
Crozets sind eine französische Teigwaren aus Eiern, Buchweizen, gelegentlich gemischt mit Weizenmehl und etwas Salz. Auffällig und anders als bei vielen anderen Nudelsorten ist, dass sie in Form kleiner Plättchen von etwa 5 mal 5 Millimeter geformt sind. Die Kochzeit beträgt etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten.
Crozets stammen ursprünglich aus dem in den Alpen gelegenen Savoyen und werden ab 1730 von einem Fabrikanten von Fadennudeln aus Chambéry erwähnt. Der Teig wurde an der Sonne getrocknet und galt als Sonn- und Feiertagsessen. Der Legende nach soll 1968 ein Ehepaar aus Moûtiers mit Namen Fraisard Freunde eingeladen haben, die – wegen des guten Geschmacks – Werbung bis in die Skigebiete Valmorel und Méribel machten. Der Ehemann Fraisard erfand eine Schneidemaschine für Crozets. Wegen steigender Nachfrage wurde 1990 an die Firma Croix de Savoie verkauft, die später zu Alpina wurde und knapp 80 % des Marktes in traditioneller Herstellung beliefert.
Sie werden inzwischen in ganz Frankreich und der französischsprachigen Schweiz vertrieben. In Deutschland und Österreich werden sie bisher nicht flächendeckend verkauft. Crozets können wie andere Nudeln gekocht oder in Form eines Auflaufs serviert werden. Typisch ist, Crozets mit einem kräftigen Käse wie Reblochon, Greyerzer oder Beaufort sowie als Croziflettes mit Speck und Zwiebeln anzurichten.
Der Name Crozet stammt ursprünglich entweder von croseti ab, das eine Form italienischer Pasta bezeichnet oder vom Dialektwort croé mit der Bedeutung von klein.
Wie in einem Rezept (Nummer III-11) des Liber de Coquina, eines der ältesten mittelalterlichen Kochbücher, wurden croseti aus dem gleichen Teig wie die ursprüngliche Lasagne hergestellt.