| Dan Georgiadis | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Giannis Georgiadis | |
| Geburtstag | 5. Mai 1922 | |
| Geburtsort | Ithaka, Griechenland | |
| Sterbedatum | 18. Januar 1998 | |
| Sterbeort | Athen, Griechenland | |
| Position | Torhüter | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| Juventus Bukarest | ||
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| mind. 1941–1946 | Juventus Bukarest | |
| 1947–1948 | Panathinaikos Athen | 3 (0) |
| Stationen als Trainer | ||
| Jahre | Station | |
| 1957–1958 | Sport Boys | |
| 1958 | CA Banfield | |
| 1959 | Atlético Chalaco | |
| 1959–1960 | Haiti | |
| 1962 | Club Bolívar | |
| 1962 | Ferro Carril Oeste | |
| 1962–1963 | Club Libertad | |
| 1964 | Deportivo Municipal | |
| 1965–1967 | Club Bolívar | |
| 1967 | Club Bolívar | |
| 1968–1969 | Griechenland | |
| 1969–1970 | Panachaiki | |
| 1970–1971 | Olympiakos Piräus | |
| 1971 | FC La Chaux-de-Fonds | |
| 1971–1972 | FC Sevilla | |
| 1972 | Alianza Lima | |
| 1973–1974 | Panionios Athen | |
| 1974–1975 | AE Larisa | |
| 1976 | Alianza Lima | |
| 1977 | Venezuela | |
| 1978–1979 | Panionios Athen | |
| 1979–1980 | Egaleo AO Athen | |
| 1982–1983 | AO Trikala | |
| 1987 | FC Montreux-Sports | |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Giannis „Dan“ Georgiadis (griechisch Γιάννης "Νταν" Γεωργιάδης; * 5. Mai 1922 in Ithaka; † 18. Januar 1998 in Athen) war ein griechischer Sportler, der im Modernen Fünfkampf, als Rugbyspieler und als Fußballtorhüter reüssierte, und Fußballtrainer.
Georgiadis war ab Ende der 1930er Jahre als Sportler in Bukarest aktiv, wann die Familie dorthin auswanderte ist unklar. Einerseits hütete er als Teenager das Tor bei Juventus Bukarest, als der Klub bis auf die kriegsbedingten Unterbrechung während des Zweiten Weltkriegs zwischen 1941 und 1946 in der Divizia A spielte. Parallel war er Rugby- und Handballspieler, wo er jeweils auch Länderspiele verzeichnen konnte, und Teilnehmer an Wettkämpfen im Modernen Fünfkampf. 1947 gewann er bei den Balkanspielen in Bukarest die Goldmedaille. Im selben Jahr übersiedelte er nach Griechenland, wo er für Panathinaikos Athen bis zum Ende der Sportkarriere aufgrund einer Handverletzung zu einzelnen Einsätzen in der panhellenischen Meisterschaft 1947/48 kam.
Später trat Georgiadis als Fußballtrainer in Erscheinung. Sein 1957 begonnenes Engagement beim peruanischen Klub Sport Boys endete im Lauf der Spielzeit 1958, die unter dem ehemaligen Spieler Marcos Calderón mit dem Gewinn des Meistertitels endete. Nach einem kurzen Aufenthalt als Trainer des argentinischen Klubs CA Banfield kehrte er 1959 nach Peru zu Atlético Chalaco zurück, ehe er im weiteren Jahresverlauf bei der haitianischen Nationalmannschaft erstmals einen Nationaltrainerposten übernahm und mit der Auswahl beim Fußballwettbewerb der Panamerikanischen Spiele 1959 hinter Argentinien, Brasilien und den Vereinigten Staaten mit drei Turniersiegen den vierten Platz belegte.
Nachdem er im Laufe des Jahres 1962 den Club Bolívar für den argentinischen Klub Ferro Carril Oeste verlassen hatte und mit diesem aber in die Zweitklassigkeit abstieg, trainierte er innerhalb des Jahres noch den Club Libertad, wo er bis 1963 tätig war, in drei verschiedenen südamerikanischen Ländern. Über Deportivo Municipal kam er zurück zum Club Bolívar.
Im Oktober 1968 trat Georgiadis als Nationaltrainer Griechenlands seinen ersten Posten in Europa an und war während der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1970, zu deren Auftakt die Auswahlmannschaft noch unter seinem Vorgänger Panos Markovic gegen die Schweiz verloren hatte, zuständig. In der Vorbereitung zum Länderspiel gegen Rumänien kam es zum Streit mit Dimitrios Domazos. Den anschließenden Machtkampf verlor Georgiadis, so dass beim abschließenden Qualifikationsspiel gegen Rumänien Lakis Petropoulos auf der Bank saß – mit einem 1:1-Remis verpasste Griechenland die mit einem Sieg mögliche Endrundenqualifikation. Unter Georgiadis hatte die Mannschaft kein Pflichtspiel verloren und unter anderem den WM-Dritten von 1966 Portugal geschlagen, die einzige Niederlage gab es bei einer Australien-Sommertour 1969 nach den Reisestrapazen zum Auftakt gegen Australien.
Georgiadis blieb anschließend in Griechenland und trainierte Panachaiki und Olympiakos Piräus. Im Frühjahr 1971 ging er zum Schweizer Erstligisten FC La Chaux-de-Fonds, den er im Sommer als Nachfolger von Max Merkel in Richtung FC Sevilla verließ. Nach einem erfolgreichen Auftakt folgte Anfang 1972 eine Serie von neun Spieltagen mit nur einem Sieg und er wurde im Februar 1972 durch den Engländer Vic Buckingham ersetzt. Er kehrte nach Südamerika zurück und trainierte Alianza Lima, wo Teófilo Cubillas unter Vertrag stand. Nach der erneuten Rückkehr nach Europa war er bei Panionios Athen und AE Larisa angestellt, ehe er nach einem erneuten Engagement bei Alianza Lima Anfang 1977 Nationaltrainer Venezuelas wurde. Nach nur einem Unentschieden in vier Spielen übergab er im Jahresverlauf an den Uruguayer Walter Róque.
Erneut Panionios Athen, Egaleo AO Athen und AO Trikala waren bis Anfang der 1980er Jahre Georgiadis letztes Stationen im griechischen Fußball, ehe er nach längerer Pause 1987 nochmals kurzzeitig in der Schweiz anheuerte und beim FC Montreux-Sports tätig war.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Georgiadis, Dan |
| ALTERNATIVNAMEN | Georgiadis, Giannis |
| KURZBESCHREIBUNG | griechischer Sportler und Fußballtrainer |
| GEBURTSDATUM | 5. Mai 1922 |
| GEBURTSORT | Ithaka, Griechenland |
| STERBEDATUM | 18. Januar 1998 |
| STERBEORT | Athen, Griechenland |