| Kommakrebse | ||||||||||||
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Diastylis laevis | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cumacea | ||||||||||||
| Krøyer, 1846 |
Die Cumacea, deutsch auch Kommakrebse oder Schlickkrebse, sind eine Ordnung der Ranzenkrebse (Peracarida). Es handelt sich überwiegend um kleine, bodenlebende Krebstiere mariner und brackiger Gewässer. Die meisten Arten sind etwa 1 bis 10 Millimeter lang und leben in den oberen Schichten sandiger oder schlammiger Sedimente. Sie kommen weltweit von der Gezeitenzone bis in die Tiefsee vor.
Charakteristisch ist die deutliche Gliederung des Körpers in einen breiten, von einem großen Carapax bedeckten Vorderkörper und ein langes, schmales Pleon. Dadurch erhalten viele Arten die namensgebende kommaartige Körperform. Die Cumacea umfassen mehr als 1600 beschriebene Arten.
Der Carapax bedeckt bei den Cumacea den Kopf und mehrere der vorderen Brustsegmente. Sein Vorderende bildet bei den meisten Arten ein „Pseudorostrum“. Unter dem Carapax liegt eine Atemhöhle, Teile der vorderen Brustextremitäten sind an der Wasserführung und Atmung beteiligt. Das Pleon besteht aus sechs Segmenten und endet in einem Paar Uropoden. Bei Tieren aus fünf Familien ist zusätzlich ein frei gegliederter Telson vorhanden, bei drei Familien ist dieser mit dem letzten Pleonsegment zu einem Pleotelson verschmolzen.
Wie für die Peracarida charakteristisch tragen die Weibchen die Eier in einem an der Bauchseite gelegenen Brutraum (Marsupium), der von Oostegiten gebildet wird. Aus ihm erden die Jungtiere als sogenannte Manca-Stadien entlassen, denen das letzte Paar der Brustbeine noch fehlt.
Zwischen den Geschlechtern besteht häufig ein deutlicher Sexualdimorphismus. Weibchen besitzen einen ausgeprägten Brutraum und haben in der Regel keine Pleopoden. Bei den Männchen können dagegen Pleopoden vorhanden und die zweiten Antennen stark verlängert sein.

Cumacea leben überwiegend im oder auf dem Meeresboden. Viele Arten graben sich in Sand oder Schlick ein, wobei der Vorderkörper im Sediment liegt und Teile des Körpers mit dem umgebenden Wasser in Verbindung bleiben. Die Tiere ernähren sich vor allem von Mikroorganismen und organischen Bestandteilen des Sediments und dienen ihrerseits zahlreichen bodenlebenden Fischen und anderen Tieren als Nahrung.
Einige Arten verlassen insbesondere nachts das Sediment und schwimmen in die Wassersäule. Dieses Verhalten ist vor allem bei adulten Männchen während der Fortpflanzungszeit ausgeprägt.
Die Cumacea wurden 1846 von Henrik Nikolai Krøyer als eigenständige Gruppe beschrieben. Sie gehören innerhalb der Höheren Krebse zu den Peracarida. Neuere phylogenomische Untersuchungen bestätigen die Monophylie sowohl der Peracarida als auch der Cumacea. Innerhalb der Peracarida werden Cumacea gemeinsam mit Asseln (Isopoda), Scherenasseln (Tanaidacea), Spelaeogriphacea und Mictacea den Mancoida zugeordnet.
Das World Register of Marine Species beziehungsweise die darin enthaltene World Cumacea Database unterscheidet acht rezente Familien:
Eine molekulare Untersuchung von aus dem Jahr 2022 bestätigte die Monophylie der Cumacea und eine grundlegende Teilung zwischen Familien mit frei gegliedertem Telson und solchen mit einem durch Verschmelzung entstandenen Pleotelson. Von den untersuchten Familien wurden Bodotriidae, Lampropidae, Nannastacidae und Pseudocumatidae als monophyletisch rekonstruiert, für andere Familien blieb die Abgrenzung teilweise unsicher.
Eine umfangreichere phylogenomische Untersuchung aus dem Jahr 2026 bestätigte erneut die Monophylie der Cumacea. Dabei standen die Diastylidae als Schwestergruppe den übrigen untersuchten Cumacea gegenüber, die Bodotriidae wurden dagegen als paraphyletisch in Bezug auf die Leuconidae rekonstruiert.