Dagmar Bussiek

Dagmar Bussiek (* 4. Februar 1973 in Rotenburg/Wümme) ist eine deutsche Historikerin und Hochschullehrerin.

Werdegang

Bussiek studierte von 1992 bis 1997 Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Kassel. Nach der Magisterarbeit wurde sie dort bei Jens Flemming 2000 im Fach Neuere und Neueste Geschichte promoviert. Im Anschluss an ihre von der Friedrich-Ebert-Stiftung geförderte Promotion arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin zunächst an der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und ab 2002 an der Kinderklinik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Von 2003 bis 2007 war sie wissenschaftliche Assistentin im Fach Neuere und Neueste Geschichte der Universität Kassel. 2007 erfolgte ihre Ernennung zur Juniorprofessorin am Institut für Medien und Geschichte an der Leuphana Universität Lüneburg. 2009 folgte ihre Habilitation und Bussiek erhielt die Venia legendi für das Fach Neuere und Neueste Geschichte. Ihre 2011 auch als Sachbuch veröffentlichte Habilitationsschrift – eine Biographie über den Redakteur und Journalisten Benno Reifenberg – erfuhr eine über die wissenschaftlichen Grenzen hinausreichende öffentliche Rezeption.

Von 2009 bis 2016 war Bussiek Verwaltungsprofessorin für Sozial- und Kulturgeschichte an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg. 2016 wurde sie zur außerplanmäßigen Professorin ernannt. Seither lehrte sie u. a. von 2016 bis 2019 an der Fakultät für Politik, Strategie und Gesellschaftswissenschaften an der Führungsakademie der Bundeswehr. Weiterhin arbeitete Dagmar Bussiek neben ihrer Tätigkeit in Forschung und Lehre an einer Biografie über den Offizier und Friedensforscher Wolf von Baudissin für das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) der Universität Hamburg, die 2021 erschien.

Arbeitsgebiete

Die Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit liegen auf den Gebieten der Geschichte des Holocaust und des Nationalsozialismus, in der Forschung zu Antijudaismus und Antisemitismus sowie zur Geschichte politischer Systeme, Parteien und Bewegungen in der Bundesrepublik und der DDR. Ferner bilden ebenso Frauen- und Geschlechtergeschichte und insbesondere die geschichtswissenschaftliche Aufarbeitung der Eugenik- und „Euthanasie“politik sowie der Umgang mit Menschen mit physischer und psychischer Behinderung im Dritten Reich, der BRD und der DDR ihre Forschungs- und Interessensschwerpunkte.

Schriften (Auswahl)

Monographien

Aufsätze (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Dagmar Bussiek. 15. März 2021, abgerufen am 15. März 2021.
  2. ↑ Joachim Seng: Leidenschaftlich am Maßstab festhalten – Dagmar Bussiek hat eine Biografie über Benno Reifenberg (1892–1970) geschrieben: literaturkritik.de. Abgerufen am 15. März 2021 (deutsch).
  3. ↑ F.A.Z.-Sachbücher der Woche: Ist das Feuilleton wirklich ein Thema für Historiker? In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 15. März 2021]).
Personendaten
NAME Bussiek, Dagmar
KURZBESCHREIBUNG deutsche Historikerin und Hochschullehrerin
GEBURTSDATUM 4. Februar 1973
GEBURTSORT Rotenburg/Wümme