Cristina Lucas

Cristina Lucas, 2015

Cristina Lucas (* 12. April 1973 in Jaén, Spanien) ist eine spanische Künstlerin. Sie arbeitet mit Fotografie, Video, Zeichnungen, Skulpturen und Installationen.

Leben und Werk

Cristina Lucas an der Fassade des IVAM, 2017

Lucas studierte Bildende Kunst an der Universidad Complutense in Madrid, wo sie 1998 den Bachelor of Arts erhielt. Von 1999 bis 2000 studierte sie dann an der University of California, Irvine mit einem Master of Arts-Abschluss. 2004 nahm sie an dem International Studio and Curatorial Program in New York teil. Sie war Artist in Residence von 2006 bis 2007 an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam und von 2009 bis 2010 an der Cité Internationale des Arts Paris.

Arbeitsthemen

Als Konzeptkünstlerin erstellt sie Arbeiten, bei denen sie auch vor Provokationen nicht zurückschreckt. Sie nutzt verschiedene Medien, um einen kritischen Dialog über ein breites Spektrum historischer, sozialer und kultureller Themen zu führen. Sie verbindet Kunst und Geschichtsschreibung, so dass die Medien, die sie nutzt, gleichzeitig in die Geschichte eintauchen, sie darstellen, konstruieren und aus ihrer eigenen Kraft heraus kommunizieren. (Gerardo Mosquera).

Lucas provoziert gerne mit ihrer aktivistischen Arbeit, die oft auch eine ästhetische und humorvolle Ebene hat. Zu ihren bekannten Werken zählen die Fotografien, die sie für die Serie Desnudo en el Prado (2012) machte, für die sie ohne Erlaubnis des Museums nackte Frauen fotografierte, die die gleichen Posen wie die berühmten Akte einnahmen, die an den Wänden des Museums hängen.

Für ihre Videoinstallation „Unending Lightning“, die heute Teil der Sammlung des Museum Arnheim ist, sammelte sie Bilder von Luftangriffen, die seit 1912 auf der ganzen Welt durchgeführt wurden. Ein Zähler zeigt die Zahl der Opfer an. Die Arbeit wurde auch während der Manifesta 12 gezeigt.

Auf der Liverpool Biennale 2010 lud sie Liverpooler Gewerkschafter ein, Steine auf eine ehemalige Fabrik zu werfen, in der alle Arbeitsstellen in Niedriglohnländer verlagert wurden, wodurch viele lokale Arbeitsplätze verloren gingen.

Ihre Werke sind in internationalen Sammlungen wie der Fundación Bancaria “la Caixa”, Banco de España, Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean in Luxemburg, Centre Georges-Pompidou in Paris, FRAC Lorraine in Metz, Institut Valencià d’Art Modern, KIASMA in Helsinki, Van Abbemuseum in Eindhoven, Fundación NMAC in Spanien, sowie in der Coppel Collection in Mexiko und der Bulgari Collection in Italien.

Ausstellungen (Auswahl)

Einzelausstellungen

Gruppenausstellungen

Auszeichnungen

Literatur

Commons: Cristina Lucas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Cristina Lucas | Kunstenaar op Gallery Viewer | Gallery ... Abgerufen am 6. Juni 2023 (niederländisch).
  2. ↑ Cristina Lucas. In: Manifesta 12 Palermo. 15. Juni 2018, abgerufen am 6. Juni 2023.
  3. ↑ Cristina Lucas y el pueblo que falta. 13. Oktober 2022, abgerufen am 6. Juni 2023 (spanisch).
  4. ↑ Cristina Lucas: Drill, Baby, Drill. 15. Oktober 2021, abgerufen am 6. Juni 2023 (deutsch).
Personendaten
NAME Lucas, Cristina
KURZBESCHREIBUNG spanische Künstlerin
GEBURTSDATUM 12. April 1973
GEBURTSORT Jaén, Spanien