Sichelfarne

Sichelfarne

Mond-Sichelfarn (Cyrtomium falcatum)

Systematik
Abteilung: Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Farne
Klasse: Echte Farne (Polypodiopsida)
Ordnung: Tüpfelfarnartige (Polypodiales)
Familie: Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae)
Gattung: Sichelfarne
Wissenschaftlicher Name
Cyrtomium
C.Presl

Die Sichelfarne (Cyrtomium) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae). Sie umfasst etwa 35 Arten und ist nahe mit den Schildfarnen (Polystichum) verwandt.

Beschreibung

Die Sichelfarn-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen terrestrisch oder an Felsen. Ihre Sprossachsen sind aufrecht oder aufsteigend und sie bilden keine Stolonen.

Es gibt nur einen Typ von Blättern und sie sind immergrün. Der Wedelstiel ist halb bis dreiviertel so lang wie die Wedelspreite und ihre Basis ist verdickt. Die mehr als drei Leitbündel sind in einem Bogen angeordnet und im Querschnitt mehr oder weniger rund. Die papierartigen oder etwas ledrigen, im Umriss länglich-lanzettlichen Wedelspreiten sind meist einfach gefiedert, sehr selten auch ungeteilt, wobei die oberen Fiedern meist nur wenig kleiner sind als die unteren. Die Ränder der Fiedern tragen Kerben oder Zähne. Auf der Wedeloberseite sind fadenförmige Schuppen vorhanden und die Wedelunterseite ist kahl.

Die runden Sori stehen in zwei oder mehr Reihen zwischen der Mittelrippe und dem Rand. Die schildförmigen Schleier (Indusien) sind dauerhaft oder abfallend. Die braunen Sporen besitzen erhabene Falten oder Flügel.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 41.

Verbreitung und Nutzung

Der Verbreitungsschwerpunkt der Gattung Cyrtomium liegt in Ostasien; außerdem ist sie in Südasien, im östlichen und südlichen Afrika, auf Madagaskar, in Polynesien, auf Hawaii und in Nordamerika vertreten. In China kommen 31 Arten vor, 20 davon nur dort.

Folgende Arten sind in Europa gelegentlich als Zierpflanzen in Kultur und einzelne kommen in Mitteleuropa verwildert vor: Kleiner Mond-Sichelfarn (Cyrtomium caryotideum), Mond-Sichelfarn (Cyrtomium falcatum), Ilexblättriger Mond-Sichelfarn (Cyrtomium fortunei), Cyrtomium macrophyllum.

Systematik

Kleiner Mond-Sichelfarn (Cyrtomium caryotideum)
Sori vom Mond-Sichelfarn (Cyrtomium falcatum)
Sori vom Mond-Sichelfarn (Cyrtomium falcatum)
Mond-Sichelfarn (Cyrtomium falcatum)
Ilexblättriger Mond-Sichelfarn (Cyrtomium fortunei)
Cyrtomium juglandifolium
Cyrtomium laetevirens
Cyrtomium yamamotoi

In der Checklist of Ferns and Lycophytes of the World von 2020 werden 36 Cyrtomium-Arten aufgelistet, und nach Flora of China waren es 2013 35 Arten:

Commons: Cyrtomium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 Li-Bing Zhang, David S. Barrington: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 2-3: Lycopodiaceae through Polypodiaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2013, ISBN 978-1-935641-11-7. Cyrtomium C. Presl., S. 561-571 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
  2. ↑ Jacobus P. Roux: The genus Cyrtomium (Pteridophyta: Dryopteridaceae) in Africa and Madagascar. In: Botanical Journal of the Linnean Society. Band 167, Nr. 4, 2011, S. 449–465, doi:10.1111/j.1095-8339.2011.01184.x.
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  4. ↑ T. Denters, F. Verloove: Smalle ijzervaren, Cyrtomium fortunei J.Sm., nieuw in Nederland. In: Gorteria. Band 33, 2008, S. 33–40.
  5. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Michael Hassler, Bernd Schmitt: Checklist of Ferns and Lycophytes of the World. Datenblatt - Version 11.0 vom 05. Dezember 2020, abgerufen am 9. Dezember 2020.
  6. 1 2 3 Cyrtomium im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 9. März 2019.
  7. ↑ Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
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  9. ↑ Michael Koltzenburg: Cyrtomium. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 142.