Daniel Barben

Daniel Barben (* 10. Juni 1961 in Zürich) ist ein Schweizer Professor für Technik- und Wissenschaftsforschung am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Leben

Barben studierte von 1982 bis 1989 Soziologie, Psychologie, Politische Wissenschaft und Philosophie an der FU Berlin. Im Jahr 1995 promovierte er an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam und habilitierte sich 2004 an der Politik- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der FU Berlin. Von April 2010 bis Dezember 2013 hielt er die in Deutschland erste Professur für Zukunftsforschung am Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen. 2012 wurde Barben in den Bioökonomierat (BÖR) berufen.

Seit Januar 2014 ist Barben Professor an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Seine Forschungsbereiche sind Interdependenzen zwischen Prozessen wissenschaftlich-technischer und gesellschaftlicher Veränderungen in Bezug auf globale Probleme in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Energie, Mobilität, demographischer Wandel und Klimawandel.

Werk

Daniel Barbens Arbeiten fokussieren sich auf die gesellschaftlichen, politischen und ethischen Dimensionen von Wissenschaft, Technologie und Innovation. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf der Governance neuer Technologien, der Technologiefolgenabschätzung sowie den gesellschaftlichen Transformationsprozessen im Kontext von Umwelt- und Energiefragen.

In seinen Publikationen setzt sich Barben mit der Rolle von Zukunftsvisionen in der Politik und Wissenschaft auseinander. Er analysiert, wie gesellschaftliche Akteure Technologien nicht nur bewerten, sondern durch strategische Zukunftsplanung aktiv gestalten.

Ein weiterer zentraler Aspekt seiner Forschung ist die gesellschaftliche Einbettung und Akzeptanz von Biotechnologien. Barben untersuchte. wie politische und regulatorische Prozesse in Europa die Entwicklung und Nutzung biotechnologischer Innovationen beeinflussen.

Neben seinen Arbeiten zu Governance und Biotechnologie hat Barben zu Fragen der Nachhaltigkeit und Energiepolitik geforscht.

Veröffentlichungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Daniel Barben: Handbook of Science and Technology Studies. Hrsg.: Edward J. Hackett, Olga Amsterdamska, Michael E. Lynch, Judy Wajcman. MIT Press, 2007, Foresight and Governance of Innovation, S. 984–1009 (englisch).
  2. ↑ Daniel Barben: Controversy and Consensus in the Regulation of Agricultural Biotechnology in the European Union. In: Science and Public Policy. 31. Jahrgang, Nr. 5, 2004, S. 373–383, doi:10.3152/147154304781780130 (englisch).
  3. ↑ Daniel Barben: Governing Future Technologies: Nanotechnology and the Rise of an Assessment Regime. Hrsg.: M. Kaiser, M. Kurath, S. Maasen, C. Rehmann-Sutter. Springer, 2010, Sustainable Energy Futures: Sociotechnical Transitions in the Electricity System, S. 135–155 (englisch).
Personendaten
NAME Barben, Daniel
KURZBESCHREIBUNG deutscher Zukunftsforscher
GEBURTSDATUM 10. Juni 1961
GEBURTSORT Zürich