DDR-Magazin war eine Filmreihe des DEFA-Studios für Dokumentarfilme von 1960 bis 1980, die nur im Ausland gezeigt wurde.
Das DDR-Magazin wurde ab 1960 vom DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme im Auftrag der Gesellschaft für Beziehungen mit dem Ausland hergestellt. Ab 1964 war das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR der Auftraggeber, seitdem wurden die Folgen von der neu gebildeten Künstlerischen Arbeitsgruppe Auslandsinformation des DEFA-Studios produziert, ab 1969 durch die neue Produktionsgruppe Camera DDR. Die letzte feststellbare Ausgabe war 1980/13.
Das DDR-Magazin wurde nur im Ausland durch kulturelle und andere Vertreter der DDR gezeigt. Es sollte ein positives Bild des Landes in der Zeit der außenpolitischen Isolation bieten und für die diplomatische und allgemeine Anerkennung der DDR werben.
Die Folgen berichteten zu verschiedensten Themen aus dem In- und Ausland, vor allem aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Alltagsleben der DDR, meist in geschönten Darstellungen. Die einzelnen Ausgaben enthielten entweder mehrere Beiträge zu verschiedenen Themen oder nur einen etwas längeren Beitrag, zum Beispiel aus der DDR über politische Großereignisse, Veranstaltungen zum 400. Geburtstag von Shakespeare, die vorbildliche Betreuung von körperlich und geistig Behinderten oder religiöse Gemeinschaften (1978/09).
Bis 1968 erschien das DDR-Magazin in unregelmäßigen Abständen (in fortlaufender Nummerierung), ab 1969 14-täglich (mit bis zu 26 Ausgaben), ab 1973 vierwöchentlich (mit 12 oder 13 Ausgaben). Diese wurden von verschiedenen Regisseuren zusammengestellt, die meisten nur in wenigen Ausgaben. Zu ihnen gehörten Horst Winter (50 Folgen), Hans Müller (25), Dagobert Loewenberg, Heinz Sobiczewski, Nina Freudenberg, Rolf Schnabel, Georg Kilian, Joachim Hadaschik, Regina Thielemann und Lothar Flemming.
Zu allen Folgen gibt es einen einzelnen Weblink im Filmportal mit kurzen filmografischen Angaben, zu einigen ausgewählten auch durch die DEFA-Stiftung mit Inhaltsangaben, sowie einige kurze durch die DEFA Film Library in den USA (als GDR Magazine).