| DB RegioNetz Verkehrs GmbH & DB RegioNetz Infrastruktur GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 2000 (RNV) 2001 (RNI) |
| Sitz | Frankfurt am Main |
| Leitung | Cornelia Würtz, Gudrun Elser, Holger Schwarz |
| Mitarbeiterzahl | 1.500 |
| Umsatz | 230 Millionen Euro (2017) |
| Branche | Schienenpersonennahverkehr |
| Website | db-regionetz.de |
| Stand: 2026 | |
Unter DB RegioNetz werden fünf Eisenbahnnetze zusammengefasst, die 2002 aus der Deutschen Bahn AG ausgegliedert wurden und seitdem eigenständig agieren. Rechtlich übernimmt die DB RegioNetz Verkehrs GmbH (hundertprozentiges Tochterunternehmen der DB Regio AG) dabei den betrieblichen Teil, während die DB RegioNetz Infrastruktur GmbH (hunderprozentiges Tochterunternehmen der DB InfraGO AG) die Schieneninfrastruktur betreut.
Ihren Ursprung haben die RegioNetze in der durch den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn, geforderten „Mittelstandsoffensive“. Dieser zufolge sollen Strecken geringer Bedeutung durch größere Verwaltungsflexibilität attraktiver gemacht werden.
Insgesamt befördert die DB RegioNetz Verkehrs GmbH täglich durchschnittlich 67.820 Fahrgäste und erbringt jährlich rund 17,4 Millionen Zugkilometer (2026).
Die RegioNetze wurden zum 1. Januar 2002 als eigenständige regionale Organisationseinheiten gegründet. Zur Gründung der Regionetze wurden rund 67 Millionen Euro in neue Fahrzeuge und Instandhaltung investiert, darunter 25,5 Millionen Euro Eigenmittel der Deutschen Bahn AG.
Nach der Gründung waren 2003 rund 1000 Mitarbeiter beschäftigt, wobei rund 30.000 Fahrgäste pro Tag befördert und rund zehn Millionen Zugkilometer pro Jahr erbracht wurden. 2009 vermerkte man einen Anstieg auf etwa 49.300 Fahrgäste pro Tag bei 13 Millionen erbrachten Zugkilometern. 2017 nutzten circa 60.000 Fahrgäste täglich die RegioNetze, wobei der Umsatz 230 Millionen Euro bei 16,8 Millionen Zugkilometern pro Jahr betrug.
Mit dem Kauf der Tegernsee-Bahn Betriebsgesellschaft durch die DB InfraGO 2025 übernahm die DB RegioNetz Infrastruktur GmbH die Führung über die weiterhin als eigenständige Gesellschaft firmierende Tegernsee-Bahn.
Die DB RegioNetz umfasst folgende fünf Netze:
| Name | Region | Zug-km / a | Fahrgäste / d | Fahrzeuge | eigene Stationen | eigenes Streckennetz | Liniennetz gesamt | Mitarbeiter |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erzgebirgsbahn (EGB) | Sachsen | 2,4 Mio. | 5200 | 18 | 76 | 252 km | 233 km | 252 |
| Kurhessenbahn (KHB) | Nordhessen, NRW | 2,9 Mio. | 7500 | 27 | 55 | 230 km | 308 km | 269 |
| Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn (OBS) | Thüringen | 358.000 | 1200 | 7 | 10 | 28 km | 29 km | 29 |
| Südostbayernbahn (SOB) | Ober- und Niederbayern | 8,4 Mio. | 34.500 | 161 | 80 | 459 km | 587 km | 1.037 |
| Westfrankenbahn (WFB) | Unterfranken, nördliches BW | 3,6 Mio. | 15.100 | 55 | 50 | 204 km | 401 km | 344 |
Die Usedomer Bäderbahn ist kein RegioNetz, wird aber ebenso unabhängig von der DB InfraGO verwaltet.
Im Jahr 2019 kam das Fahrzeug- und Technologiezentrum (FTZ) in Chemnitz als weiteres RegioNetz hinzu, obwohl dort keine Verkehrsleistungen erbracht werden. Stattdessen werden dort technische Neuentwicklungen und Instandhaltungsarbeiten gebündelt.
Zum Jahr 2021 wurden die ehemaligen RegioNetz Gäubodenbahn (GBB) und Vertriebsservice Ostbayern (VSO) in die Südostbayernbahn (SOB) überführt und verschmolzen. Alle drei Unternehmen treten seit dem 1. Januar 2021 einheitlich als Südostbayernbahn auf.
Die DB RegioNetz Verkehrs GmbH ist im Jahr 2012/2013 mit dem Innovationspreis des Privatbahn Magazins ausgezeichnet worden.