
Constantin Angelescu (* 10. Juni 1869 in Craiova, Fürstentum Rumänien; † 14. September 1948 in Bukarest) war ein rumänischer Arzt und Politiker, der unter anderem zwischen 1933 und 1934 kommissarischer Ministerpräsident des Königreichs Rumänien war.

Constantin Angelescu absolvierte nach dem Besuch des Colegiul Național Carol I in Craiova ein Studium der Medizin an der Universität von Paris und war nach dessen Abschluss sowie seiner Rückkehr als Arzt für Chirurgie am Spitalul Brâncovenesc sowie als Professor an der Medizinischen und Pharmazeutischen Universität „Carol Davila“ tätig. Er gehörte der Nationalliberalen Partei PNL (Partidul Național Liberal) an und wurde am 4. Januar 1914 als Minister für öffentliche Arbeiten (Ministru al Lucrărilor Publice) in das dritte Kabinett von Ministerpräsident Ion I. C. Brătianu berufen und bekleidete dieses Ministeramt bis zum 11. Dezember 1916. 1918 war er kurzzeitig Gesandter in den Vereinigten Staaten und wurde am 12. Dezember 1918 als Nachfolger von Ion Duca Minister für Bildung und Kultur im fünften Kabinett von Ministerpräsident Brătianu und verblieb auf diesem Posten bis zum 27. September 1919. Im sechsten Kabinett Brătianu bekleidete er zwischen dem 19. Januar 1922 und dem 29. März 1926 die Funktion als Minister für öffentlichen Unterricht (Ministru Instrucțiunii Publice) und war zudem vom 19. bis 23. Januar 1922 kommissarischer Kommunikationsminister, woraufhin Traian Moșoiu neuer Minister wurde.
Am 24. November 1927 wurde Angelescu als Minister für öffentlichen Unterricht auch in das Kabinett von Ministerpräsident Vintilă Brătianu berufen und bekleidete dieses Ministeramt bis zum Ende von dessen Amtszeit am 10. November 1928. Am 14. November 1933 wurde er als Minister für Bildung, Kultur und Kunst in das Kabinett von Ministerpräsident Ion Duca berufen und verblieb in diesem Amt auch in den darauf folgenden Kabinetten von Ministerpräsident Gheorghe Tătărescu zwischen dem 4. Januar 1934 und dem 28. Dezember 1937.
Nach dem Tode von Ion Duca am 29. Dezember 1933 fungierte Constantin Angelescu bis zum Amtsantritt von Gheorghe Tătărescu am 4. Januar 1934 auch als kommissarischer Ministerpräsident des Königreichs Rumänien (Prim-ministru al României) Er wurde Mitglied der am 25. Februar 1935 gegründeten Rumänischen Front (Frontul Românesc) von Alexandru Vaida-Voevod sowie später Mitglied der am 16. Dezember 1938 on König Carol II., gegründeten Front der nationalen Wiedergeburt FRN (Frontul Renașterii Naționale), deren politische Führer in der Folgezeit bis zum 6. Dezember 1940 Armand Călinescu, Gheorghe Argeșanu und Constantin Argetoianu waren. Er bekleidete im ersten Kabinett von Ministerpräsident Patriarch Miron Cristea zwischen dem 11. Februar und dem 29. März 1938 als Staatsminister sowie als Minister für öffentliche Arbeiten und Kommunikation. Er war ferner Ehrenmitglied der Rumänischen Akademie (Academia Română) sowie am 11. März 1935 Gründungsmitglied der Rumänischen Akademie der Wissenschaften (Academia de Științe din România).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Angelescu, Constantin |
| KURZBESCHREIBUNG | rumänischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 10. Juni 1869 |
| GEBURTSORT | Craiova, Fürstentum Rumänien |
| STERBEDATUM | 14. September 1948 |
| STERBEORT | Bukarest |