Corviglia

Corviglia, Bergstation
Station Munt da San Murezzan

Das Skigebiet Corviglia-Marguns-Piz Nair ist ein Skigebiet bei St. Moritz. Es umfasst 71,6 Pistenkilometer sowie über zwei Dutzend Liftanlagen. Zudem ist es im Sommer ein Wandergebiet. Die touristische Infrastruktur wird von der Engadin St. Moritz Mountains AG betrieben, welche auch die Muottas-Muragl-Bahn besitzt.

Geschichte

Die Geschichte des Skigebiets begann mit der 1913 gebauten Chantarella-Drahtseilbahn. Es folgten die Olympischen Winterspiele, die 1928 in St. Moritz stattfanden, und den Skisport dort richtig etablierte. Man baute dazu die ebenfalls 1928 eröffnete Corvigliabahn, welche die erste rein für den Skisport entwickelte Drahtseil- bzw. Bergbahn war. Ein Jahr darauf entstand in St. Moritz die erste Schweizer Skischule, die unter dem Namen The red legends bis heute existiert. In Suvretta fing 1935 mit dem Skilift Suvretta–Randolins das Skilift-Zeitalter an. So konnten die Bewohner und Gäste des Ortsteils Suvretta mit ihrem «eigenen» Skilift ins Skigebiet gelangen. Mit der Luftseilbahn Piz Nair und der 1972 erbauten Bad-Signalbahn sind die Hauptbergbahnen damit erschlossen und heute noch unverändert. Das erschlossene Gebiet wuchs, und als alles vollbebaut war, ging man von den massigen Schleppliften auf bequeme und weniger Sessellifte über, die in St. Moritz mit den sogenannten Bubbles ausgestattet sind.

Während St. Moritz der bekanntere Ort ist, macht der kleine Nebenort Celerina einen Grossteil des Skigebiets aus und teilt sich mit St. Moritz die erste Bobbahn der Welt. Der Ort erschliesst das Skigebiet mit einer modernen Gondelbahn (Celerina–Marguns) im Val Saluver, von 1958 bis 1991 eine Anlage nach dem System Bell/Wallmannsberger. Die Anlagen wurden durch unterschiedliche Gesellschaften erbaut und erstellt. 2007 fusionierten vier wichtige Eigentümerinnen (Suvretta-Piz Nair AG, Celeriner Bergbahnen AG, Diavolezza Bahn AG und St. Moritzer Bergbahnen AG) zur Bergbahnen Engadin St. Moritz AG (2012 erfolgte die Umbenennung in Engadin St. Moritz Mountains AG). Die Gemeinde St. Moritz ist mit einem Anteil von 21 Prozent die grösste Einzelaktionärin, während die Familien Wieser (17 %) und Meili (4 %) weitere grosse Minderheitspositionen besitzen. Zehn Jahre nach der Fusion kam es zu einer «Bergbahn-Rochade» zwischen der Engadin St. Moritz Mountains AG und der Familie Niarchos. Die Familie Niarchos übergab ihre Anlagen und Anteile im Corviglia-Gebiet an die Engadin St. Moritz Mountains AG und erhielt dafür die Kontrolle über die Skigebiete Diavolezza und Lagalb.

Seit der Skisaison 2017/2018 akzeptieren die Bergbahnen die Bezahlung mit Bitcoins. Ein dynamisches Preismanagement gilt seit September 2018.

Aufstiegshilfen

Abbildungen

Commons: Corviglia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 25. Juli 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. 1 2 Fusion der Oberengadiner Bergbahnen ist spruchreif. Abgerufen am 3. September 2026.
  3. ↑ Bergbahnen Engadin St. Moritz AG (Hrsg.): Einladung zur ordentlichen Generalversammlung vom 16. April 2012. (mountains.ch [PDF]).
  4. ↑ Graubünden - Bergbahnen-Rochade rettet die Lagalb-Bahn. Abgerufen am 3. September 2026.
  5. ↑ In St. Moritz herrscht wieder Pioniergeist. In: suedostschweiz.ch, 21. Dezember 2017, abgerufen am 28. Dezember 2017.
  6. ↑ Daniel Imwinkelried: Die Oberengadiner Skigebiete schaffen die fixen Tageskartenpreise ab. In: nzz.ch, 12. Juni 2018, abgerufen am 2. Januar 2020

Koordinaten: 46° 30′ 45″ N, 9° 48′ 37″ O; CH1903: 782000 / 154000