Collateral

Film
Titel Collateral
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch, Spanisch
Erscheinungsjahr 2004
Länge 120 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Michael Mann
Drehbuch Stuart Beattie
Produktion
  • Michael Mann
  • Julie Richardson
Musik James Newton Howard
Kamera
Schnitt
Besetzung

Collateral ist ein US-amerikanischer Thriller des Regisseurs Michael Mann aus dem Jahr 2004. Die Geschichte dreht sich um einen Taxifahrer (Jamie Foxx), der einen Auftragskiller (Tom Cruise) als Fahrgast bekommt.

Handlung

Die Hauptfiguren des Films sind Max, ein Taxifahrer in Los Angeles, und Vincent, ein routinierter Auftragsmörder. Vincent arbeitet für ein Drogenkartell, dessen Bosse sich am folgenden Tag vor der Grand Jury eines Gerichts zu verantworten haben. Er soll die vier Haupt- und Kronzeugen und die Staatsanwältin in der Nacht vor dem Prozess beseitigen.

Max fährt bereits seit zwölf Jahren Taxi, redet sich aber ein, dies sei nur ein vorübergehender Zustand, bis er seinen eigenen Limousinen-Service gründen werde. Zu Beginn des Films steigt Annie Farrel am Flughafen zu Max ins Taxi und lässt sich von ihm in die Innenstadt fahren. Während der Fahrt kommen die beiden ins Gespräch und entwickeln Sympathie füreinander. Max erfährt, dass sie Staatsanwältin ist. Beim Abschied gibt Annie Max ihre Visitenkarte.

Kurz darauf steigt Vincent zu Max ins Taxi. Vincent bietet einen größeren Geldbetrag, um sein Taxi und ihn für die Nacht anzumieten. Max willigt zögernd ein, ohne zu ahnen, dass er damit in die Mordserie von Vincent verwickelt werden wird. Bereits am ersten Fahrtziel der Route fällt die Leiche des ersten ermordeten Zeugen aus dem Fenster direkt auf das Dach des Taxis, so dass Vincent seine Machenschaften nicht mehr weiter vor Max geheim halten kann. Vincent zwingt Max, weiter für ihn zu fahren. Während der Fahrten zwischen den Morden kommt es zwischen den beiden unterschiedlichen Männern zu Gesprächen über ihre Vergangenheit, ihre Träume, über Moral und den Sinn ihres Lebens.

Max sucht unablässig nach Möglichkeiten, aus der Situation zu fliehen und die Auftragsmorde zu verhindern, wird aber von Vincent stets daran gehindert. Als Max Passanten um Hilfe bittet, während Vincent ihn zwischenzeitlich gefesselt im Auto zurückgelassen hat, entpuppen sich diese ihrerseits als Räuber. Sie entwenden Vincents Koffer, werden aber von dem Killer gestellt und erschossen. Die Polizei und das FBI vermuten inzwischen Max als Drahtzieher hinter den von Vincent begangenen Morden, da das Taxi bei allen Taten die einzige Spur ist. Lediglich der Polizist Fanning glaubt an einen anderen Täter, wird aber nach einer Schießerei in einem Nachtclub von Vincent getötet, als er Max gerade in Sicherheit bringen will.

Schließlich kann Max, dem klargeworden ist, dass Vincent ihn ohnehin auch töten wird, sich zum Widerstand aufraffen und verursacht absichtlich einen Autounfall, bei dem beide nur leichte Verletzungen davontragen. Um seinen Auftrag zu beenden, flieht Vincent vor einer herannahenden Polizeistreife. Max findet anhand der von Vincent zurückgelassenen Unterlagen heraus, dass das letzte Opfer die Staatsanwältin Annie sein soll, und setzt nun alles daran, den Mord zu verhindern. Er ruft Annie von einem Handy aus an und berichtet ihr von dem Profikiller und dem Geschehenen. Sie glaubt ihm nicht sofort, erkennt dann aber rasch den Ernst der Lage, als Max den Namen von Vincents Auftraggeber nennt. Inzwischen sieht Max von einem Parkdeck aus, wie Vincent in dem Gebäude der Staatsanwaltschaft in Annies Büro nach ihr sucht, während sie sich aber zufällig gerade zwei Stockwerke darüber in der Bibliothek aufhält. Er dringt selbst in das Gebäude ein und kann Annie zunächst retten, indem er Vincent, der Annie mittlerweile in der Bibliothek aufgespürt hat, durch einen Streifschuss am Hals verletzt. Max flieht schließlich mit Annie in eine Stadtbahn, weiterhin verfolgt von Vincent. Dort kommt es zum abschließenden Showdown, bei dem Vincent während eines Feuergefechts mit Max getroffen wird und kurze Zeit später stirbt. Annie und Max bleiben unverletzt.

Veröffentlichung

Kinostart in den Vereinigten Staaten war am 6. August 2004 und am 23. September 2004 in den deutschen Kinos. Der Film spielte bei einem Budget von 65 Millionen US-Dollar 101 Millionen US-Dollar in den USA und weltweit fast 218 Millionen US-Dollar ein.

Die Free-TV-Premiere am 20. Mai 2007 auf ProSieben erreichte insgesamt 3,30 Millionen Zuschauer. In der werberelevanten Zielgruppe lag ihr Marktanteil bei 19,4 Prozent durch 2,51 Millionen Zuschauer.

