Cut-up

Cut-up (englisch für Schnitttechnik) ist eine Methode, den Zufall und die Montage durch gezielte oder willkürliche Neuabmischung von Texten in die Literatur einfließen zu lassen.

Entwicklung und Vertreter

Bereits Künstler wie Tristan Tzara und Hans Arp spielten mit der gezielten Neuabmischung von Texten. Ähnliche Ansätze waren von Max Frisch und James Joyce entwickelt worden. 1959 entdeckte Brion Gysin die Schnitttechnik durch Zufall neu und machte William S. Burroughs darauf aufmerksam, der zum wichtigsten Vertreter des Cut-up werden sollte. In der Folge wurde die Schnitttechnik unter weiteren Autoren der Beat Generation populär. Auch der Komponist Paul McCartney wandte gelegentlich eine Form der Cut-up Methode an.

Im deutschsprachigen Raum standen unter anderem die Schriftsteller Jürgen Ploog, Carl Weissner und Jörg Fauser in der Tradition des Cut–up. Ploog formulierte die „Schnitt-Schreibweise“ folgendermaßen:

„Die simpelste Form ist, 2 beliebige Seiten eigenen oder fremden Textes senkrecht zu zerschneiden & die 4 Hälften in vertauschter Reihenfolge wieder zusammenzusetzen. Man beginnt nun über die semantischen Bruchstellen hinwegzulesen.“

Werke

Bücher, Broschüren, Poster.
Beiträge in Zeitschriften und Anthologien (Auswahl)
Zeitschriften

Weiterführende Literatur

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Über die Entstehung von Cut-up. Deutsch, abgerufen am 14. August 2010.
  2. ↑ Paul McCartney: Lyrics. 1956 bis heute. Hrsg. mit einer Einleitung von Paul Muldoon. Aus dem Englischen übersetzt von Conny Lösche. C. H. Beck, München 2021, ISBN 978-3-406-77650-2, S. 559.
  3. ↑ Zitat nach: Jürgen Ploog, Der Raum hinter den Worten. In: J. Gehret (Hrsg.), „Gegenkultur Heute. Die Alternativ–Bewegung von Woodstock bis Tunix“, S. 108. Verlag Azid Presse, Amsterdam 1979, ISBN 90-70215-03-9.