| Contignano | |||
|---|---|---|---|
| Panorama von Contignano | |||
| Staat | Italien | ||
| Region | Toskana | ||
| Provinz | Siena (SI) | ||
| Gemeinde | Radicofani | ||
| Koordinaten | 42° 59′ N, 11° 45′ O | ||
| Höhe | 479 m s.l.m. | ||
| Einwohner | 280 (2001) | ||
| Telefonvorwahl | 0577 | CAP | 53040 |
Contignano ist ein Ortsteil (Fraktion, italienisch frazione) der Gemeinde Radicofani in der Provinz Siena, Region Toskana in Italien.
Der Ort liegt etwa 10 Kilometer nördlich des Hauptortes Radicofani und rund 50 Kilometer südöstlich der Provinzhauptstadt Siena im Orciatal (Val d’Orcia). Contignano liegt im Bistum Montepulciano-Chiusi-Pienza und ist somit dem Erzbistum Siena-Colle di Val d’Elsa-Montalcino unterstellt. Contignano liegt bei 479 Metern und hat ca. 280 Einwohner. Nächstgelegener Ort neben dem Hauptort Radicofani ist Bagni San Filippo, Ortsteil von Castiglione d’Orcia. Pienza, Monticchiello (Ortsteil von Pienza) und Chianciano Terme liegen ca. 10 km entfernt. Der Ort liegt auf einem Hügelrücken zwischen den Flüssen Formone und Orcia, ca. 4 km südlich von deren Zusammenfluss.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1028, als Ildebrando IV der Aldobrandeschi (Ildebrando degli Aldobrandeschi) Contignano an Foscolo di Pietro verkaufte. Sein Sohn und seine Frau Maiza erbten den Ort und vermachten ihn ein Jahr später an das Kloster San Salvatore di Monte Amiata. Die Schenkung wurde 1210 von Otto IV. bestätigt. Im frühen 14. Jahrhundert gehörte Contignano den Farnese, die 1303 unter Pietro di Ranuccio di Pepone Farnese zu dem Ort kamen und 1313 mit Orvieto paktierten. 1339 änderten die Farnese ihre Bündnisse und unterstellten sich Siena, trotzdem kam es 1379 zu der Situation, das sich die Bevölkerung von Contignano für Siena die Bretoni, Verbündete der Farnesi, bekämpfte und besiegte. Am 6. August 1390 verkauften die Farnese den Ort für 5000 Fiorini an Cione Salimbeni (Cione di Sandro Salimbeni, † 2. März 1397 in Castiglione d’Orcia). Auf ihn folgte sein Sohn Niccolò di Cione di Sandro, Cocco genannt, der in offener Feindschaft zu Siena stand. Dieser schloss 1405 (einen vorläufigen) Frieden mit Siena, wurde aber im Dezember 1409 von der Bevölkerung des Ortes verwiesen. Am 7. Dezember 1409 übernahm Siena die Herrschaft im Ort und garantierte dabei eine Autonomie sowie wirtschaftliche Vorteile.
Von 1501 bis 1515 unterstand Umgebung und der Ort selbst mit Ausnahme der Burg dem Antonio Giordano aus Venafro, zur damaligen Zeit Berater des Pandolfo Petrucci. Nach dessen Tod 1512 überwarf sich Giordano drei Jahre später mit Borghese Petrucci und verließ die Republik Siena. Nach der Niederlage der Republik Siena 1555 gegen Florenz und den vier weiteren Jahren des Widerstands im Exil von Montalcino gelangte 1559 nach dem Frieden von Cateau-Cambrésis auch Contignano in das Großherzogtum Toskana. Im Auftrage von Großherzog Cosimo III. de’ Medici gab Bartolomeo Gherardini den Ort 1676 an die Bandinelli (Cerretani Bandinelli Paparoni, auch Bianchi Bandinelli).
Seit dem 1. Januar 1778 ist Contignano ein Ortsteil von Radicofani.