Hintergrund

Auszeichnungen

Der Film erhielt 2005 zwei Oscarnominierungen (Jamie Foxx als bester Nebendarsteller und bester Schnitt), ging jedoch beide Male leer aus: Jamie Foxx musste sich Morgan Freeman in Million Dollar Baby geschlagen geben, und den Oscar für den besten Schnitt gewann Aviator. Der Film wurde insgesamt für 49 diverse Filmpreise nominiert, zehnmal gewann er einen Preis.

2005 ASCAP Film and Television Music Awards

2005 Academy Awards (Oscars)

2005 Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films (Saturn Awards)

2005 American Society of Cinematographers

2005 Art Directors Guild

2005 BAFTA Film Awards Gewonnen: Beste Kamera – Dion Beebe, Paul Cameron

2005 Black Reel Award

2005 Broadcast Film Critics Association Awards

2005 Golden Globe Awards

2005 MTV Movie Award

Kritiken

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 86 %
Metacritic (Metascore) 71/100

„Spannender, dicht inszenierter und intensiv gespielter Thriller, der die Konfrontation zweier ungleicher Männer, die miteinander in Zwangsabhängigkeit verbunden sind, mit Fragen nach dem Sinn des Daseins und der Möglichkeit eines intensiveren Lebens jenseits normaler Angestelltenexistenz verknüpft. Virtuos spielt der Film mit dem Licht und kreiert präzise, zugleich lyrische Bilder, die vieles nur andeuten und doch oft mehr zeigen, als man sieht.“

„Auch wenn sich die ein oder andere Länge eingeschlichen hat, bleibt das Ganze vor allem dank des diabolischen Auftretens von Tom Cruise als Profikiller bis zum Schluss ungemein spannend.“

– Prisma

„Kaum glaubt man zu ahnen, wie es weitergeht, verblüfft Regisseur Michael Mann mit einer cleveren Plotwendung. Im Fünf-Minuten-Takt treibt er auf diese Weise die Spannung nach oben. Für Leute mit hohen Blutdruckwerten könnte das Gesundheitsrisiken bergen, für alle anderen ist es Kinogenuss in seiner reinsten Form. Fazit: Faszinierendes Katz-und-Maus-Spiel, das seine Spannung mit immer neuen Wendungen steigert.“

– Cinema

„Collateral ist optisch grandios, atmosphärisch unheimlich dicht und dazu hervorragend gespielt. Intelligentes Mainstreamkino mit Tiefgang.“

Soundtrack

Obwohl James Newton Howard für den Soundtrack des Films verantwortlich war, werden des Weiteren Stücke anderer Filmkomponisten (unter anderem Elliot Goldenthal, Gustavo Santaolalla, Antonio Pinto und Vangelis) eingespielt. Der Soundtrack besteht allerdings nicht nur aus Instrumentalstücken. Auch Songs von Audioslave, Calexico, Miles Davis und Paul Oakenfold ergänzen die musikalische Untermalung des Films.

  1. Tom Rothrock – „Briefcase“
  2. Cody ChesnuTT – „The Seed (2.0)“ (ft. The Roots) (extended radio edit)
  3. Groove Armada – „Hands of Time“
  4. Calexico – „Guero Canelo“
  5. Tom Rothrock – „Rollin' Crumblin'“
  6. James Newton Howard – „Max Steals Briefcase“
  7. Green Car Motel – „Destino De Abril“
  8. Audioslave – „Shadow on the Sun“
  9. James Newton Howard – „Island Limos“
  10. Miles Davis – „Spanish Key“
  11. Klazz Brothers & Cuba Percussion – „Air“
  12. Paul Oakenfold – „Ready Steady Go (Korean Style)“
  13. Antonio Pinto – „Car Crash“
  14. James Newton Howard – „Vincent Hops Train“
  15. James Newton Howard – „Finale“
  16. Antonio Pinto – „Requiem“

Einzelnachweise

  1. ↑ Freigabebescheinigung für Collateral. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 99024/DVD; abgerufen am 17. April 2026).
  2. ↑ Alterskennzeichnung für Collateral. Jugendmedien­kommission.
  3. ↑ Veröffentlichung in der Internet Movie Database
  4. ↑ Einspielergebnisse in der Internet Movie Database
  5. ↑ Uwe Mantel: "Dr. Dolittle 2" chancenlos gegen „Collateral“. In: DWDL.de. 21. Mai 2007, abgerufen am 3. Juni 2023.
  6. ↑ Drehbuch von Collateral auf IMSDb
  7. ↑ imdb.com Tom Cruises Waffentraining durch Ex-SAS Mann.
  8. ↑ Waffentraining von Tom Cruise & Co auf der Schießbahn des LA Sheriff's Department auf YouTube
  9. ↑ Drehorte in der Internet Movie Database
  10. ↑ Auszeichnungen bei IMDb
  11. ↑ Collateral. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 238 Kritiken).
  12. ↑ Collateral. In: Metacritic. Abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 41 Kritiken).
  13. ↑ Collateral. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.
  14. ↑ Collateral. In: cinema. Abgerufen am 30. März 2021.
  15. ↑ Filmstarts.de
  16. ↑ Soundtrack bei IMDb