Clemens Taesler

Clemens Taesler (* 25. Juni 1887 in Breslau; † 23. Februar 1969 in Beerfelden) war ein deutscher freireligiöser Pastor und Schriftsteller.

Leben

Clemens Taesler studierte Philosophie, Kultur- und Religionsgeschichte an den Universitäten Breslau, München und Leipzig. Er wurde bekannt als Autor und war Mitbegründer der Breslauer Dichterschule. Nach dem Austritt aus der Katholischen Kirche war er 1911 Prediger der Freireligiösen Gemeinde Freiburg in Schlesien und von 1912 bis 1916 der Gemeinde Görlitz. Danach war er Prediger in den Gemeinden Danzig, Tilsit und Königsberg und blieb dann von 1918 bis 1962 in der Gemeinde Frankfurt am Main. Aufgrund seiner Predigten wurde er mehrmals wegen Gotteslästerung und Beschimpfung der Kirche angeklagt, aber jedes Mal freigesprochen.

Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.495.410). 1934 erhielt er durch die Nationalsozialisten Vorlesungsverbot.

Auf Taeslers Anregung wurde die Freireligiöse Gemeinde Frankfurt 1948 umbenannt in „Unitarische Freie Religionsgemeinde“. Der von ihm 1927 gegründete und 1933 verbotene Deutsche Unitarierbund für freie religiöse Kultur wurde 1949 neubelebt, und Taesler wurde Präsident des Bundes.

Publikationen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/44051424
Personendaten
NAME Taesler, Clemens
KURZBESCHREIBUNG deutscher Prediger und Autor
GEBURTSDATUM 25. Juni 1887
GEBURTSORT Breslau
STERBEDATUM 23. Februar 1969
STERBEORT Beerfelden