| Cotonou | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Departement: | Littoral | |
| Höhe: | 7 m ü. Meer | |
| Fläche: | 79 km² | |
| Einwohner: | 758.000 (2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 9.595 Einwohner je km² | |
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2026) | ||
| Bürgermeister: | Luc Gnacadja (seit 2026) | |
Cotonou [] (Fon Kutɔnu) ist der Hauptort im westafrikanischen Benin und ist ökonomisches Zentrum wie auch Regierungssitz des Landes. Hauptstadt ist aber Porto-Novo, wo das Parlament seinen Sitz hat. Die Stadt bildet das Département Littoral.
Cotonou hat 758.000 Einwohner (Stand 2025).
Bevölkerungsentwicklung:
Der Name der Stadt Cotonou ist abgeleitet aus Ku-Tonu, was in der Sprache der Fon etwa Mündung des Todesflusses bedeutet. Der Ort wurde 1830 von König Gézo von Abomey gegründet. Er war ursprünglich ein an einer Lagune gelegenes Fischerdorf und entwickelte sich mit der Zeit zum Transitplatz für den Überseehandel der Könige von Dahomey.
Cotonou gehörte im 18. Jahrhundert zum Königreich Dahomey. 1851 schloss Frankreich ein Abkommen mit dem dahomeyschen König Gézo, das es ihm erlaubte, einen Handelsposten in Cotonou einzurichten. 1883 besetzte die französische Marine die Stadt, um Großbritannien daran zu hindern, das Gebiet zu erobern.
Am 26. Juni 1883 wurde in Cotonou eine Apostolische Präfektur der römisch-katholischen Kirche errichtet. Von 1891 bis 1899 dauerten die Bauarbeiten des ersten Hafens. 1892 wurde der erste Bebauungsplan vorgelegt. 1920 zog die Handelskammer von Porto-Novo nach Cotonou, das bis 1930 auf rund 7000 Einwohner wuchs. 1938 entstand der erste Flughafen. Die Weißen achteten darauf, dass sich ihre Wohngebiete auf den Anhöhen nicht mit denen der schwarzen Bevölkerung berührten. Es erwies sich, dass die Eisenbahnlinie sich zur Trennung der Wohngebiete eignete.
Mit der Wirtschaftskrise 1929 zogen mehrere der kolonialen Privatunternehmen ebenfalls um. Hatte Cotonou 1939 noch rund 15.000 Einwohner, so erreichte sie 1951 die Zahl von 35.000 Einwohnern. Diese Zahl hatte sich bis 1960 auf 70.000 Einwohner verdoppelt. In den 1960er Jahren ging der neue Tiefwasserhafen in Betrieb.
1955 entstand das Erzbistum Cotonou. Bischofskirche ist die Cathédrale Notre-Dame-de-Miséricorde. Im Zuge der Unabhängigkeit am 1. August 1960 wurde nach Machtwechseln und einhergehenden Unsicherheiten 1967 der Regierungssitz definitiv nach Cotonou verlegt. 1972 wurde die Volksrepublik Benin ausgerufen, womit sich weitere Institutionen aus Porto-Novo hier niederließen. In Cotonou sind zudem die ausländischen Botschaften domiziliert, während in Porto-Novo neben dem Parlament vor allem das Oberste Gericht, das Schlichtungsgericht der Republik, sowie das Nationalarchiv und die Nationalbibliothek verblieben sind. Da die beiden Städte aber nur 30 km Entfernung trennt, sind sie inzwischen im Begriff, zusammenzuwachsen.
Am 23. Juni 2000 wurde in Cotonou das Cotonou-Abkommen unterzeichnet, das in Nachfolge des Lomé-Abkommens das Verhältnis zwischen der Europäischen Gemeinschaft und den AKP-Staaten regelt.


Die Verkehrsverbindungen machen Cotonou zu einem Knotenpunkt:
Cotonou ist die wirtschaftliche Hauptstadt von Benin und vor allem durch den Hafen ein wichtiges Handelszentrum, u. a. für Waren nach Burkina Faso, Mali und Niger. Durch den Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste erlebte die Stadt einen Aufschwung, da viel Handel aus Abidjan, dem Regierungssitz der Elfenbeinküste, weggezogen ist.
Produziert werden Palmöl, Bier, Textilien und Zement, ebenso wie Motorfahrzeuge und Fahrräder und es gibt Sägewerke in der Stadt. Exportiert werden Erdölprodukte, Bauxit und Eisen. Vor der Küste wird nach Öl gebohrt.
In einer Rangliste der Städte nach ihrer Lebensqualität belegte Cotonou im Jahre 2018 den 182. Platz unter 231 untersuchten Städten weltweit. In Cotonou hat auch die Deutsche Botschaft ihren Sitz.
| Cotonou | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Cotonou
Quelle: wetterkontor.de | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Der Fußballverein Energie Sport FC spielte Ende der 1990er Jahre mehrere Jahre in der Benin Premier League.
Partnerstädte von Cotonou sind