Culhat

Culhat
Culhat (Frankreich)
Culhat (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département (Nr.) Puy-de-Dôme (63)
Arrondissement Thiers
Kanton Lezoux
Gemeindeverband Entre Dore et Allier
Koordinaten 45° 52′ N, 3° 20′ OKoordinaten: 45° 52′ N, 3° 20′ O
Höhe 289–373 m
Fläche 18,74 km²
Einwohner 1.182 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 63 Einw./km²
Postleitzahl 63350
INSEE-Code

Ostteile der Kirche Notre-Dame

Culhat ist ein Ort und eine zentralfranzösische Gemeinde (commune) mit 1.182 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Puy-de-Dôme in der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Lage

Der Ort Culhat liegt in einer Höhe von ca. 300 m ü. d. M. etwa 26 Kilometer (Fahrtstrecke) nordöstlich von Clermont-Ferrand; die Kantonshauptstadt Lezoux befindet sich etwa sieben Kilometer südöstlich. Zur Gemeinde gehören mehrere kleinere Dörfer, Weiler und Einzelgehöfte. Das Gemeindegebiet wird vom Fluss Litroux durchquert, der an der Grenze zur Nachbargemeinde Joze in den Allier mündet.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr1968197519821990199920062018
Einwohner73770871884987510641128
Quellen: Cassini und INSEE

Im 19. Jahrhundert lag die Einwohnerzahl der Gemeinde stets deutlich über 1000. Die Reblauskrise im Weinbau und der Verlust von Arbeitsplätzen durch die Mechanisierung der Landwirtschaft führten zu einem Rückgang der Bevölkerung in den 1950er bis 1970er Jahren auf knapp über 700. Aufgrund der relativen Nähe zur Großstadt Clermont-Ferrand und den auf dem Lande deutlich niedrigeren Immobilienpreise begann ein langsames aber stetiges Wiederansteigen.

Wirtschaft

Die über Jahrhunderte zum Zweck der Selbstversorgung betriebene Landwirtschaft ist auch heute noch von großer ökonomischer Bedeutung für die Gemeinde, wobei die Viehzucht einen bedeutenden Teil ausmacht. Ein Teil der Einwohner arbeitet im Großraum von Clermont-Ferrand. Einige leerstehende Häuser sind zu Ferienwohnungen (gîtes) umgebaut worden.

Geschichte

In geringer Entfernung vom heutigen Ort wurden zahlreiche Mosaiksteinchen gefunden, die auf die Existenz eines gallorömischen Landgutes (villa rustica) verweisen. Im Mittelalter befand sich auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde eine Komturei (commanderie) des Templerordens, die nach dessen Auflösung im Jahr 1312 in die Hände des Johanniterordens überging; die Kirche von Culhat diente über Jahrhunderte als Grablege einiger regional bedeutsamer Ordensritter – die beiden Tatzenkreuze im Gemeindewappen erinnern daran.

Sehenswürdigkeiten

Lanterne des Morts
Commons: Culhat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Église Notre-Dame, Culhat in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. ↑ Lanterne des Morts, Culhat in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)