| Compsopogon | ||||||||||||
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Compsopogon caeruleus [C. oishii], | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Compsopogon | ||||||||||||
| (Balbis ex C. Agardh) Montagne, 1846 |
Compsopogon (deutsch: Bartalgen) ist eine Gattung (Biologie) von Rotalgen. Sie ist der einzige Vertreter der Familie Compsopogonaceae. Die Typusart, Compsopogon caeruleus (englisch staghorn algae ‚Hirschhornalge‘) lebt im Süßwasser. Sie ist eine häufige Plage in Süßwasseraquarien. Sie kommt in Nordamerika, Südamerika, Europa, Afrika, Asien, Australasien und Ozeanien vor. Compsopogon-Arten vertragen insgesamt ein breites Spektrum an Bedingungen in Süßwasserläufen und gelegentlich auch in Brackwasser-Lagunen und Ästuaren (Flussmündungen ins Meer). Diese Rotalgen vermehren sich durch ungeschlechtliche Sporen.

Bartalgen ähneln den als Pinselalgen bezeichneten Rotalgen-Gattungen, haben aber deutlich längere Auswüchse (mehrere Zentimeter), von denen sich die längeren wie lange Barthaare kräuseln und in der Strömung treiben. Die Compsopogon-Arten haben einen Thallus aus einfachen zylindrischen Zellen, die sich innerhalb großer, bedeckter Rindenzellen befinden. Bei einem reiferen und größeren Thallus können die inneren Zellen aufgelöst sein, so dass nur die äußere Rinde übrig bleibt.
Die Farbe der Bartalgen variiert in verschiedenen Grau- bis Grüntönen. In Alkohol eingelegt, verfärben sich die Algen (wie auch bei den Pinselalgen) deutlich rot.
Man findet Bartalgen (ähnlich wie Pinselalgen) in Aquarien an den Blatträndern von Wasserpflanzen (als Epiphyten, z. B. auf Anubias barteri/Aubulias barteri), Dekoration und Technikzubehör. Da sie die Strömung lieben, findet man sie in Aquarien oft in der Nähe der Wasserfilter. Sie verwachsen sehr fest mit dem Substrat.
Bartalgen scheinen von den gängigen algenfressenden Tieren weitgehend gemieden zu werden. Fressfeinde sind die Siamesische Rüsselbarbe (Crossocheilus oblongus) und der Schwanzfleck-Algenfresser (auch Netzpinselalgenfresser genannt, Crossocheilus reticulatus).
Bartalgen sind gewöhnlich in Aquarien unerwünscht. Ihr Auftreten kann ein Zuviel an Eisendünger anzeigen. Eine Konzentration von 0,05 bis 0,1 mg/ℓ Eisen (Fe) sollte über längere Zeit nicht überschritten werden. Weitere Zielwerte für andere Mineral- und Nährstoffe finden sich in einschlägigen Empfehlungen.
Außerdem wird ein regelmäßiger Wasserwechsel empfohlen. Ggf. kann das Wasser von Algensporen durch UVC-Sterilisation entkeimt werden, indem man es durch einen UVC-Sterilisator laufen lässt (hilft auch gegen andere Algen wie Pinselalgen).
Hartnäckiger Befall kann mit Wasserstoffperoxid und anderen Mitteln behandelt werden. Weitere Methoden zur Dekontamination des Aquarien-Inventars (Kochsalz, Auskochen etc.) finden sich in der gängigen Literatur.
C. caeruleus weist in Studien aus Feldbeobachtungen eine große phänotypische Plastizität auf, so dass in der Vergangenheit viele Compsopogon-Arten beschrieben wurden, während sie heute als eine einzige Art C. caeruleus gelten. Ob die Gattung monotypisch ist (aus nur einer einzigen Art besteht), wird daher diskutiert. Es gibt zwei Hauptmorphologien bei Compsopogon, eine mit regelmäßigen polyedrischen Rindenzellen (Morphologie caeruleus), die andere mit unregelmäßigen Rindenzellen und zusätzlichen Rhizoiden, d. h. „Wurzelhaaren“ (Morphologie leptoclados).
Artenliste (Stand 3. Dezember 2024):
Compsopogon Montagne, 1846(A,N,W) [Compsopogonopsis V. K.Krishnamurthy 1962,(W) Pericystis J. Agardh 1847(W)]
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