Cray XC50

Der Cray XC50-Supercomputer ist die 2016 erschienene neueste Ausgabe der XC-Supercomputerlinie des Computerherstellers Cray. Vorgänger sind die XC30 und Cray XC40. Die XC-Supercomputer nutzen als Recheneinheiten Großserien-CPUs wie Intel Xeon (Broadwell), Intel Xeon SP bzw. GPUs wie Nvidias Tesla P100 und Standard DDR4-Hauptspeicher. Zwei Besonderheiten sind maßgeblich für die hohe Leistungsfähigkeit dieser Baureihe:

Die „Aries“-Chips stellen hierfür eine Routing-Bandbreite von 500 GBit/s und 40 Routing-Ports je Chip bereit. Diese Verschaltung ermöglicht geringe Latenzen und einen hohen Durchsatz durch die hohe Bandbreite der Chips.

Die Hauptunterschiede zur Vorgängergeneration XC40 bestehen in den zur Verfügung stehenden Blades, die Grundarchitektur mit Cabinets, Chassis und Dragonfly-Netzwerk bleibt gleich.

Die erste Installation dieses Supercomputers bestand deshalb auch in der Aufrüstung des Piz Daint genannten Schweizer Rechners von einer Cray XC30 mittels Austausch der Compute-Blades.

Spezifikationen

Cabinet mit 48 Blades

Die derzeit größte Installation der XC50 ist ebenfalls das Piz Daint genannte System mit ca. 36 Cabinets und 6751 Nodes sowie 1350 Aries-Router-Chips und dem 3. Platz der TOP500-Supercomputerliste vom Juni 2017.

Einzelnachweise

  1. ↑ «Piz Daint», einer der leistungsstärksten Supercomputer der Welt. (PDF; 1,0 MB) In: Swiss National Supercomputing Centre. 2017, abgerufen am 10. September 2023.
  2. ↑ Jan Bundesmann: Cray XC50: Ein Petaflops-Schrank. In: heise online. 16. November 2016, abgerufen am 10. September 2023.
  3. ↑ Sadaf Alam, Nicola Bianchi, Nicholas Cardo, Matteo Chesi, Miguel Gila, Stefano Gorini, Mark Klein, Colin McMurtrie, Marco Passerini, Carmelo Ponti, Fabio Verzelloni: An Operational Perspective on a Hybrid and Heterogeneous Cray XC50 System. Swiss National Supercomputing Centre, Lugano 2017 (cug.org [PDF; 1,4 MB; abgerufen am 10. September 2023]).