jahren Professor für höhere Analysis in Rom an der Universität La Sapienza.
Baiocchi befasste sich mit partiellen Differentialgleichungen und unter anderem mit Variationsungleichungen und Interpolation zwischen Banachräumen. 1971 wandte er diese auf ein Problem freier Ränder in der Ausbreitung von Flüssigkeiten in porösen Medien an, mit Anwendungen im Grundbau (mit Hilfe der Baiocchi-Transformation). Er leistete auch Beiträge zur Frage, wann „schwache“ und „starke“ Erweiterungen von Differentialoperatoren zusammenfallen.
Später befasste er sich unter anderem mit dem Collatz-Problem, zellulären Automaten und Turingmaschinen.
1970 erhielt er den Premio Caccioppoli. Er war Mitglied der Accademia dei XL und der Accademia dei Lincei.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Baiocchi, Claudio |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Mathematiker |
| GEBURTSDATUM | 20. August 1940 |
| GEBURTSORT | Gavignano |
| STERBEDATUM | 14. Dezember 2020 |