
Claus Bantzer (* 10. Oktober 1942 in Marburg) ist ein deutscher Kirchenmusiker, Komponist und Dirigent.
Claus Bantzer wurde 1942 in Marburg in eine Künstlerfamilie geboren. Sowohl sein Vater als auch sein Großvater, Carl Bantzer, waren Maler. Sein älterer Bruder, Christoph Bantzer, ist Schauspieler.
Bantzer begann sein Studium von Klavier, Orgel und Dirigieren an der Musikhochschule Frankfurt am Main. Er setzte sein Studium an der Hochschule für Musik Hamburg fort, wo er Orgelschüler von Heinz Wunderlich wurde. Gleichzeitig war er dessen Assistent an der St.-Jacobi-Kirche.
Von 1975 an war Bantzer Organist, später Kirchenmusikdirektor an St. Johannis in Hamburg-Harvestehude, wo er u. a. den Kirchenchor leitete. 1977 hatte er in der TV-Krimiserie Der Alte in der Folge Toccata und Fuge einen Auftritt als Organist. 1980 gründete er den Harvestehuder Kammerchor, den er ebenfalls leitete. Als Dirigent arbeitete Bantzer seit 1986 mit der Hamburger Camerata zusammen.
1999 startete er die Musikreihe Kreuzungen – Musik verwoben, in der er verschiedene Kunstformen (Tanz, Malerei, Literatur, Film) mit eigenen Improvisationen verband. An der Reihe waren unter anderem der Choreograph John Neumeier und der Schriftsteller Hamid Skif beteiligt. Dabei bezog er auch Jazzmusiker wie Leszek Zadlo oder Warnfried Altmann ein, mit denen er auch Aufnahmen einspielte.
Als Komponist von Filmmusik arbeitete Bantzer besonders intensiv mit den Regisseuren Peter Lilienthal, Doris Dörrie, Jan Schütte und Tevfik Başer zusammen. In der Filmbiografie Heinrich Heine, in der sein Bruder die Titelrolle spielte, hatte er eine kleine Nebenrolle als Schauspieler als Frédéric Chopin.
2008 wurde Bantzer aus dem Kirchendienst pensioniert und gab die Leitung des Kirchenchors an seinen Nachfolger im Amt ab. Den Harvestehuder Kammerchor leitete er noch bis 2017.
| Personendaten | |
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| NAME | Bantzer, Claus |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Komponist, Kirchenmusiker und Dirigent |
| GEBURTSDATUM | 10. Oktober 1942 |
| GEBURTSORT | Marburg |