| Gemeinde Daimiel | ||
|---|---|---|
| Wappen | Karte von Spanien | |
| Basisdaten | ||
| Land: | ||
| Autonome Gemeinschaft: | ||
| Provinz: | Ciudad Real | |
| Comarca: | Mancha | |
| Gerichtsbezirk: | Daimiel | |
| Koordinaten: | 39° 4′ N, 3° 37′ W | |
| Höhe: | 621 msnm | |
| Fläche: | 438,06 km² | |
| Einwohner: | 17.722 (Stand: 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 40 Einw./km² | |
| Postleitzahl(en): | 13250 | |
| Gemeindenummer (INE): | 13039 | |
| Verwaltung | ||
| Bürgermeister: | Leopoldo Jerónimo Sierra Gallardo | |
| Website: | Daimiel | |
| Lage des Ortes | ||
Daimiel ist eine zentralspanische Stadt und eine Gemeinde (municipio) mit 17.722 Einwohnern (Stand: 2025) im Zentrum der Provinz Ciudad Real in der autonomen Region Kastilien-La Mancha.
Die Stadt Daimiel liegt am Flüsschen Azuer in der weitgehend ebenen und wasserarmen Landschaft von La Mancha gut 33 km (Fahrtstrecke) nordöstlich der Provinzhauptstadt Ciudad Real bzw. ca. 170 km südlich von Madrid in einer Höhe von ca. 625 m. Das Klima ist gemäßigt bis heiß; der eher spärliche Regen (ca. 405 mm/Jahr) fällt – mit Ausnahme der zumeist eher trockenen Sommermonate – verteilt übers Jahr.
| Jahr | 1857 | 1900 | 1950 | 2000 | 2021 |
| Einwohner | 12.505 | 11.825 | 20.204 | 17.276 | 17.771 |
Trotz der Mechanisierung der Landwirtschaft, der Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe („Höfesterben“) und dem daraus resultierenden Verlust von Arbeitsplätzen ist die Bevölkerung der Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nur leicht gesunken.
Wichtigste Produkte der Region waren Getreide, Wein, Oliven und Mandeln. In geringem Umfang wurde früher auch Viehzucht (v. a. Schafe, Ziegen und Schweine) betrieben; Esel wurden als Tragtiere gehalten. Dieser Zustand änderte sich erst mit der Mechanisierung der Landwirtschaft und dem Ausbau der Infrastruktur im 20. Jahrhundert, zu der mittlerweile auch die Anschlüsse an die Autovía A-43 (ca. 10 km nördlich) und an die Schnellstraße CM-42 (ca. 3 km südlich) gehören. Heute dominiert der Weinbau (vor allem die Rebsorte Airén). In der Stadt selbst haben sich Händler, Handwerker und Dienstleister aller Art angesiedelt.
Wahrscheinlich war die Gegend schon in der Bronzezeit besiedelt; jedenfalls deuten einige Erdhügel (motillas) darauf hin. Aus römischer und westgotischer Zeit sind kaum Funde erhalten. Im 8. Jahrhundert drangen arabisch-maurische Heereseinheiten bis in den Norden der Iberischen Halbinsel vor. Nach der Rückeroberung (reconquista) Toledos (1085) und vor allem nach der gewonnenen Schlacht bei Las Navas de Tolosa (1212) fielen auch die weiter südlich gelegenen Gebiete in christliche Hand; der Ort wurde dem Calatravaorden übergeben (siehe Stadtwappen). Im 16. und 17. Jahrhundert erlebte die Stadt eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit. Daimiel erhielt im Jahr 1887 von der Regentschaftskönigin Maria Christina von Österreich den Titel einer Stadt (ciudad). Bei dem Eisenbahnunfall von Daimiel fuhr am 9. Dezember 1866 die einzeln fahrende Pilot-Maschine vor dem Hofzug von Königin Isabella II. von Spanien im Bahnhof von Daimiel in eine Menschenmenge, die im Gleis stand; dabei kamen sieben Menschen ums Leben.

