| Gattung | Bibel (AT) |
| Aufbewahrungsort | Stiftsbibliothek St. Gallen |
| Entstehungsort | vermutlich Paris |
| Entstehungszeit | 13. Jahrhundert |
| Beschreibstoff | Pergament |
| Umfang | 760 Seiten + II pp. |
| Format | 17 × 12–12,5 cm |
| Sprache | Latein |
| Zeilenzahl | 50 |
| Schrift | in kleinster Schrift |
Der Codex Sangallensis 1 ist eine Bibelhandschrift des Alten Testaments, die im 13. Jahrhundert vermutlich in Paris geschrieben wurde.
«Biblia latina Veteris Testamenti (mit 16 Prologen des Hieronymus. Am Ende defekt von 1. Maccab. 4. 38 an).
Vor dem Prolog zum Pentateuch (Desiderii mei) steht hier schon die Epistola Hieronymi Nr. 50 ad Paulinum (Frater Ambrosius etc.) Wie in den Incunabeldrucken der Vulgata; die Bibelhandschriften des IX. Jh. (No. 75 u. 76) fangen dagegen mit dem Prolog zu den Büchern Mosis an; ebenso der Codex Amiatinus.»
Das Pergament ist ausserordentlich fein und dünn und von sehr guter Qualität. Die Seiten weisen durchgehend zweifarbige Kolumnentitel und Kapitelnummern in Rot und Blau auf. Der Buchschmuck besteht aus Fleuronné-Initialen und Deckfarben-Initialen. Als Figuren werden auf Seite 9 das Hexaemeron, auf Seite 137 Moses, auf Seite 435 David mit Harfe, auf Seite 446 David, auf Seite 450 ein Narr, auf Seite 470 David und auf Seite 482 Salomo dargestellt.
In den Psalmen ist die liturgische Achtteilung des Psalters durch Deckfarbeninitialen besonders hervorgehoben.
Entstanden ist die Handschrift im 13. Jahrhundert. Als Entstehungsort wird Paris vermutet.