Speck

1. Rückenspeck 2. Bauchspeck
Oben: Geräucherter Rückenspeck
Unten: Geräucherter und im Ganzen gebackener Bauchspeck
Gesalzener Rückenspeck

Als Speck wird (als Schweinespeck vor allem bei Schweinen) das Fettgewebe bezeichnet, das sich unter der Haut (Schwarte) befindet. Im Verkauf haftet jedoch meist auch Schwarte am Speck. Dabei wird hauptsächlich zwischen dem Rückenspeck (auch Fetter Speck) aus reinem Fettgewebe und dem Bauchspeck unterschieden, der die Brust- und Bauchmuskulatur sowie nicht laktierende Milchdrüsen einschließt. In Österreich wird er auch als Schweinsspeck oder Spickspeck bezeichnet.

Weitere Produkte und Bezeichnungen

Je nach Art der Konservierung unterscheidet man verschiedene Speckarten: luftgetrockneter Speck (nach dem Einpökeln nicht geräuchert), Räucherspeck (durchwachsener Speck aus der Bauchmuskulatur), Paprikaspeck, als Kübelspeck wie der Innviertler Surspeck, u. a.

Wortherkunft

Speck (im Mittelhochdeutschen vor allem Schweinespeck) ist seit dem 10. Jahrhundert im Althochdeutschen belegt als spec, vgl. auch altsächsisch spekk, altenglisch spic, altnordisch spik, außergermanisch ohne s- in lateinisch pinguis „fett“, griechisch πῖαρ, altindisch pīvas-, zweifelhaft dagegen seltenes lateinisches spectile „Bauchspeck“.

Verwendung

Siehe auch

Wiktionary: Speck – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Speck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: Speck – Zitate

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse. (PDF) Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission, S. 3, 55, 56, abgerufen am 19. August 2021.
  2. 1 2 F. Jürgen Herrmann; Thea und Dieter Nothnagel: Lehrbuch für Köche. Hamburg 1999, ISBN 3-582-40055-7, S. 142, 172, 185, 187.
  3. 1 2 3 Heinz Dieter Pohl: Die österreichische Küchensprache: ein Lexikon der typisch österreichischen kulinarischen Besonderheiten : mit sprachwissenschaftlichen Erläuterungen. Praesens-Verlag, 2007, ISBN 978-3-7069-0452-0, S. 71, 138.
  4. 1 2 3 4 Ernst Mayerhofer, Clemens Pirquet von Cesenatico: Lexikon der Ernährungskunde. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-7091-2171-9 (google.de [abgerufen am 3. Oktober 2025]).
  5. ↑ Innviertler Surspeck. Abgerufen am 3. Oktober 2025.
  6. ↑ Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 466.