Cleve (Rensefeld)

Cleve (Rensefeld) war ein Dorf auf dem heutigen Gebiet der Stadt Bad Schwartau – Ortsteil Cleverbrück das zuletzt zur Landgemeinde Rensefeld gehörte.

Geschichte

Der Name „Cleve“ leitet sich entweder von dem Ortsnamen „Kleve“, früher auch „Cleve“, den aus Westfalen stammende Siedler auf ihre neue Heimat übertragen haben oder von der Bezeichnung für die in dem Gebiet befindlichen Hänge (Cleve = „Kliff“ oder „Steilhang“) ab. Das zum Dorf gehörende Land umfasste teils sandige, wenig fruchtbare Flächen.

Bis 1700 verringert sich die Anzahl der Hufe auf vier. 1799 reduzierte sich die Anzahl durch Besitzzusammenführung auf drei Hufen, 1847 auf demselben Weg auf zwei Hufen, wovon eine seit 1846 Adam Bartold Ludwig von Lützow gehörte, der darauf einen Hof anlegen ließ, den er bis 1855 behielt. Eine der Hufen erwirbt 1897 Ferdinand Björnsen – der kurz danach auch die andere Hufe erwirbt – womit das Dorf spätestens zu diesem Zeitpunkt nicht mehr besteht.

An der Stelle des Dorfes Cleve wurde der Bauernhof "Cleverhof" angelegt.

Ferdinand Björnsen entwickelte ab 1904 auf dem am Lübecker Landgraben und Tremser Teich gelegenen, südöstlichen Teil seiner Besitzungen die Villenkolonie Cleverbrück.

Clever Landwehr

(53° 54′ 7,2″ N, 10° 40′ 19,2″ O)

Durch den 1333 erfolgten Übergang des Dorfes Cleve an das Hochstift Lübeck wurde die Grenze zwischen Lübeck und Cleve zu einer Landesgrenze. In der folgenden Zeit bildete sich in der südwestlichsten Ecke der Clever Feldmark (direkt an der Grenze zu Lübeck, die in ostwestlicher Richtung am Lübecker Landgraben und von dort aus Richtung Norden verlief) eine als Clever Landwehr bezeichnete Siedlung, deren wirtschaftliche Grundlage im Wesentlichen in Schmuggel bestand.

Sonstiges

Gedenkstein mit Eintrag "Dorfschaft Cleve"

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Johannes von Schröder: Topographie des Herzogthums Holstein, des Fürstenthums Lübeck und der freien Städte Hamburg und Lübeck. 2. Auflage 1855, Band 1: A–H Digitalisat, S. 298

Koordinaten: 53° 55′ N, 10° 40′ O